Credit Suisse: Limitierung von volkswirtschaftlichen Risiken durch Grossunternehmen

04.10.2010 | Zürich
Die Credit Suisse nimmt die heute von der Expertenkommission des Bundesrates vorgestellten Empfehlungen zu Massnahmen zur Lösung des "too big to fail"-Problems bei Grossbanken zur Kenntnis. Die Credit Suisse hat sich in den letzten zwei Jahren auf die aufsichtsrechtliche Entwicklung vorbereitet und die risikogewichteten Aktiven reduziert sowie ihr Kapital verstärkt.

Die Credit Suisse ist daher zuversichtlich, dass sie im vorgesehenen Zeitrahmen bis 2019 die sehr strengen Forderungen dank ihrer kundenorientierten, kapitaleffizienten Strategie durch den Aufbau von Kapital aus Gewinnen erfüllen kann.

Die Credit Suisse nimmt die Massnahmen, welche die Expertenkommission zur Limitierung von volkswirtschaftlichen Risiken durch Grossunternehmen in ihrem Bericht an den Bundesrat empfiehlt, zur Kenntnis. Die von der Expertenkommission empfohlenen Massnahmen stärken die Stabilität des Finanzsystems. Zudem sind sie geeignet zur Lösung des "too big to fail"-Problems bei den Grossbanken, ohne deren Wettbewerbsfähigkeit und diejenige des Schweizer Finanzplatzes über Massen zu beeinträchtigen.

Die Credit Suisse begrüsst, dass die Empfehlungen der vom Bundesrat eingesetzten Expertenkommission auf den internationalen Mindestvorschriften aufbauen, die der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht im September 2010 bekannt gegeben hat und die ab 2013 gestaffelt zur Anwendung kommen (Basel III). Die Vorschläge der Expertenkommission gehen jedoch deutlich über die Mindestanforderungen von Basel III und auch über den heute bestehenden Swiss Finish hinaus.

Die empfohlenen Massnahmen erfordern von den Grossbanken während der nächsten Jahre grosse Anstrengungen zur Stärkung der Qualität des Kapitals, da die Grundlage zur Einhaltung der Kapitalvorschriften eng definiertes Common Equity sein wird. Hierzu wird zu Recht eine angemessene Übergangsfrist bis zum 1. Januar 2019 eingeräumt. Würde man die neuen Regeln auf das bestehende Geschäftsportfolio der Credit Suisse mit den Basel-III-Risikogewichtungen - nach heutigem Verständnis, jedoch vor der Finalisierung von Basel III, welche im Dezember 2010 zu erwarten ist - anwenden, so wären auf CHF 400 Mia. Risikoaktiva 10% Common Equity und 19% Gesamtkapital vorzuhalten.

Die Credit Suisse hat sich über die vergangenen zwei Jahre auf die aufsichtsrechtliche Entwicklung vorbereitet. Im Hinblick auf regulatorische Verschärfungen hat die Credit Suisse ihre kundenorientierte, kapitaleffiziente Strategie entwickelt. In den letzten zwei Jahren wurden unter Basel II die risikogewichteten Aktiven um rund 30% reduziert, während die Tier-1-Ratio von 10,4% per 30. September 2008 auf 16,3% per 30. Juni 2010 verstärkt wurde. Damit gehört die Credit Suisse heute zu den am besten kapitalisierten Banken weltweit. Die Credit Suisse ist zudem überzeugt, dass sie ein attraktiver Emittent von bedingten Pflichtwandelanleihen (Contingent Convertible Bonds) sein wird, welche teilweise zur Erfüllung der Eigenmittelanforderungen eingesetzt werden können.

Die Credit Suisse ist deshalb zuversichtlich, trotz der einschneidenden Massnahmen die neuen Anforderungen durch den Aufbau von Kapital aus Gewinnen und mit dem Einsatz von Contingent Convertible Bonds termingerecht erfüllen zu können. Bei einer sehr disziplinierten Umsetzung ihrer auf Kundengeschäfte ausgerichteten und kapitaleffizienten Strategie geht die Credit Suisse heute davon aus, weder bei den Wachstumsplänen noch bei der Dividendenpolitik substanzielle Änderungen vornehmen zu müssen.

Anfragen: Media Relations Credit Suisse AG, Tel. +41 844 33 88 44, media.relations@credit-suisse.com Investor Relations Credit Suisse AG, Tel. +41 44 333 71 49, investor.relations@credit-suisse.com

Quelle: Pressemeldung Credit Suisse

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