ERSTE-SPARINVEST sieht nach Börsen-Korrektur Kaufgelegenheit bei Aktienfonds

28.04.2010 | Wiesloch
Griechenland untergeordnete Position in ESPA-Staatsanleihenfonds

Von den Problemen mit den griechischen Staatsfinanzen sind nun nach den griechischen Staatsanleihen auch andere Anlageklassen betroffen. Die Marktpreise griechischer Staatsanleihen enthalten bereits einen hohen Risikoabschlag für den Fall einer Restrukturierung der Schulden. In den Anleihefonds der ERSTE-SPARINVEST, die sich als Benchmark am Index der gesamten europäischen Staatsanleihen orientieren, nimmt Griechenland nur eine untergeordnete Position ein. Die Gewichtung der "PIIGS (Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien) -Staaten"(sowohl einzeln als auch in Summe) in den ESPA-Fonds liegt unter dem Vergleichsindex des Gesamtmarktes. Die durch die Marktunsicherheit bedingte Kurskorrektur ist in den Fondspreisen bereits taggleich enthalten.

Auch die Aktienmärkte haben gestern eine Korrekturphase begonnen, die noch eine Zeit lang andauern könnte. Die ERSTE-SPARINVEST sieht diese Korrekturphase grundsätzlich positiv, da sie dazu beitrage, spekulative Erscheinungen an den Märkten zu entfernen.

Laut ERSTE-SPARINVEST Chefstratege (CIO) Harald Egger liege die Kunst nun darin, zu erkennen, ob es sich um eine Trendwende an den Börsen handelt oder "nur" um eine Korrektur: "Im Moment gehen wir von einer Korrektur aus. Die Kurse sollten noch ein wenig nachgeben, bevor der Aufwärtstrend wieder aufgenommen werden kann", betont Egger in einer aktuellen Stellungnahme zu den Ereignissen in Griechenland.

Für den deutschen Aktienindex (DAX) wird ein Korrekturpotenzial in den Bereich 5.800-5.870 gesehen. Sollte die 200-Tagesdurchschnittslinie (5.707) unterbrochen werden, wäre Vorsicht angebracht. Für den österreichischen Aktienindex (ATX) könnte eine Korrektur in den Bereich 2.400-2.450 hineinlaufen. Sollte diese Marke nicht gehalten werden, muss mit weiteren Rückschlägen auf 2.200-2.250 gerechnet werden. Beim Standard & Poor"s (S & P) Index der 500 wichtigsten börsennotierten US-Unternehmen liegt das Korrekturpotenzial bis zur 1.100-Marke. Halten die 1.080 nicht, muss mit weiteren Rückgängen bis auf knapp 1.000 gerechnet werden.

Mit ein Grund, weshalb die ERSTE-SPARINVEST derzeit "nur" mit einer Korrektur und nicht mit einer Trendwende rechnet, ist die starke Gewinnentwicklung, insbesondere in den USA und in Asien. Seit den Tiefstständen zu Beginn des Jahres haben sich die Gewinne in den USA um mehr als 50% verbessert. Auch die aktuellen Gewinnberichte fallen deutlich besser aus als erwartet.

Die aktuelle Unsicherheit in Europa hat auch auf die Währungen einen signifikanten Einfluss. Der Euro verliert an Wert, eine Tendenz die sich mit großer Wahrscheinlichkeit weiter fortsetzen könnte, so Egger. Investoren sollten sich auf Kaufgelegenheiten bei Aktienfonds einstellen, wenn die oben genannten Niveaus in den Indizes erreicht werden. Die ERSTE-SPARINVEST spricht sich im aktuellen Marktumfeld für eine Diversifikation in Länder außerhalb des Euro-Raums, um vom schwachen Euro zu profitieren. US-Aktien (ESPA STOCK AMERICA), Aktien aus dem Bereich Gesundheitswesen (ESPA STOCK PHARMA, ESPA STOCK BIOTEC, ESPA BEST OF HEALTHCARE) oder Technologie-Werte (ESPA STOCK TECHNO) kämen dafür genauso in Frage wie der in asiatischen Werten investierte Fonds ESPA STOCK ASIA INFRASTRUCTURE,

den Egger für eine interessante Beimischung hält.

Quelle: Pressemeldung MLP Finanzdienstleistungen AG

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