Eurohypo-Studie: Europäische Integration führt nicht zu Angleichung von Immobilienzyklen

22.03.2007 | Eschborn
"Römische Verträge" legten aber Grundstein für weltweit zweitgrößten Immobilienmarkt mit einheitlicher Währung

Die vor 50 Jahren mit der Unterzeichnung der "Römischen Verträge" begonnene wirtschaftliche Einigung Europas hat nach Einschätzung der Analysten der Eurohypo nicht zu einer Angleichung der Zyklen an den nationalen Immobilienmärkten geführt. Zwar sei mit den Verträgen zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomenergiegemeinschaft (Euratom) ein Prozess angestoßen worden, der letztlich auch den weltweit zweitgrößten Immobilienmarkt einheitlicher Währung mit geschaffen habe. Unabhängig vom weiter fortschreitenden europäischen Integrationsprozess dürften aber auch künftig nationale und regionale Gegebenheiten die Entwicklung der Immobilienmärkte beeinflussen, schreibt Dr. Marcus Cieleback, Head of Research des Eurohypo-Bereichs Real-Estate Appraisal and Consulting (RAC) in einer zum 50. Jahrestag der Verträge veröffentlichten Studie.

"Trotz der voranschreitenden europäischen Integration kann von einer generellen Angleichung der Immobilien-Zyklen in Europa oder der Euro-Zone nicht gesprochen werden", schreibt Cieleback. Die weiter vorhandenen Diversifikationspotenziale würden unter anderem an den Korrelationskoeffizienten der Bürospitzenmieten in Relation zum Standort Frankfurt deutlich. Diese Korrelation habe in den vergangenen vier Jahren deutlich abgenommen.

Dennoch hat der europäische Wirtschafts- und Währungsraum - zu dessen Etablierung die "Römischen Verträge" den Anstoß gegeben haben - nach Einschätzung Cielebacks auch die Position der europäischen Immobilienmärkte im globalen Vergleich nachhaltig gestärkt. Den größten Einfluss schreibt Cieleback dabei der Einführung des Euro im Jahr 1999 zu: "Mit seinen aktuell 13 Mitgliedsländern ist in Europa ein Währungsraum entstanden, in dem mit rund 4.037 Mrd. USD rund zwei Drittel des für Investmentzwecke zur Verfügung stehenden Immobilienbestands Europas (inklusive Türkei und Russland) liegen. Die Euro-Zone stellt somit nach den USA, dem weltweit größten Immobilienmarkt mit 5.167 Mrd. USD, den zweitgrößten Immobilienmarkt mit einheitlicher Währung dar."

Quelle: Pressemeldung Eurohypo Aktiengesellschaft

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