Bündnis Bahn für Alle feiert Aussetzen des Börsenganges der Bahn

09.12.2007 23:00 | Hamburg
Der Börsengang der Bahn wird verschoben. Dazu Winfried Wolf für das Bündnis "Bahn für Alle": "Das ist wirklich ein Grund zu feiern!" Bahn für Alle begrüßt, dass die die Bahn, zentrales Element der Daseinsvorsorge, zunächst nicht auch noch in den Börsenstrudel geworfen wird.

Der Börsengang der Bahn wird verschoben. Dazu Winfried Wolf für das Bündnis "Bahn für Alle": "Das ist wirklich ein Grund zu feiern!" Bahn für Alle begrüßt, dass die die Bahn, zentrales Element der Daseinsvorsorge, zunächst nicht auch noch in den Börsenstrudel geworfen wird. Dazu Wolf: "Das ist bei allem Schlimmen, was diese Finanzkrise mit sich bringt und vermutlich noch bringen wird, für die Bürger eine gute Meldung." Nach Meinung des Bündnisses "Bahn für Alle" ist eine Verschiebung etwa auf November halbherzig. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung beziffert das Bruttoanlagevermögen der Bahn-Transportsparte für 2006 mit 56 Milliarden Euro. Das für den Börsengang vorgesehene Viertel ist demnach 14 Milliarden Euro wert. Wenn im November aufgrund einer kurzen Pause im Sturm fünf Milliarden Euro an Investorengeldern zusammenkommen anstelle der jetzt befürchteten vier, so stellt das nach wie vor eine beispiellose Verschleuderung von Steuergeldern dar. "Bahn für Alle" meint: Die Bahn ist das Rückgrat eines öffentlichen Verkehrssystems. Sie muss gegenüber den anderen Verkehrsträgern massiv gefördert werden und nicht an der Börse verhökert - weder jetzt noch in Zukunft. Bahn für Alle fordert: Der Bahnbörsengang muss ganz ausgesetzt werden, seine Grundlagen müssen öffentlich neu debattiert werden. Dazu Carl Waßmuth, attac-Vertreter im Bündnis Bahn für Alle: "Wer behauptet, der Bahnbörsengang dürfe nicht im Wahlkampf zerrieben werden, der gräbt vor aller Augen an den Grundfesten unserer Demokratie." Bahn für Alle fordert die Politik auf, sich der Frage des öffentlichen Verkehrs und der dafür sinnvollen Struktur im Wahlkampf zu stellen. "Bahn für Alle" setzt sich seit drei Jahren ein für eine bessere Bahn in öffentlicher Hand. Entstanden als ein Bündnis von 16 Organisationen aus Globalisierungskritik, Umweltorganisationen, politischen Jugendverbänden und Gewerkschaften, arbeitet "Bahn für Alle" heute als Zusammenschluss von Organisationen und lokalen Gruppen. Die Mitgliedsorganisationen sind: Attac, "Bahn von unten", BUND, Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, Bürgerbahn statt Börsenbahn, die Grüne Jugend, die Grüne Liga, die IG Metall, Jusos in der SPD, Linksjugend Solid, NaturFreunde Deutschlands, Robin Wood, Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken, Umkehr, VCD Brandenburg und Verdi.

Quelle: Pressemeldung "ROBIN WOOD - Gewaltfreie Aktionsgemeinschaft für Natur und Umwelt e.V.

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