Einstieg von Stadtwerke München, RWE Innogy und RheinEnergie in solarthermisches Kraftwerk Andasol 3

10.07.2009 | Erlangen
Konsequente Umsetzung des Geschäftsmodells durch Einstieg der Großinvestoren in die Projektgesellschaft Andasol 3 / Tochterunternehmen Flagsol liefert Technologie; Gemeinschaftsunternehmen mit MAN Ferrostaal verantwortet Kraftwerksbau / Geplante Inbetriebnahme 2011 / Sonnenstrom aus den Andasol-Kraftwerken für rund eine halbe Millionen Menschen

In das von der Solar Millennium AG (ISIN DE0007218406) in Südspanien entwickelte und im Bau befindliche Parabolrinnen-Kraftwerk Andasol 3 sind heute weitere Investoren eingestiegen. Dazu veräußert die gemeinsam mit der MAN Ferrostaal AG gehaltene Vorschaltgesellschaft Solanda GmbH 74 % ihrer Anteile an der Projektgesellschaft von Andasol 3, Marquesado Solar S.L., an Energieversorgungsunternehmen. Die Stadtwerke München beteiligen sich mit 48,9 %, RWE Innogy und RheinEnergie über eine gemeinsame Vorschaltgesellschaft mit 25,1 % (RWE Innogy: 51 %, RheinEnergie: 49 %) an der Projektgesellschaft. Die übrigen 26 % verbleiben weiterhin im Besitz der Vorschaltgesellschaft Solanda GmbH, die von MAN Ferrostaal (61,5 %) und Solar Millennium (38,5 %) gehalten wird.

Bei den Andasol-Projekten handelt es sich um drei Parabolrinnen-Kraftwerke in Andalusien, die von der Solar Millennium AG initiiert und entwickelt wurden. Die Technologie für das Solarfeld kommt bei allen drei Kraftwerken von der Solar Millennium Tochter Flagsol GmbH, Köln. Während Andasol 1 und 2 zusammen mit einem spanischen Anlagenbau-Unternehmen realisiert wurden und bereits Strom produzieren, befindet sich Andasol 3 im Bau und soll 2011 ans Netz gehen. Bei Andasol 3 zeichnet Solar Millennium über ein Gemeinschaftsunternehmen mit MAN Ferrostaal, der MAN Solar Millennium GmbH, und in Zusammenarbeit mit der spanischen Duro Felguera S.A. erstmals für den Kraftwerksbau verantwortlich. Die drei Andasol-Kraftwerke werden rund eine halbe Millionen Menschen mit umweltfreundlichem Strom versorgen.

Christian Beltle, Vorstandsvorsitzender von Solar Millennium, freut sich über den Einstieg der Investoren: "Durch unseren frühen Markteintritt verfügen wir über umfassendes Know-how in Entwicklung und Realisierung solarthermischer Kraftwerke. Sowohl in Spanien als auch in Ägypten haben wir die Solartechnologie für die jeweils ersten Parabolrinnen-Kraftwerke geliefert. Dass wir jetzt mit vier deutschen Spitzenunternehmen an einem Strang ziehen, ist eine schöne Bestätigung unserer bisherigen Arbeit."

Thomas Mayer, Finanzvorstand von Solar Millennium, ergänzt: "Mit dem Einstieg von Investoren in die Projektgesellschaft von Andasol 3 wird unser Geschäftsmodell eindrucksvoll bestätigt. Anders als bei Andasol 1 und 2, die zu 80 Prozent durch Banken fremdfinanziert wurden, haben wir seit dem letztem Jahr bei neuen Kraftwerksprojekten verstärkt zwei weitere Finanzierungsmodelle verfolgt, die Eigenkapitalfinanzierung durch Großinvestoren und Fondsmodelle. Wir freuen uns, dass wir so renommierte Energieversorgungsunternehmen als Investoren gewinnen konnten. Unsere Finanzierungsvarianten sind unser Erfolgsgarant auch in schwierigen Finanzmarktzeiten."

Dr. Wolfgang Knothe, Mitglied des Management Boards von Solar Millennium und zuständiger Geschäftsführer der gemeinsamen Anlagenbautochter mit MAN Ferrostaal: "Bei Andasol 3 decken wir die gesamte Wertschöpfungskette solarthermischer Kraftwerke von Entwicklung, Technologie, Finanzierung und Kraftwerksbau bis hin zum Betrieb ab. Wir kombinieren somit in idealer Weise die Kernkompetenzen von Solar Millennium und von MAN Ferrostaal im Großanlagenbau."

Quelle: Pressemeldung Solar Millennium AG

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