Generali Versicherungen: Fusionsjahr gut bewältigt.

22.03.2004 | Köln
Die seit dem 12. Februar 2004 als Generali Versicherungen firmierenden ehemaligen Thuringia Generali Versicherungen haben die Zusammenführung von Thuringia, Generali Lloyd und Savag gut bewältigt.

"Wir sind auf dem richtigen Weg und haben nicht zuletzt durch die Umfirmierung in Generali Versicherungen eine hervorragende Ausgangssituation, um unsere Position auf dem deutschen Markt weiter zu verbessern," so der Vorstandsvorsitzende der Generali Versicherung AG und der Generali Lebensversicherung AG, Dr. Wilhelm Kittel, auf der heutigen Bilanzpressekonferenz in München. Die zur AMB Generali Gruppe gehörenden Generali Versicherungen erzielten im Geschäftsjahr 2003 - trotz massiver interner Umstrukturierungen und der gesamtwirtschaftlich schwierigen Situation - in der Schaden- und Unfallversicherung ein zufriedenstellendes, in der Lebensversicherung ein Spitzenergebnis.

Besonders erfreulich ist, dass der Münchner Service-Versicherer durch ein konsequentes Restruktrierungsprogramm die Combined Ratio um 16 Prozentpunkte auf 99,5% absenken konnte. "Unsere Sanierungsmaßnahmen in der Kompositversicherung greifen. Damit sind wir gut gerüstet für den künftigen Wettbewerb."

Für das Jahr 2004 erwarten die Generali Versicherungen eine weitere Verbesserung der Combined Ratio und eine deutliche Steigerung des Jahresüberschusses.

Ergebnisse der Generali Versicherung AG

Die Vergleichszahlen des Gesamtjahres 2002 beinhalten im Unterschied zu den letztjährigen Abschlusszahlen die vollständigen Geschäftsjahre der drei fusionierten Gesellschaften.

Erfreuliches Neugeschäft in SUH

Das Neugeschäft in den SUH (Sach, Unfall, Haftpflicht)-Sparten stieg im Geschäftsjahr um 5,7% auf 42,1 Mio. Euro Jahresbeitrag. Besonders hervorzuheben ist der erneut deutliche Anstieg in der Sparte Unfall (+ 8,6%). In der Kraftfahrtsparte ergab sich ein vor allem sanierungsbedingter Rückgang von 24,1% auf 81,6 Mio. Euro.

Beitragseinnahmen in Komposit zu Gunsten der Bestandsqualität zurückgefahren

Die Beitragsentwicklung der Generali Versicherung AG ist durch konsequente Sanierungsmaßnahmen in der Kraftfahrt- und der Industrieversicherung gekennzeichnet. Im Zuge der Portefeuillebereinigungen entwickelten sich die Bruttobeitragseinnahmen mit -19,8% auf 1,06 Mrd. Euro planmäßig rückläufig. Im selbst abgeschlossenen Geschäft betrugen die Beitragseinnahmen der Generali Versicherung AG 958,4 Mio. Euro. Hier war ein Rückgang um 18,6% festzustellen. Ferner wirkten sich der zum 31.12.2002 beendete Mitversicherungsvertrag mit dem Volkswagen-Versicherungsdienst (VVD) sowie der weiter vorangetriebene Rückzug aus dem Industriegeschäft aus. Infolge veränderter Rückversicherungsbeziehungen innerhalb der AMB Generali Gruppe sanken die Brutto-Beitragseinnahmen für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft planmäßig um -28,6% auf jetzt 105,4 Mio. Euro.

Günstige Schadenentwicklung

Die Schadenentwicklung des Jahres 2003 verlief erheblich günstiger als im Vorjahr, das mit der Flutkatastrophe im August und den Sturmereignissen im Herbst maßgeblich von Unwetterschadenereignissen geprägt war.

Insgesamt wurden bei der Gesellschaft im Jahr 2003 rund 398.000 Schadenfälle gemeldet (Vorjahr: 464.000). Der Bruttoschadenaufwand im direkten Geschäft ging um 34,2% auf 623,5 Mio. Euro zurück (Vorjahr 947,7 Mio. Euro inkl. VVD). Die Brutto-Schadenquote - Schadenaufwand in Relation zu den verdienten Beiträgen - über alle Versicherungszweige hinweg ist von 79,8% auf 64,0% gesunken. Die Brutto-Schadenquote im gesamten Geschäft ging von 79,2% auf 65,7% zurück.

Aufwendung für den Versicherungsbetrieb deutlich gesenkt

Als erstes Ergebnis der umfangreichen Maßnahmen zur Kostensenkung im Rahmen der Fusion sind die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb im selbst abgeschlossenen Geschäft brutto um über 81 Mio. Euro auf 346,2 Mio. Euro gesunken (-19,0%). Die Betriebsaufwendungsquote wurde auf 35,5% reduziert.

Turnaround beim versicherungstechnischen Ergebnis

Im selbstabgeschlossenen Geschäft wurde die Combined Ratio (brutto, vor Schwankungsrückstellung) durch die Sanierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen von 115,5% im Vorjahr um 16 Prozentpunkte auf 99,5% gesenkt. Damit hat die Generali Versicherung AG den versicherungstechnischen Turnaround schon im Fusionsjahr geschafft.

Kapitalanlagen

Im Jahr 2003 konnte ein Nettoergebnis aus den Kapitalanlagen in Höhe von 87,2 Mio. Euro erzielt werden. Die Nettoverzinsung betrug im Geschäftsjahr 5,2%.

Der Kapitalanlagen-Bestand ging von 1,70 Mrd. Euro auf 1,63 Mrd. Euro zurück (-3,7%). Die Aktienquote stieg von 9,4% auf 11,7%.

An Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr 22 Mio. Euro vorgenommen. Der Großteil entfiel dabei auf die Beseitigung stiller Lasten des Jahres 2002.

Jahresüberschuss

Nach einem fusionsbedingten Jahresfehlbetrag nach Steuern im Jahre 2002 von 166,0 Mio. Euro wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003 bereits ein ausgeglichenes Gesamtergebnis erzielt.

Ergebnisse der Generali Lebensversicherung AG

Starkes Wachstum im Neugeschäft

Der Neuzugang in Beitragssumme wurde von 1,80 Mrd. Euro in 2002 um 18,8% auf 2,14 Mrd. Euro im Berichtsjahr gesteigert. Der Neuzugang in laufenden Jahresbeiträgen ist im Jahr 2003 um 25,1% von 82,6 Mio. Euro auf 103,4 Mio. Euro gestiegen. Das gesamte eingelöste Neugeschäft einschließlich der Einmalbeiträge erhöhte sich auf 292,8 Mio. Euro.

Die gebuchten laufenden Beiträge stiegen um 1,9% auf 635,9 Mio. Euro (Vorjahr 624,1 Mio. Euro), während sich die Einmalbeiträge von 223,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 188,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr reduzierten. Die gesamten gebuchten Beiträge liegen dadurch bedingt mit 824,1 Mio. Euro um 2,8% unter dem Vorjahreswert (847,6 Mio. Euro).

Der Versicherungsbestand hat sich in 2003 gegenüber dem Vorjahr um 7,1% auf 40,1 Mrd. Euro Versicherungssumme erhöht.

Die Abschlussaufwendungen stiegen, bedingt durch den erheblichen Ausbau des Neugeschäftes, im Vergleich zu 2002 um 16,7%. Die Abschlusskostenquote ging von 5,2% im Vorjahr auf 5,1% im Geschäftsjahr zurück.

Kapitalanlagen: Stille Lasten aus Börsenkrise vollständig beseitigt

Der Bestand an Kapitalanlagen stieg in 2003 um 2,7% auf 8,68 Mrd. Euro an. Der Anteil der in Aktien gehaltenen Kapitalanlagen verringerte sich von 6,4% auf 5,2%.

Aus dem Abgang von Kapitalanlagen wurden Gewinne in Höhe von 160,9 Mio. Euro realisiert. Das Nettoergebnis stieg auf 465,5 Mio. Euro (Vorjahr 398,3 Mio. Euro). Die Nettoverzinsung belief sich auf 5,4% . Die Gesellschaft verfügt über Bewertungsreserven von 305,0 Mio. Euro, die Bewertungsreservequote liegt bei 3,5%.

Die Abschreibungen gingen von 174,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 110,4 Mio. Euro in 2003 zurück. Damit wurden die in 2002 entstandenen stillen Lasten komplett beseitigt.

Jahresüberschuss steigt auf 15 Mio. Euro

Der Rohüberschuss nach Steuern inklusive der Direktgutschrift ist für das Geschäftsjahr 2003 um 8,1% auf 196,7 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr 181,9 Mio. Euro). Die Zuführungsquote zur RfB beträgt nach einer erneuten Steigerung jetzt 92,4%.

Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung beträgt 15 Mio Euro (im Vorjahr 14,3 Mio. Euro).

Ausblick auf 2004

Dr. Kittel: "Mit der Alleinmarkenstrategie werden wir unsere Position als großer, starker Finanzdienstleister in Deutschland weiter ausbauen."

Zielgruppen der Generali Versicherungen sind Privatkunden, gewerbliche und mittelständische Betriebe. In der Lebensversicherung liegt der Schwerpunkt in der privaten und betrieblichen Altersversorgung.

Für 2004 - so Dr. Kittel - "erwarten wir im Neugeschäft Leben wieder ein überdurchschnittliches Wachstum. Im Kompositbereich wird in den SUH-Sparten ein marktkonformes Wachstum angestrebt. Dabei rechnen wir, auch bedingt durch unser Kostensenkungsprogramm, mit einer weiteren Verbesserung der Combined Ratio sowie in der Sachgesellschaft insgesamt mit einem zweistelligen Millionenbetrag als Jahresüberschuss."

Die Zahlen der ersten beiden Monate des Geschäftsjahres 2004 verstärken die positive Einschätzung: Im Neugeschäft wurde in den SUH-Sparten ein Plus von 27%, in Leben ein Plus von 15% erreicht.

Diese optimistische Geschäftserwartung wird auch durch die Investition von rund 125 Mio. Euro in eine neue Hauptverwaltung unterstrichen, in der im Herbst 2005 sämtliche Mitarbeiter am Standort München ihren Arbeitsplatz haben.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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