Deutsche Bank Schiffsfinanzierung sehr erfolgreich in 2007

05.03.2008 | Frankfurt am Main
Die Deutsche Bank Schiffsfinanzierung (DB Shipping) setzt ihren Erfolgskurs fort. Die Geschäftsleitung, Ralf Bedranowsky, Annemarie Ehrhardt, Torsten Wagner und Tjark H. Woydt, berichtete heute in Hamburg über den Jahresabschluss 2007 der DB Shipping. Diese umfasst die Schiffshypothekenbank zu Lübeck AG (SHL) und die Abteilung Schiffskredite der Deutsche Bank AG.

"DB Shipping konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein weiteres Rekordergebnis erwirtschaften", sagte Tjark H. Woydt. Die Regulären Erträge stiegen um 5,5 Mio. Euro oder 10,8 Prozent auf 56,5 Mio. Euro an, das ist der höchste Betrag, den die Schiffsfinanzierung der Deutschen Bank je erwirtschaftet hat. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf 47,3 Mio. Euro, das sind 4,6 Mio. Euro oder 10,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil kapitalunabhängiger Erträge stabilisiert sich um die Marke von 40 Prozent. Die Geschäftsleitung zeigte sich mit diesem Ergebnis, im Umfeld von Wettbewerbsdruck und aktueller Kreditproblematik, sehr zufrieden.

Positiv wird das Kreditneugeschäft bewertet. Das Valutierungsvolumen stieg in 2007 auf 2,2 Mrd. Euro nach 1,6 Mrd. in 2006. Traditionell ist das DB Shipping Kreditportfolio gut diversifiziert und liegt zu rund 70 Prozent im Investmentgradebereich, wie Annemarie Ehrhardt erläuterte. Dank der guten Kundenbonität habe es auch in 2007 keinen Anlass zur Bildung von Risikovorsorgen gegeben.

"Für die Schifffahrt war 2007 ein gutes Jahr", sagte Ralf Bedranowsky. Er erwartet, dass das Wachstum auch in 2008 wieder von den asiatischen Staaten, insbesondere von China und Indien, getragen wird. Das Jahr 2007 bezeichnet er für die trockene Massengutschifffahrt (Bulker) als Rekordjahr. Rekorde wurden sowohl bei Charterraten, Schiffswerten, Neubaupreisen als auch in den Orderbüchern der Werften verzeichnet. Historische Höchstwerte bei Charterraten waren bedingt durch die weiter erhöhte Nachfrage Chinas nach Eisenerz sowie die weltweite Nachfrage nach Kohle auf hohem Niveau. In den Jahren 2009 bis 2012 ist mit einem erhöhten Tonnageangebot zu rechnen und damit einer Senkung der Charterraten.

Auch die Aussichten für den Offshore Drilling Markt seien mittelfristig positiv, so Bedranowsky. Infolge des anhaltend hohen Ölpreisniveaus ist die Nachfrage nach mobilen Bohrinseln und Bohrschiffen innerhalb der letzten zwei Jahre kontinuierlich gestiegen. Der Bedarf wird generell weiter zunehmen. Insbesondere werden Einheiten profitieren, die unter extremen Bedingungen wie in Regionen mit großen Wassertiefen und schwierigeren Umweltbedingungen eingesetzt werden können.

Die Unsicherheiten an den Finanzmärkten in den letzten Monaten führten auch zu einer spürbaren Verunsicherung bei den Reedern. Torsten Wagner versicherte: "DB Shipping bleibt auch in dieser Situation im Kreditgeschäft unverändert voll engagiert und blickt sehr zuversichtlich in das neue Geschäftsjahr." DB Shipping fokussiert sich neben den traditionellen heimischen und skandinavischen Märkten sowie einem personellen Ausbau der Agentur in Piräus zunehmend auf die aufstrebenden asiatischen Märkte. In Singapur als regionalem Zentrum soll ein DB Shipping Team aufgebaut werden.

Auch andere Bankprodukte gewinnen neben der Schiffsfinanzierung zunehmend an Bedeutung: Die Deutsche Bank hat in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Fondshaus Lloyd Fonds AG im letzten Jahr zwei Fonds mit einem Gesamtvolumen von über ca. 300 Mio. Euro platziert. Weiterhin begleitete die DB Shipping zwei Reedereien bei Börsengängen in Singapur im Gegenwert von insgesamt rund 340 Mio. Euro.

Quelle: Pressemeldung Deutsche Bank AG

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