125 Jahre Deutsche Bank-Aktie an der Frankfurter Börse

07.12.2005 | Frankfurt am Main
Vor genau 125 Jahren, am 8. Dezember 1880, wurde die Aktie der Deutschen Bank erstmals an der Frankfurter Börse notiert. Kein anderes DAX-Unternehmen ist seit so langer Zeit mit unverändertem Namen am Frankfurter Wertpapiermarkt vertreten.

Frankfurt am Main war nach Berlin das zweite Finanzzentrum, an dem die Inhaberpapiere der Bank gehandelt wurden. In Berlin war die Aktie der Deutschen Bank bereits zwei Monate nach Gründung und vier Wochen nach Geschäftsaufnahme auf den amtlichen Kurszettel der Berliner Börse aufgenommen worden. Die Wirtschaftspresse veröffentlichte erstmals am 12. Mai 1870 eine Kursnotiz für die Deutsche Bank: Mit 100 ½ Prozent wurde die Aktie knapp über dem Nennwert gehandelt. Bis zum Jahresende 1870 stieg der Kurs bis auf 108 Prozent. Zu dieser Zeit wurden die Börsenkurse ausschließlich in Prozent notiert, da verschiedene Stückelungen der Aktien üblich waren.

Im Unterschied zu Berlin lag in Frankfurt das Schwergewicht zunächst auf dem Handel mit Staatsanleihen. Nach und nach wurden jedoch auch Aktien von Banken und Eisenbahn-Gesellschaften an der Frankfurter Börse eingeführt. Die Deutsche Bank verfolgte diese Entwicklung aufmerksam und hielt Ende 1880 den Zeitpunkt für gekommen, ihre Aktie an der Frankfurter Börse einzuführen. "Eine feste Haltung" bescheinigte die Presse dem Frankfurter Börsengeschehen an diesem 8. Dezember, wobei von den Bankwerten "Deutsche Bank lebhaft umgingen und um etwa 1 pCt gewannen". Genau ge-nommen stieg der Kurs bei dieser gelungenen Premiere von 150 ¾ auf 151 ¾ Prozent.

Bis 1914 wurde die Aktie der Deutschen Bank auch an den Börsen in Leipzig, Ham-burg, München, Köln, Bremen und Breslau eingeführt. Weitere Regionalbörsen kamen in den 20er und 30er Jahren hinzu. Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich Frankfurt zum führenden Bank- und Börsenplatz der Bundesrepublik. Die Umsätze der Deutschen Bank-Aktie an der Frankfurter Börse übertrafen die der anderen Handelsplätze bei weitem. Daran änderte sich auch wenig, als die Aktie nach und nach an Auslandsbörsen eingeführt wurde, so 1974 in Paris, 1976 in London, 1978 in Brüssel, 1989 in Tokio und zuletzt 2001 in New York.

Auch nach 125 Jahren ist die Deutsche Börse der wichtigste Handelsplatz für die Aktie der Deutschen Bank. Täglich werden im Xetra-Handel der Börse im Durchschnitt 3,7 Mio Deutsche Bank-Aktien gehandelt. Der gesamte Börsenumsatz der Aktie lag in den ersten elf Monaten dieses Jahres bei € 135,8 Mrd (Xetra und Frankfurter Parketthandel). Dies entspricht einem Anteil am gesamten Aktienumsatz von 7%. Damit liegt die Deutsche Bank auf Platz 4 unter den DAX-Werten.

Quelle: Pressemeldung Deutsche Bank AG

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