Bilanzpressekonferenz der R+V Versicherung

18.04.2005 | Wiesbaden
2004: Rekordwachstum in Personen- und Kompositversicherung - Kostenquoten gesenkt - Gewinn verdoppelt - 500.000 Neukunden gewonnen - 2005 mit elf Prozent Wachstum gestartet

Das Jahr 2004 war für die R+V Versicherung von drei wesentlichen Entwicklungen gekennzeichnet: Die Wiesbadener Versicherungsgruppe wuchs im Inland mit einem Beitragsplus von 10,5 Prozent deutlich schneller als die Branche (+ 2,9 Prozent), konnte die Kostenquoten weiter senken und den Gewinn mit 95 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Überdies hat R+V 2004 eine halbe Million Neukunden hinzu gewonnen. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres stand bei der Wiesbadener Versicherung die Umstellung auf die neuen Altersvorsorgeprodukte im Mittelpunkt. "Bis Ende Februar haben wir 4.500 Außendienstler auf die neuen Produkte geschult", erklärte R+V-Chef Dr. Jürgen Förterer heute auf der Bilanzpressekonferenz in Wiesbaden. "Und die Vertriebszahlen vom März zeigen: Das Neugeschäft zieht an."

Erstes Quartal 2005: steigendes Neugeschäft im März

10,9 Prozent Beitragswachstum in der Erstversicherung kann R+V im ersten Quartal 2005 vorweisen. Förterer zeigte sich zuversichtlich, dass die R+V Versicherung damit schon in den ersten Monaten des neuen Jahres die Basis für ein erneut überdurchschnittliches Wachstum lege.

Die R+V Lebens- und Pensionsversicherungen verzeichneten im ersten Quartal bei den gebuchten Beiträgen ein Plus von 23,5 Prozent. Dieses

hohe Wachstum resultiert teilweise aus dem Lebensversicherungsboom Ende 2004. Nach den erwarteten Rückgängen in den ersten beiden Monaten 2005 hat der Neugeschäftsbeitrag im März das Vorjahresergebnis bereits wieder erreicht. Wachstumsmotor in der Altersvorsorge war hierbei die betriebliche Altersversorgung.

Auch die Quartalszahlen für die Krankenversicherung mit einem Zuwachs von 14,3 Prozent und für den Schaden-/Unfallbereich mit einem Plus von 4,1 Prozent bei den gebuchten Beiträgen stimmen optimistisch.

Der entscheidende Vorteil der R+V liege in der engen Zusammenarbeit im genossenschaftlichen FinanzVerbund, erklärte der R+V-Vorstandsvorsitzende. 90 Prozent des Leben-Neugeschäfts wird über die Volksbanken und Raiffeisenbanken verkauft, im Kompositbereich sind es rund 65 Prozent. Zusätzliche Impulse kamen im Kfz- und Transportversicherungsgeschäft durch die Zusammenarbeit mit Straßenverkehrsgenossenschaften.

2004: R+V-Personenversicherer mit Rekordwachstum

Das vergangene Geschäftsjahr war geprägt von Rekordzahlen im Lebensgeschäft: Die R+V Lebens- und Pensionsversicherungen steigerten die Beiträge um 12,2 Prozent auf 3,74 Milliarden Euro. Damit schob sich R+V auf den zweiten Platz in der Rangfolge der größten deutschen Lebensversicherer vor, so der aktuelle Marktüberblick der Zeitschrift für Versicherungswesen.

Der Boom bei den Lebensversicherungen wurde ausgelöst durch das Alterseinkünftegesetz. Viele Kunden wollten sich noch die bis Ende 2004 geltenden steuerlichen Vorteile sichern und von der überdurchschnittlichen Rendite der R+V-Verträge profitieren: Die laufende Überschussbeteiligung der R+V Lebensversicherung AG beträgt seit 2004 unverändert 4,5 Prozent. Ebenfalls wichtig für die Kunden: Die Verwaltungskostenquote der R+V Lebensversicherer liegt seit Jahren deutlich unter dem Branchenschnitt. 2004 wurde sie weiter gesenkt auf 2,2 Prozent (2003: 2,4 Prozent).

Für die R+V Krankenversicherung war 2004 ein Jahr der Superlative: Mit einem Plus von 21 Prozent erreichte das Unternehmen absolut den höchsten Beitragszuwachs seit der Firmengründung 1987. Rund 60.000 neue Kunden ließen sich von der hohen Qualität und der günstigen Kostenstruktur der R+V Krankenversicherung überzeugen. In den Ratings des map-report erhielt R+V 2004 und 2005 zweimal in Folge die Spitzennote.

R+V-Schaden-/Unfallversicherer: Starkes Wachstum und Kosten im Griff

Die Schaden-/Unfallversicherer der R+V Gruppe erreichten mit einem Plus von acht Prozent 3,1 Milliarden Euro Beitragseinnahmen und wuchsen fünfmal so schnell wie die Branche (+1,6 Prozent). Die Aufwendungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres stiegen um 3,3 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.

Die Brutto-Schadenquote verharrte mit 69,9 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau. Die Schaden-Kosten-Quote (combined ratio) blieb mit 94,7 Prozent wieder deutlich unter 100 Prozent. Die Gesamt-Kostenquote - sie setzt die Kosten aus Vertrieb und Verwaltung in Relation zu den Prämien - konnte trotz des hervorragenden Neugeschäftes mit 24,4 Prozent um mehr als zwei Prozentpunkte gesenkt werden. Hauptverantwortlich dafür ist der deutliche Rückgang der Verwaltungskostenquote von 12,3 auf 10,8 Prozent.

R+V Rückversicherung: Konzentration auf ertragreiches Geschäft

Das in der R+V Gruppe gezeichnete Rückversicherungsgeschäft wuchs 2004 um 45,6 Prozent auf 967 Millionen Euro, da die Prämien von zwei Abrechnungsjahren addiert werden. Der Hintergrund: R+V bereitet sich auf die internationale Rechnungslegung vor und hat daher die bisherige, um ein Jahr zeitversetzte Bilanzierung im Schaden/Unfall Fremdgeschäft aufgegeben.

Bereinigt um diesen Sondereffekt wäre das Rückversicherungsgeschäft tatsächlich um 6,2 Prozent gesunken. "Das ist jedoch gewollt und entspricht unserer Strategie in der Rückversicherung", erklärte Förterer. "Wir konzentrieren uns auf ertragreiches Geschäft." Künftig legt die R+V Rück verstärkt den Schwerpunkt auf Europa und auf das Nicht-Lebengeschäft.

R+V-Konzern: Versicherungstechnik ausgeglichen - Kapitalanlageergebnis gesteigert

Das versicherungstechnische Bruttoergebnis in Höhe von 208 Millionen Euro spiegelt den relativ ruhigen Schadenverlauf des Geschäftsjahres 2004 wider. Das Ergebnis für eigene Rechnung schließt fast ausgeglichen ab mit minus einer Million Euro (2003: +33 Millionen Euro). Ein Grund für diesen Rückgang: R+V hat die Schwankungsrückstellungen um rund 16 Prozent auf 776 Millionen Euro erhöht.

Das Kapitalanlageergebnis steigerte sich um 4,2 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro. Der Bestand an Kapitalanlagen erhöhte sich im Konzern um 6,9 Prozent auf 38 Milliarden Euro. Die Kapitalanlagen sind überwiegend in festverzinsliche Werte investiert. Die durchgerechnete Aktienquote liegt bei zwölf Prozent. Nach vollständigem Abbau der stillen Lasten zeigten sich die bilanziell auszuweisenden stillen Reserven in den Kapitalanlagen um rund 700 Millionen Euro auf 1,77 Milliarden Euro gestärkt.

R+V-Konzern: Jahresüberschuss mehr als verdoppelt

Das erfolgreiche Jahr 2004 hat sich im Jahresüberschuss niedergeschlagen: 2004 konnte die R+V Versicherung ihr Ergebnis mit 95 Millionen Euro mehr als verdoppeln (2003: 44 Millionen Euro). "2005 strebt R+V einen Gewinn in dreistelliger Millionenhöhe an", zeigt sich Förterer zuversichtlich. "Das ist ein durchaus realistisches Ziel - sofern wir von größeren Turbulenzen an den Kapitalmärkten und von außergewöhnlichen Großschäden verschont bleiben."

Quelle: Pressemeldung R+V Versicherung AG

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