AMB Generali Gruppe wächst stärker als der Markt

10.08.2005 | Augsburg
Die AMB Generali Gruppe ist mit überdurchschnittlichem und profitablem Wachstum weiter auf Erfolgskurs. In den wichtigen Sparten Lebens- und Krankenversicherung verzeichnete die drittgrößte deutsche Erstversicherungsgruppe im 1. Halbjahr 2005 ein höheres Wachstum als der Markt. Das Beitragsplus in Leben betrug 7,9% und in Kranken 5,4%.

Zugleich wurde die Markführerschaft bei Riester-Produkten behauptet. Mit 84.000 Neu-Verträgen erreichte die AMB Generali Gruppe in den ersten sechs Monaten ein Plus von 70%. "Für uns ist 2005 schon jetzt das Riester-Jahr. Dagegen findet die Rürup-Rente in ihrer derzeitigen Form keine Akzeptanz bei den Kunden", sagte der AMB Generali-Vorstandsvorsitzende Dr. Walter Thießen.

Die Gesamtbeiträge der AMB Generali Gruppe stiegen im ersten Halbjahr 2005 um 4,8% auf 6,5 (Vorjahr: 6,2) Mrd. EUR.

Das Konzernergebnis erhöhte sich auf 148 Mio. EUR (Vorjahr: 92 Mio. EUR vor planmäßigen Goodwillabschreibungen). Wesentliche Erfolgsfaktoren waren neben dem überdurchschnittlichen Beitragswachstum ein gutes Kapitalanlageergebnis sowie weitere operative Verbesserungen. Die Combined Ratio konnte von 99,8% im Vorjahr auf 97,4% abgesenkt werden.

Angesichts der erfreulichen Geschäftsentwicklung sieht sich die AMB Generali Gruppe in ihrer Gewinnprognose von mindestens 300 Mio. EUR vor Goodwillabschreibungen für das Jahr 2005 bestätigt. "Wir haben in einem für die Versicherungswirtschaft schwierigen Umfeld Stärke bewiesen und sind überzeugt, dass wir unser Gewinnziel für 2005 erreichen", so Dr. Thießen.

Personenversicherer wachsen erneut stärker als der Markt

Im Geschäft mit Lebens- und Krankenversicherungen verzeichnet die AMB Generali Gruppe erneut ein marktüberdurchschnittliches Beitragswachstum. Bei den Konzern-Lebensversicherern stiegen die Gesamtbeiträge einschließlich Pensionsfonds und -kassen auf insgesamt 3.859 (Vorjahr: 3.577) Mio. EUR. Dies bedeutet einen Zuwachs von 7,9%. Die Branche erwartet für das 1. Halbjahr 2005 eine Steigerung im selbst abgeschlossenen Geschäft um lediglich 5,1%. Dabei profitiert die AMB Generali Gruppe auch vom Rekordneugeschäft am Jahresende 2004, welches erst im laufenden Jahr voll beitragswirksam wird. Nach IFRS erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge auf 3.222 (Vorjahr: 3.042) Mio. EUR.

In der Krankenversicherung stiegen die Bruttobeiträge im 1. Halbjahr um 5,4% auf 791 Mio. EUR. Damit liegen die Beitragszuwächse der AMB Generali Gruppe im Teilsegment Kranken um 1,4 Prozentpunkte über dem für 2005 erwarteten Branchendurchschnitt.

Neugeschäftsentwicklung in Leben besser als Branchentrend

Erwartungsgemäß kam es nach dem Jahresendboom 2004 marktweit zu einer schwächeren Nachfrage nach Lebensversicherungen. In der Branche ging die Neuproduktion in laufenden Beiträgen im 1. Halbjahr 2005 um 29,6% zurück. Demgegenüber konnte sich die AMB Generali Gruppe deutlich besser behaupten. Der Neuzugang der Konzern-Lebensversicherer - ohne Pensionsfonds und Pensionskassen - ging um lediglich 8,9% zurück. Dabei ist zu berücksichtigen, das sich aus dem erfolgreichen Jahresendgeschäft 2004 ein Produktionsüberhang ergab, der im Neuzugang des 1. Halbjahres enthalten ist und dessen Einfluss sich im weiteren Jahresverlauf nivellieren wird.

Dynamisches Wachstum bei Riester-Produkten - Nachfrageschub bei betrieblicher Altersversorgung

Die Nachfrage nach so genannten Riester-Policen nimmt weiter zu. Als Marktführer profitiert die AMB Generali Gruppe hiervon in besonderem Maße. In den ersten sechs Monaten 2005 haben die Konzern-Lebensversicherer rund 84.000 Riester-Verträge verkauft. Das bedeutet ein Neugeschäftsplus von über 70% gegenüber der verkauften Stückzahl im Vorjahreszeitraum. Insgesamt hat die AMB Generali Gruppe seit Markteinführung über 870.000 Riester-Policen mit einem eingelösten Neuzugang von rund 308 Mio. EUR abgesetzt.

Auch im Wachstumsfeld der betrieblichen Altersversorgung setzte sich die erfreuliche Entwicklung weiter fort. Hier stieg das eingelöste Neugeschäft um 11,7% auf insgesamt 107,5 Mio. EUR laufenden Beitrag. Dabei zeigt sich eine deutliche Nachfrageverlagerung zur Direktversicherung, die im Zuge der gesetzlichen Angleichung der steuerlichen Behandlung von Alterseinkünften an Attraktivität gewonnen hat.

Auch die AMB Generali Pensionskasse konnte eine erfreuliche Entwicklung verzeichnen. Sie schloss im 1. Halbjahr 2005 über 37.000 Neuverträge mit laufenden Beiträgen von rund 53,5 Mio. EUR ab. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die gebuchten Bruttobeiträge der Pensionskasse um 130% auf 107,8 Mio. EUR.

Erholung in der Schaden- und Unfallversicherung

In der Schaden- und Unfallversicherung konzentriert sich die AMB Generali Gruppe weiter auf ertragreiches Privatkunden- und Gewerbegeschäft. Nach dem vollzogenen Ausstieg aus der Industrieversicherung und den durchgeführten Bestandsbereinigungen zeigen sich erste Erfolge. Die Prämien im selbst abgeschlossenen Geschäft gingen - nach einem Minus von 4,4% im Vorjahr - nur noch leicht um 1,2% auf 1.849 Mio. EUR zurück. Die Branche hat ihre früheren Prognosen inzwischen revidiert und erwartet auf Jahressicht nunmehr einen Rückgang um 0,5%.

Insgesamt stiegen die Gesamtbeiträge der AMB Generali Gruppe in den ersten sechs Monaten 2005 um 4,8% auf 6.504 (Vorjahr: 6.206) Mio. EUR. Ohne Sparanteile der Fondsgebundenen Versicherungen und der Riester-Verträge betrugen die gebuchten Bruttobeiträge nach IFRS 5.867 (Vorjahr: 5.672) Mio. EUR.

30 Jahre erfolgreiche Vertriebspartnerschaft mit der Deutschen Vermögensberatung

Einen großen Anteil an der erfreulichen Geschäftsentwicklung hatte auch im 1. Halbjahr 2005 die Deutsche Vermögensberatung. Für die AMB Generali Gruppe sind die immer wieder auch gegen den Markttrend gesteigerten Vertriebserfolge der für die Deutsche Vermögensberatung tätigen 32.000 Vermögensberater von überragender Bedeutung. Mit dem weltweit größten eigenständigen Finanzvertrieb besteht seit nunmehr 30 Jahren eine enge und erfolgreiche Partnerschaft. Im Rahmen der Vereinbarung anspruchsvoller unternehmerischer Zielsetzungen haben die AMB Generali und die Deutsche Vermögensberatung ihre Kooperation auf eine neue vertragliche Basis gestellt und die Partnerschaft damit weiter gestärkt. Dabei verfolgen beide Partner das Ziel, auch in Zukunft stärker als der Markt zu wachsen. Vor diesem Hintergrund sind die AMB Generali und die Deutsche Vermögensberatung Holding als Aktionäre der Deutschen Vermögensberatung übereingekommen, für einen Zeitraum von zunächst 10 Jahren den Gewinnanteil der Deutsche Vermögensberatung Holding bei Erreichen der verabredeten Ziele um bis zu 20 Prozentpunkte zu erhöhen. Diese Vereinbarung trägt der einzigartigen unternehmerischen Leistung von Herrn Dr. Reinfried Pohl Rechnung und anerkennt zugleich die überragende Bedeutung des persönlichen Einsatzes von Familie Pohl für die weitere erfolgreiche Entwicklung der Deutschen Vermögensberatung.

Verbesserung im versicherungstechnischen Geschäft

Die positive Entwicklung im 1. Halbjahr 2005 wird gestützt durch strukturelle Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität im versicherungstechnischen Geschäft. Mit nachhaltigem Kostenmanagement und einer ertragsorientierten Zeichnungspolitik konnte die Schaden-Kosten-Quote weiter gesenkt werden. Hinzu kam ein branchenweit zu beobachtender günstiger Schadenverlauf. Zum 30. Juni 2005 verzeichnete der Konzern eine Combined Ratio von 97,4 (Vorjahr: 99,8)%. Damit liegt die AMB Generali Gruppe im Zielkorridor unter der für 2005 ausgegebenen Marke von 99%.

Mit Schwerpunkt auf eine konsequente Optimierung der Geschäftsprozesse wird das Kosteneinsparungsprogramm weiter fortgesetzt. Der vorgesehene Stellenabbau im Innendienst verläuft planmäßig. In den ersten sechs Monaten des Jahres konnten bereits rund 290 der für 2005 geplanten 350 Stellen - unter weitgehender Ausnutzung der natürlichen Fluktuation - eingespart werden.

Konzernergebnis steigt auf 148 Mio. EUR

Das Konzernergebnis der AMB Generali Gruppe stieg im 1. Halbjahr 2005 auf 148 Mio. EUR. Wegen der ab 2005 verbindlichen IFRS-Rechnungslegungsstandards sind unter anderem im Ergebnis keine planmäßigen Goodwillabschreibungen mehr enthalten. Außerdem wurde der überarbeitete IAS 39 (Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten) angewandt. Zur besseren Vergleichbarkeit der Berichtszahlen wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst: Danach ergibt sich eine Steigerung des Konzerngewinns von 92 auf 148 Mio. EUR. Dieser kräftige Ergebnisanstieg resultiert sowohl aus dem Kapitalanlageergebnis, welches primär aufgrund der IFRS-Anpassung deutlich höher ausfiel, als auch aus den Verbesserungen im operativen Geschäft.

Dynamik bei privater Alters- und Gesundheitsvorsorge erwartet

"Wir brauchen stabile politische Rahmenbedingungen für die private Eigenvorsorge", forderte Dr. Thießen anlässlich der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen. "Von der neuen Bundesregierung erwarte ich, dass sie den Menschen offen und klar sagt, dass sie künftig mehr und eigenverantwortlich für ihr Alter sowie ihre Gesundheit vorsorgen müssen." So sollten unmittelbar nach der Bundestagswahl konkrete Schritte für eine grundlegende Reform des Gesundheitswesens eingeleitet werden. "Auch in der Krankenversicherung wird kein Weg an einer stärkeren Kapitaldeckung vorbeiführen", betonte der Konzernchef. Ein Mehr an Eigenverantwortung stabilisiere sowohl die bestehenden Systeme und sorge zugleich für Wachstumsimpulse im Markt der privaten Vorsorge.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2005

Für das Geschäftsjahr 2005 erwartet die AMB Generali Gruppe ein Gesamtbeitragswachstum über dem Marktdurchschnitt und weitere Marktanteilsgewinne der Personenversicherer. Nachdem sich das Geschäftsvolumen der Schaden- und Unfallversicherer in den Vorjahren aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen vorübergehend deutlich reduziert hatte, wird für 2005 wieder von einer marktkonformen Beitragsentwicklung ausgegangen.

Unter der Voraussetzung, dass keine außergewöhnlichen Schadenereignisse und negativen Kapitalmarktentwicklungen das laufende Jahr belasten, rechnet die AMB Generali Gruppe für das Geschäftsjahr 2005 mit einem Gewinn nach Steuern - vor Goodwillabschreibungen - in Höhe von mindestens 300 Mio. EUR.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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