Doppstadt leitet fristlose Entlassung von sieben Betriebsratsmitgliedern ein

15.08.2008 | Hamburg
Konsequentes Vorgehen gegen Beleidigung und Verunglimpfung.

Die Doppstadt Calbe GmbH hat am Freitag das Verfahren zur fristlosen Entlassung von insgesamt sieben Mitgliedern ihres Betriebsrats eingeleitet. Die Maßnahmen werden mit der aus unserer Sicht rechtswidrigen und unzumutbaren Verunglimpfung von Unternehmen und Unternehmensleitung begründet. Denn die Mitglieder des Betriebsrats haben dem Unternehmen und seiner Geschäftsführung "Aktives Mobbing" vorgeworfen. Dieser Vorwurf wurde im Zusammenhang mit dem Verfahren um die angestrebte fristlose Kündigung von mehreren Mitarbeitern des Unternehmens mehrfach und systematisch erhoben, denen das Unternehmen nach wochenlangen, detaillierten Recherchen massiven, systematischen Arbeitszeitbetrug vorgeworfen hatte. "Wir können die einfach ins Blaue hinein erhobenen Beleidigungen und Verunglimpfungen durch die Mitglieder des Betriebsrats nicht dulden", sagt Klaus Denkewitz, Geschäftsführer der Doppstadt Calbe GmbH. In den Reaktionen auf die Anhörungen, die eingeleitet worden waren zur Umsetzung der fristlosen Kündigungen gegen die fraglichen Mitarbeiter, denen systematischer Arbeitszeitbetrug vorgeworfen wird, hatte der Betriebsrat pauschal erwidert, es sei alles "initiiert" worden. "Indirekt wird also behauptet, alles sei Schikane", so Denkewitz.

"Damit werden Ursache und Wirkung verdreht, denn wir waren es, die feststellen mussten, dass seit langer Zeit die Produktionsleistung in dem fraglichen Betriebsteil nicht mehr stimmte. Und deshalb waren wir im Sinne des Unternehmens und zum Wohl unserer Mitarbeiter gezwungen, diesen Vorgängen nachzugehen." Es waren die Mitarbeiter, gegen die die Verfahren zur fristlosen Kündigung eingeleitet worden waren, die dem Unternehmen, sollte sich der Verdacht bestätigen, durch systematischen Arbeitszeitbetrug geschadet haben. Es war nicht die Unternehmensleitung, die die Vorgänge gedeckt hat, an denen auch Mitglieder des Betriebsrats und ein Ersatzmitglied des Betriebsrats beteiligt sind. Gegen drei Mitglieder des Betriebsrats wurden Abmahnungen wegen Arbeitszeitbetrugs ausgesprochen. "Es ist einfach unfassbar, was hier unter Betriebsratsarbeit verstanden zu werden scheint", so Denkewitz weiter. "Es ist nunmehr noch dringender erforderlich, dass ein Betriebsrat von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Unternehmens neu gewählt wird; ein Betriebsrat, der auch wirklich das Vertrauen der Belegschaft genießt," so Denkewitz. "Wir konnten feststellen, dass unsere Maßnahmen in der Belegschaft auf große Zustimmung und auch Erleichterung getroffen sind."

Quelle: Pressemeldung german communications dbk ag

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