Geschäftsergebnisse 2000

19.03.2001 | Köln
Die Beitragseinnahmen der Generali Lloyd Lebensversicherung AG für 2000 bleiben auf dem Niveau des Boom-Jahres 1999. Durch die konsequente Sanierung in der Kraftfahrt- und Feuerversicherung verzeichnet die Generali Lloyd Versicherung AG eine Verbesserung des Schadenverlaufes bei weiterhin rückläufiger Beitragsentwicklung. Die Integration in die Aachener und Münchener Gruppe ist weitgehend vollzogen.

Die durch die Steuerdiskussion ausgelöste außergewöhnlich positive Entwicklung des Lebensversicherungsgeschäftes im Jahre 1999 prägte den Beitragsverlauf des Jahres 2000.

Die gebuchten Bruttobeiträge der Generali Lloyd Lebensversicherung im Geschäftsjahr 2000 erreichten mit 1.852,2 Mio. DM fast das Vorjahresniveau (-0,6% im Vergleich zum Vorjahr). Davon stiegen die Lebensversicherungen mit laufendem Beitrag um 9,0% auf 1.166,3 Mio. DM. Die Einmalbeiträge reduzierten sich um 13,6% auf 685,8 Mio. DM. Das Kollektivgeschäft verlief besonders positiv mit einem Beitragszuwachs von 28,5% auf 292,6 Mio. DM.

Der Neuzugang nach laufendem Beitrag entwickelte sich 2000 besser als der Marktdurchschnitt und erreichte 177,0 Mio. DM (- 14,0% zum Vorjahr). Der Neuzugang im Einmalbeitrag reduzierte sich um 23,9% auf 604,3 Mio. DM. Der gesamte Neuzugang in Versicherungssumme sank um 17,2% auf 10.538,9 Mio. DM. Bezogen auf das gesamte Geschäftsjahr 2000 bestätigte sich der Trend einer Verlagerung von Kapital zu Rentenversicherungen.

Die Stornoquote erhöhte sich geringfügig auf 5,0%.

Der Gesamtbestand erhöhte sich um 11,7% auf 57.409,6 Mio. DM.

Die Leistungen für Versicherungsfälle brutto erhöhten sich bedingt durch hohe Ablaufleistungen aus alten Beständen um 19,2% auf 1.063,7 Mio. DM.

Die Abschlussaufwendungen entsprachen 5,4% der Beitragssumme des Neugeschäftes.

Der Verwaltungskostensatz betrug 3,3% der Beitragseinnahmen.

Die Kapitalanlagen am 31.12.2000 erhöhten sich um 6,2% auf 15.293,5 Mio. DM im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahre 2000 wurden laufende Erträge aus Kapitalanlagen in Höhe von 1.032,2 Mio. DM erzielt. Die Verzinsung der Kapitalanlagen lag erheblich über dem Rechnungszins. Die laufende Durchschnittsverzinsung nach der Berechnungsmethode des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. belief sich auf 6,7%. Es wurde eine Nettoverzinsung von 7,5% erreicht.

Der Jahresüberschuss betrug 15,0 Mio. DM. Hiervon wird ein Betrag in Höhe von 10.511 TDM an die Aktionäre ausgeschüttet, sowie ein Betrag in Höhe von 4.489 TDM in andere Gewinnrücklagen eingestellt.

Die Zahl der Beschäftigten zum 31.12.2000 wuchs um 24 Mitarbeiter auf 294.

Im Laufe des Jahres 2001 plant die Generali Lloyd Lebensversicherung AG schwerpunktmäßig die Einführung von Produkten, die sowohl als Einzel- als auch als Gruppenversicherungsangebot den Anforderungen für eine Förderung im Rahmen des Altersvermögensgesetzes entsprechen. Im gleichen Zusammenhang ist auch die Gründung eines Pensionsfonds geplant. Darüber hinaus soll eine weitere Verbesserung der Bedingungen für die Deckung des Berufsunfähigkeitsrisikos kurzfristig realisiert werden. Seit Januar 2001 ist die Generali Lloyd Lebensversicherung AG auch Produktgeber der THURINGIA Versicherungs-AG. Durch die Schlagkraft der THURINGIA Vertriebsorganisation werden zusätzliche Wachstumsimpulse erwartet.

Generali Lloyd Versicherung AG

Zu den wichtigsten Einflußfaktoren des Geschäftsergebnisses 2000 zählen die Fortsetzung der Sanierung der Kraftfahrversicherungssparte - insbesondere des Flottengeschäftes - und der Feuerversicherungssparte sowie die Auswirkungen des starken Wettbewerbes auf das Privatkundengeschäft.

Die gebuchten Bruttobeiträge reduzierten sich um 7,8% auf 1.533,3 Mio. DM. Davon sanken die gebuchten Bruttobeiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft in der Kraftfahrtversicherung um 11,7% auf 781,2 Mio. DM.

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft verringerten sich 2000 erheblich unter Berücksichtigung einer angemessenen Dotierung der versicherungstechnischen Rückstellungen auf 1.242,9 Mio. DM (-17,6% zum Vorjahr). Durch den Einfluss der Sanierungsmaßnahmen reduzierten sich die Aufwendungen für Versicherungsfälle im Vergleich zum Vorjahr in der Kraftfahrtversicherung um 22,6% und in der Feuer-Industrie-Versicherung um 40,0%. Bezogen auf die verdienten Beiträge konnte eine erhebliche Reduzierung der Brutto-Schadenquote um 9,8 Prozentpunkte auf 79,9% und eine Netto-Schadenquote um 10,9 Prozentpunkte auf 79,4% erreicht werden.

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb verringerten sich um 3,2% auf 494,0 Mio. DM. Durch den starken Prämienverlust erhöhte sich die Brutto-Kostenquote in bezug auf die verdienten Beiträge von 30,4% im Jahre 1999 auf 31,7%. Nach Veränderung der Schwankungsrückstellungen ergab sich ein versicherungstechnischer Nettoverlust von -134,6 Mio. DM (Vorjahr -180,5 Mio. DM).

Die Kapitalanlagen erhöhten sich zum 31.12.2000 um 4,3% auf 1.957,0 Mio. DM. Im Berichtsjahr konnten laufende Erträge aus Kapitalanlagen in Höhe von 132,2 Mio. DM erzielt werden.

Nach den Erträgen und Aufwendungen der nichtversicherungstechnischen Rechnung ergibt sich ein Jahresüberschuss nach Steuern von 0,5 Mio. DM. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 1,1 Mio. DM, welcher auf das nächste Geschäftsjahr vorgetragen wird.

Zum 31.12.2000 waren 1.328 Mitarbeiter beschäftigt, 40 weniger als im Vorjahr.

Im Jahr 2001 will die Generali Lloyd Versicherung AG ihre Ertragssituation, insbesondere in der Kraftfahrtversicherung, weiter verbessern. Somit wird ein nochmaliger Beitragsrückgang erwartet.

Dialog Lebensversicherungs-AG

Trotz schwieriger gewordener Rahmenbedingungen in der Branche, konnte sich die Dialog Lebensversicherungs-AG im Jahr 2000 wieder erfolgreich am Markt behaupten. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich um 3,9% auf 245,6 Mio. DM. Das Neugeschäft nach laufendem Beitrag reduzierte sich um 25% auf 24,6 Mio. DM. Der gesamte Neuzugang in Versicherungssumme erreichte 4.435,0 Mio. DM (im Vorjahr 5.093,7 Mio. DM).

Der Gesamtbestand wuchs um 9,2% auf eine Versicherungssumme von 30.004,3 Mio. DM.

Die Leistungen für Versicherungsfälle brutto erhöhten sich um 13,6% auf 47,0 Mio. DM.

Die Abschlusskosten sind mit 6,16% der gebuchten Beiträge leicht gestiegen.

Die Verwaltungskosten betrugen 1,78% der gebuchten Beiträge und liegen somit deutlich unter dem Branchenwert. Die Kapitalanlagen erhöhten sich im Geschäftsjahr um 10,3% auf 459,8 Mio. DM. Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen betrugen 26,3 Mio. DM. Für den Zeitraum 1998 bis 2000 betrug der Dreijahresdurchschnitt der Nettoverzinsung 7,25%. Der Jahresüberschuss betrug 1,1 Mio. DM.

Dialog Sachversicherungs-AG

Die Bruttobeitragseinnahmen, die zu 96,9% aus Kraftfahrtversicherungsgeschäft bestehen, sind um 1,4% auf 51,7 Mio. DM gestiegen. Die Bruttoschadenquote beträgt 94,3% (im Vorjahr 94,5%) die Nettoschadenquote 96,2% (im Vorjahr 98,0%). Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft betrugen 14,3% (im Vorjahr 14,7%) der gebuchten Beiträge. Die Kapitalanlagen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 9,2% auf 65,2 Mio. DM erhöht. Die laufenden Erträge betrugen 5,1 Mio. DM. Das versicherungstechnische Ergebnis netto nach Schwankungsrückstellungen ergab einen Verlust von 4,8 Mio. DM. Nach den Erträgen und Aufwendungen der nichtversicherungstechnischen Rechnung ergibt sich ein Verlust vor Steuern von 22,6 TDM. In diesem Jahr wird, im Rahmen der Integration der Generali Lloyd Versicherungen in die Aachener und Münchener Gruppe, die Dialog Versicherungs-AG in die Generali Lloyd Versicherung AG eingegliedert.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

Dieser Beitrag wurde bisher 58 mal gelesen.
(Rang 823 auf investmentbanking-news.de)

Klicken Sie hier um zum Anfang der Seite zu gelangen.

Weitere News

Caprolactam-Fabrik in Ludwigshafen feiert 50-jähriges Jubiläum

11.11.2011 | BASF weltweit größter Hersteller von Caprolactam Betriebskompetenz und Verbund-Strategie sorgen für hohe...

weiter in Caprolactam-Fabrik in Ludwigshafen ...

Volkswagen Konzern steigert Auslieferungen per Oktober um 13,8 Prozent auf 6,80 Millionen Einheiten

11.11.2011 | Einzelmonat Oktober mit 688.000 Auslieferungen und 12,4 Prozent Plus. Konzernvertriebschef Klingler:...

weiter in Volkswagen Konzern steigert ...

Politik will Investmentbereich von Banken abspalten

03.11.2011 | Das Investmentbanking steht in der Bundesrepublik Deutschland möglicherweise vor grundlegenden Änderungen. Die...

weiter in Politik will Investmentbereich von ...

"Zickzackkurs" der Aktienmärkte hält an

15.06.2011 | Es sind nicht die Nachrichten aus Europa, die die Investoren veranlasst haben, kurzfristig wieder in die...

weiter in "Zickzackkurs" der Aktienmärkte ...

Urban Quality Award: Eurohypo prämiert beispielhafte Stadtentwicklung

09.05.2011 | Wie schon in den Jahren 2006 bis 2009 zeichnet die Eurohypo AG in diesem Jahr herausragende Projekte in...

weiter in Urban Quality Award: Eurohypo ...



Aktuelles

Keine neuen Belastungen für Wormser Unternehmen

Wensch: Pläne zur Gestaltung des kommunalen...

weiter ...

ABO Wind bietet für weitere 5 Millionen Euro Genussrechte an

Bereits seit sieben Jahren investieren Anleger mit Beträgen...

weiter ...

Verschiedenes

BITKOM fordert bessere Bedingungen für Firmengründer

Hightech-Verband unterstützt "Gründerwoche Deutschland"...

weiter ...

Festgeld: Rückzug in die Sicherheit

Die Festgeld Anbieter freuen sich in der Zeit der...

weiter ...