DAB bank wird zur Vertriebsbank

29.01.2003 | München
Break Even Planung 2003 vorgestellt / Weiterentwicklung vom Transaktionsabwickler zur Vertriebsbank durch aktives und differenziertes Zugehen auf Kunden / Beratungsangebote über BtB - Netzwerk.

Durch aktiven Vertrieb will die DAB bank AG, München, zukünftig ihr Kundenpotential besser ausschöpfen und dabei mit Hilfe von Partnern auch professionelle und unabhängige Beratung anbieten. Ein entsprechendes Konzept stellte das Unternehmen heute auf einer Pressekonferenz in Frankfurt vor. Die DAB bank Gruppe verwaltete zum 31.12.2002 in Deutschland und Österreich 460.714 Depots mit einem Kundenvermögen von 9,38 Milliarden Euro und ist in ihrer Branche der drittgrößte Anbieter in Europa.

"Die Zukunft liegt in der Kombination eines aktiven Vertriebs mit den schlanken Strukturen einer Direktbank", erläuterte DAB-Vorstand Jens Hagemann das neue Konzept. "Wir warten nicht mehr nur, bis der Kunde über uns seine Wertpapiertransaktion abwickelt." Die DAB bank verfüge durch ihre an die Marktlage angepaßten Strukturen und die langjährige Erfahrung im Geschäft mit Vermögensverwaltern und Fondsvermittlern (BtB-Geschäft) über optimale Voraussetzungen, um den nächsten konsequenten Schritt in ihrer Entwicklung zu tun: Die Weiterentwicklung vom "Transaktionsabwickler" zur "Vertriebsbank".

Mit Hilfe eines neuen Customer-Relationship-Management-Systems (CRM) werde das Unternehmen die Bedürfnisse der Anleger genauer kennen lernen. Das Wissen um die Bedürfnisse der Kunden sei die Voraussetzung, diese aktiv und mit den passenden Produkten und Services anzusprechen. Die erste Stufe des CRM-Systems läuft seit November 2002. "Das Kerngeschäft der DAB bank bleibt die Transaktion", betonte Hagemann. Finanzstarke Endkunden und Toptrader sowie die BtB-Kunden hätten auch in den momentan unsicheren Börsenzeiten aktiv die DAB bank als Plattform genutzt, um sich direkt über Wertpapiere und Finanzprodukte zu informieren sowie schnell und preisgünstig zu handeln. In diesem Bereich habe die DAB bank auch im schlechten Börsenjahr 2002 gewinnbringend gearbeitet. "Die meisten unserer Kunden brauchen aber mehr als nur eine Transaktionsplattform. Deshalb entwickeln wir uns weiter zur Vertriebsbank", sagte Hagemann.

Zukünftig werde die DAB ihre Kunden nicht nur aktiv ansprechen, sondern auch den wachsenden Beratungsbedarf erfüllen. "Viele Kunden suchen nach Orientierung bei ihrer Finanzplanung - das haben wir in den letzten beiden Jahren gelernt", sagte Hagemann. Dabei gehe es um eine umfassende Beratung für alle Vermögensbereiche und Lebensphasen, die neben Fragen zum Wertpapierhandel auch Themen wie private Vorsorge und Alterssicherung einschließe. Diese professionelle und bankenunabhängige Beratung aus einer Hand werde die DAB bank über Partner anbieten und müsse deshalb nicht in eine eigene flächendeckende und teure Beratungsorganisation oder stationäre Vertriebswege investieren.

"Grundlage für die langfristige Umsetzung dieser Vorhaben, ist das Erreichen des Break Even in diesem Jahr", ergänzte DAB-Vorstand Matthias Sohler. Die notwendigen Maßnahmen für die Rückkehr zur Profitabilität der DAB bank seien im Geschäftsjahr 2002 abgeschlossen worden. Zentrale Maßnahmen seien die Verkäufe der Tochtergesellschaften Self Trade und Direkt Anlage Bank (Schweiz) sowie die in Deutschland durchgeführte Redimensionierung, die zu künftigen Einsparungen vor allem in den Bereichen Personal, IT und Wertpapierabwicklung führe, gewesen. Für das laufende Jahr erwarte die DAB bank keine nachhaltige Markterholung. "Sollte sich die Marktlage noch weiter eintrüben, haben wir vorgesorgt", ergänzte Sohler. Rund 15% der geplanten Gesamtausgaben würden nur dann getätigt, wenn es die Marktentwicklung zulasse.

"Die DAB bank hat das zurückliegende Jahr dazu genutzt, ihre Restrukturierung und Redimensionierung sowohl operativ als auch bilanziell abzuschließen", faßt Sohler zusammen. "Jetzt konzentrieren wir uns mit ganzer Kraft auf die Weiterentwicklung hin zu einer profitablen Vertriebsbank." Dazu gehöre auch, dass weiterhin in Bereiche investiert werde, die dem Kundennutzen dienen. So soll in 2003 ein eigener außerbörslicher Handelsplatz für Aktien ("First Choice Markt") aufgebaut, der Internetauftritt neu gestaltet und das Handelssystem noch einfacher und schneller gemacht werden.

Quelle: Pressemeldung DAB bank AG

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