AM-Konzern erwartet Ausbau des Marktanteils und deutliche Steigerung des Konzernüberschusses
Aufgrund der erfreulichen Wachstumsraten konnten weitere Marktanteile hinzugewonnen werden. Unter der Prämisse, daß keine wesentliche Verschlechterung des Schadenverlaufs eintritt und sich die Kapitalmärkte nicht noch deutlich rückläufig entwickeln, erwartet der AM-Konzern eine weitere deutliche Steigerung des Konzernergebnisses um mehr als 10 %.
Die Versicherungsbeiträge im inländischen Erstversicherungsgeschäft, dem Kerngeschäftsfeld, erhöhten sich in den ersten 6 Monaten dieses Geschäftsjahres um 3,2% auf DM 8,2 Mrd. Der Markt erwartet ein Plus von 2 %. Einschließlich des planmäßig reduzierten Auslandsgeschäfts betrug das Wachstum 3,1 % auf DM 8,4 Mrd.
Einen wesentlichen Anteil an diesem über Marktniveau liegenden Beitragsanstieg hatten die Lebensversicherer des AM-Konzerns. Das Neugeschäft erhöhte sich in der Beitragssumme um 5,6 % auf DM 11,4 Mrd., bzw. in laufenden Jahresbeiträgen um 2,7 % auf DM 516 Mio. Der Versicherungsbestand nahm um 7,5 % auf eine Summe von DM 305,4 Mrd. zu. Auch der Kompositbereich entwickelte sich besser als der Markt. Während die Branche infolge des anhaltenden Wettbewerbs in der Kraftfahrtversicherung und in der industriellen Feuerversicherung Beitragsrückgänge hinzunehmen hatte, gelang es der AM-Gruppe erneut, das Beitragsvolumen mit DM 2,6 Mrd. zu halten. Die Krankenversicherung konnte die erfreuliche Entwicklung des Vorjahres ebenfalls fortsetzen und verzeichnete einen Beitragszuwachs, der mit 7,1 % auf DM 974 Mio. deutlich über den Branchenerwartungen liegt.
Nach dem Boom in 1996 durch die Novellierung der Bausparförderung, die teilweise noch in das Jahr 1997 wirkte, trat im 1. Halbjahr im gesamten Bausparmarkt eine Konsolidierung auf hohem Niveau ein. Dementsprechend lag das Neugeschäft der BADENIA Bausparkasse mit DM 3,1 Mrd. (Vorjahr: DM 4,1 Mrd.) unter dem Vorjahreswert. Trotzdem nahm der Bausparbestand um 2,4 % auf DM 53,7 Mrd. zu.
Der gesamte Kapitalanlagebestand der AM-Gruppe erhöhte sich um 9,1 % auf DM 81,1 Mrd. (darin enthalten sind nicht die Baudarlehen der Bausparkasse und liquiden Mittel). Aus diesem Kapitalanlagebestand wurden laufende Erträge von DM 2,6 Mrd. erwirtschaftet, dies entspricht einer Steigerung um 6,5 %. Die Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen nahmen um DM 346 Mio. auf DM 633 Mio. gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum zu.
Die Zahl der im AM-Konzern beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stieg um 13 auf 17.318 Personen, davon waren 17.057 im Inland und 261 im Ausland beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl im angestellten Außendienst stieg um 119 auf 5.399 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Dies entspricht dem Ziel der Gruppe, die Vertriebe weiter auszubauen.
Den Tätigkeitsschwerpunkt sieht der AM-Konzern auch in diesem Jahr in der konsequenten Umsetzung aller Maßnahmen für ein weiteres ertragsorientiertes Wachstum. Darunter fallen die Aktivitäten zum personellen Ausbau und zur Stärkung der Vertriebe, sowie unternehmensübergreifende und gesellschaftsspezifische Ertragsverbesserungsmaßnahmen. Die AM Finanzanlagen-Management GmbH, die inzwischen die Kapitalanlagen der Gruppengesellschaften managt, hat ihre Tätigkeit bereits zum Jahresbeginn aufgenommen. Der Ausbau der AM Informatik GmbH zum zentralen Dienstleister schreitet zügig voran. Ebenso sind sichtbare Erfolge bei der Vereinheitlichung der Anwendungssysteme in der Schaden- und Unfallversicherung zu verzeichnen.
Die Arbeiten zur Datumsumstellung auf das Jahr 2000 sind weit fortgeschritten und stehen kurz vor der Fertigstellung. Ähnlich Positives gilt für die Umstellung auf die neue Währung. Bereits 1999 werden die Gruppengesellschaften in der Lage sein, EURO-Produkte anzubieten. Mit Blick auf den EURO wird ferner gemäß Hauptversammlungsbeschluß das Grundkapital der AMB auf (nennwertlose) Stückaktien umgestellt.
Auch für das gesamte Geschäftsjahr 1998 rechnet die AM-Gruppe mit einem erfreulichen Beitragswachstum und weiteren Marktanteilsgewinnen. Die erneut deutliche Steigerung des Konzernergebnisses wird auf mehr als 10% geschätzt. Angesichts der guten Geschäftsentwicklung im Konzern und einer ergebnisorientierten Dividendenpolitik der AMB kann für das Geschäftsjahr 1998 mit einer Dividende zumindest auf Vorjahresniveau ausgegangen werden.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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