Geschäftsverlauf im dritten Quartal
Die Prämieneinnahmen stiegen um 6,9% auf 1613,3 Mio. DM (VJ 1509,5 Mio. DM), so dass für das Jahr 2000 ein Gesamtprämienvolumen von über 2,1 Mrd. DM erwartet wird. Dieses Ergebnis ist insbesondere auf die Entwicklung in der Krankheitskosten-Vollversicherung zurückzuführen. Mit 340795 Personen hatte die CENTRAL in diesem Geschäftsfeld Ende September einen um 3,1% größeren Versicherungsbestand als am Ende der ersten neun Monate 1999 (330463 Versicherte). Insgesamt hatten am 30. September 1258765 Personen ihren Versicherungsschutz der CENTRAL anvertraut.
Von dem Bestandswachstum von 11,3 Mio. DM entfielen rund 2,9 Mio. DM auf die Generali Krankenversicherung AG, deren Versicherungsbestand die CENTRAL zum 1. Juli komplett übernommen hat. Die Verschmelzung trat rückwirkend zum 1. Januar 2000 in Kraft. Damit haben rund 4000 Vollversicherte, 24000 Zusatzversicherte und 70000 Kunden mit einer Auslandsreisekrankenversicherung der Generali ihren Versicherungsschutz jetzt unter dem Dach der CENTRAL. Die Geschäftszahlen der Generali sind auch im Folgenden in allen für 2000 genannten Werten enthalten.
Vollversicherung: fast 8% Zuwachs
Der Bestand in der Krankheitskosten-Vollversicherung wurde kräftig um 7,8% auf 117,9 Mio. DM vergrößert. In der Krankentagegeldversicherung erzielte die Gesellschaft mit 6,8% ebenfalls ein deutliches Wachstum. Die Bestände in der Zusatzversicherung konnten im Betrachtungszeitraum um 4,7% vergrößert werden, während die Krankenhaustage-geldversicherung um 1,4% zulegte.
Neugeschäft trotz Beitragszuschlag auf Vorjahresniveau
Die Produktion entwickelte sich insgesamt nahezu auf dem Niveau des Vorjahrs (-1,1%). Die hauptberufliche Organisation der CENTRAL konnte ihren Anteil am Neugeschäftsvolumen im Vergleich zum Vorjahreswert erneut leicht von 17,1% auf 17,2% ausbauen. Sie erzielte zusammen mit dem Vertriebsweg Assekuranz auch in den ersten neun Monaten dieses Jahres knapp 41% der Gesamtproduktion. Mit einem Anteil von 39,1% ist die Deutsche Vermögensberatung weiterhin der mit Abstand wichtigste Vertriebspartner der CENTRAL. Zweitstärkster Vertriebsweg unter den Konzernpartnern war die Volksfürsorge, gefolgt von der Aachener und Münchener Versicherung und der Thuringia. Die Thuringia konnte ihr Vorjahresergebnis mit 8% am deutlichsten steigern, während die Aachener und Münchener Versicherung und die Volksfürsorge Steigerungsraten von 3,2% bzw. 1,8% erzielten.
In der Krankheitskosten-Vollversicherung verfestigt sich der Trend zu Tarifen, die entweder eine relativ hohe oder aber überhaupt keine Selbstbeteiligung vorsehen: Auf die Vollversicherungstarife mit einer Selbstbeteiligung von mindestens 1500 DM entfielen erneut fast 50% der Neuzug"nge in diesem Produktsegment; 34% allein auf den Tarif KN2 mit einem Selbstbehalt von 2000 DM. Demgegenüber entfallen auf den Tarif KN0, der überhaupt keine Selbstbeteiligung vorsieht, fast 20% der Neuzugänge.
CENTRAL baut Nettoproduktion bei wichtigen Zielgruppen deutlich aus
Nach Marktsegmenten betrachtet erzielte die CENTRAL in den ersten neun Monaten 2000 deutliche Zuwächse bei wichtigen Zielgruppen. Im Marktsegment der Selbstständigen baute die Gesellschaft die Nettoproduktion mit 5,4% (VJ -1,1%) kräftig aus. Bei den freien Berufen lag der Zugang sogar bei 11,1% (-0,9%).
Auch über den Berichtszeitraum hinaus erzielt die CENTRAL seit Jahren überdurchnittliche Wachstumsraten. Der in Monatssollbeiträgen gemessene Versicherungsbestand wurde in den letzten fünf Jahren um 35,7% ausgebaut, die Zahl der versicherten Personen stieg in diesem Zeitraum um fast 40%. Die Wachstumsraten der CENTRAL liegen weit über denen des Marktes: Zwischen 1989 und 1999 konnte die Gesellschaft die Zahl ihrer Versicherten nahezu verdoppeln (+97%), während die branchendurchschnittliche Erhöhung lediglich 33% betrug.
Über 90% der Bestandskunden entschieden sich für den gesetzlichen
Beitragszuschlag
Der zum 1. Januar 2000 eingeführte gesetzliche Beitragszuschlag ist bei den Bestandskunden der CENTRAL auf eine positive Resonanz gestoßen. Nach Ablauf der Widerspruchsfrist steht inzwischen fest, dass nur knapp jeder zehnte Kunde der Erhebung des Beitragszuschlags widersprochen hat. Er wird für sie ab 2001 zunächst in Höhe von 2% erhoben und bis 2005 schrittweise auf 10% des zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen Zahlbeitrags für die Krankheitskosten-Vollversicherung (ohne Berücksichtigung von Risiko- und Auslandszuschlägen sowie Beitragsentlastungskomponenten) erhöht. Der Prämienzuschlag wird dazu beitragen, die Prämienentwicklung im Alter nachhaltig zu dämpfen. Die hohe Akzeptanz bei den Bestandskunden deutet darauf hin, dass die Versicherten dies erkannt haben.
Für Kunden, die im Alter nicht nur stabile Beiträge, sondern Beitragssenkungen anstreben, bietet die CENTRAL die Beitragsentlastungskomponente BE bzw. die Eurovariante EBE an. Zum 30. September 2000 hatten über 50000 CENTRAL-Versicherte die Komponente BE bzw. EBE abgeschlossen und sorgen damit individuell für Prämiensenkungen im Alter vor.
Zum 1. August 2000 hat die CENTRAL darüber hinaus die Beitragsreduktionskomponente BE63 sowie die Eurovariante EBE63 eingeführt, die auf die seit Jahresbeginn durch die VAG-Novelle modifizierte Überzinsverwendungsvorschrift sowie den zehnprozentigen Beitragszuschlag zugeschnitten sind. Die Versicherten können damit die prämiendämpfenden Wirkungen der beiden Instrumente nachhaltig verstärken. Die neue Komponente unterscheidet sich in zwei Leistungsmerkmalen von der alten BE. Während die Kunden mit der BE eine Beitragssenkung um bis zu 60% ab dem 65. Lebensjahr vereinbaren können, bietet die CENTRAL ihren Versicherten mit der BE63 an, schon ab Alter 63 eine Beitragssenkung um bis zu 75% zu vereinbaren.
CENTRAL weiterhin mit positivem Wanderungssaldo von der GKV
In der erfreulichen Bestandsentwicklung schlägt sich nicht zuletzt die für die CENTRAL weiterhin positive Wanderungsbewegung von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nieder. Zum Ende des dritten Quartals 2000 betrug der Wanderungssaldo, der die Übertritte aus den gesetzlichen Krankenkassen in eine private Vollversicherung bei der CENTRAL im Vergleich zu den Abgängen in die GKV wiedergibt, +9685. Das entspricht einer Steigerung des Wanderungssaldos um knapp 6% im Vergleich zum 30. September 1999. Dies ist die deutlichste Steigerung seit fünf Jahren.
Die ab Anfang nächsten Jahres geltende Beitragsbemessungsgrenze wird erstmals in alten und neuen Bundesländern gleich sein und 6525 DM betragen. Dies wird insbesondere in den neuen Bundesländern zu einer Belebung der Nachfrage nach privaten Krankenversicherungen durch freiwillig versicherte Kassenmitglieder führen. Denn dort wird mit der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze bei den Höchstbeiträgen für Kranken- und Pflegeversicherung erstmals in der Geschichte der Sozialversicherung die 1000-DM-Schwelle durchbrochen.
Kapitalanlagenbestand um 16% erhöht
Die CENTRAL konnte den Bestand an Kapitalanlagen in den ersten neun Monaten 2000 im Vergleich zum Vorjahreswert um 16,0% auf 6086,4 Mio. DM (5247,1 Mio. DM) steigern. Insbesondere wurde der Bestand an Aktien und Investmentanteilen vergrößert. Überaus positiv entwickelten sich die Erträge aus Kapitalanlagen. Hier konnte gegenüber dem Referenzwert des Vorjahres eine Steigerung um 32,4% von 294,6 Mio. DM auf 389,9 Mio. DM erzielt werden. Das kräftige Wachstum ist erneut auf die Entwicklung der außerordentlichen Erträge zurückzuführen, die durch Realisierung von Kursgewinnen am Aktienmarkt auf 150,1 Mio. DM stiegen. Die laufenden Erträge wurden um 14,0% auf 239,8 Mio. DM erhöht.
Aufwendungen für Versicherungsleistungen
Im Berichtszeitraum nahmen die Schadenzahlungen, die diesem Geschäftsjahr zuzurechnen sind, um 5,5% zu. Die Vorjahresleistungen gingen demgegenüber um 5,8% zurück, so dass die Aufwendungen für Versicherungsleistungen insgesamt vergleichsweise moderat um 1,3% auf 966,6 Mio. DM (954,7 Mio. DM) stiegen.
Innerhalb der einzelnen Tarife verlief die Leistungsentwicklung unterschiedlich, so dass die CENTRAL in einigen Tarifen zum 1. Januar 2001 die Beiträge anpassen müssen wird. In wichtigen Tarifen bleiben die Prämien aber weiterhin stabil. So verändern sich im Tarif KN0 und entsprechend in der Eurovariante EKN0 die Beiträge für Männer, Jugendliche und für Kinder nicht. Damit sind die meisten der über 28000 Versicherten in diesen Tarifen, nämlich nahezu 24600 Personen, von der Beitragsanpassung nicht betroffen. Auch in den Tarifen KS500 sowie EKS250 bleiben die Beiträge in der Personengruppe der Männer stabil. Das gilt ebenso für viele zugangsstarke Tarife wie die Zusatztarife GZE1 und GZE2 und GZ1, GZ2. In den Arzttarifen sind bei einigen Personengruppen sogar Beitragssenkungen zum 1. Januar 2001 zu erwarten, wie beispielsweise bei zugangsstarken Altersgruppen der Männer in den Tarifen KNA500 und KNZA.
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb, die sich aus Verwaltungs- und Abschlusskosten zusammensetzen, stiegen in den ersten neun Monaten 2000 um 8,2% gegenüber dem Wert des Vorjahres auf 256,8 Mio. DM (237,4 Mio. DM). Die Abschlusskosten betragen 202,8 Mio. DM.
CENTRAL schafft Ausbildungsplätze
Zum 1. August 2000 hat die CENTRAL 17 Auszubildende eingestellt, die zum überwiegenden Teil zu Versicherungskaufleuten ausgebildet werden. Insgesamt werden 2000 voraussichtlich 64 Personen eine Ausbildung bei der CENTRAL absolvieren.
Krankenhaus-Guide für Köln vorgestellt
Im September wurde der Krankenhaus-Guide Köln und Umgebung 2000 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das von der CENTRAL unterstützte Pilotprojekt ist ein erster wichtiger Schritt, um Patienten eine zuverlässige Orientierungshilfe für den Krankenhausbereich zu geben. Projektpartner bei der Entwicklung waren neben der CENTRAL die GLOBALE Krankenversicherungs-AG sowie die ROLAND Assistance. Mit der fachlichen Beratung und Datenerhebung wurde die GEBERA betraut, eine seit langem auf den Krankenhausbereich spezialisierte Unternehmensberatung.
Die Resonanz in Publikumsmedien und Fachpresse auf den neuen Krankenhaus-Guide war durchweg außerordentlich positiv. Zahlreiche Krankenhäuser aus dem gesamten Bundesgebiet sind inzwischen an die Projektpartner herangetreten und haben Interesse an einer Kooperation bei zukünftigen Guides bekundet. Das hat die Projektpartner ermutigt, Folgeprojekte unverzüglich in Angriff zu nehmen. Dem Pilotprojekt sollen bald Guides für weitere deutsche Städte und Ballungszentren folgen.
Beitragsrückerstattung für 1999: 37 Mio. DM an leistungsfreie Kunden ausgeschüttet
Im Rahmen der Beitragsrückerstattung an leistungsfreie Versicherte (BRE) wurden im Juli insgesamt 37 Mio. DM ausgeschüttet. Die CENTRAL wird die BRE im nächsten Jahr für 2000 in allen anspruchsbegründenden Tarifen fortsetzen und bei entsprechender Leistungsfreiheit auf bis zu zwei Monatsbeiträge je Versicherten erhöhen. Zudem hat der Vorstand der CENTRAL beschlossen, im Jahr 2002 bei Leistungsfreiheit in den Jahren 1999, 2000 und 2001 bis zu drei Monatsbeiträge je Versicherten auszuschütten. Haben Versicherte in anspruchsbegründenden Tarifen für die Jahre 1999 bis 2001 keine Versicherungsleistungen in Anspruch genommen, können sie in den Jahren 2000 bis 2002 insgesamt eine BRE von bis zu sechs Monatsbeiträgen zurückerhalten.
An der BRE können alle Versicherten mit einer Krankheitskosten-Vollversicherung teilnehmen, die Leistungen mindestens für ambulante und stationäre Heilbehandlung vorsieht. Ausgenommen sind Tarife mit einer Selbstbeteiligung von 3000 Mark (1500 Euro). An der Dynamisierung der BRE nehmen alle anspruchsbegründenden Tarife mit einer Selbstbeteiligung von bis zu 1100 DM teil.
Tarif KBE/KBEA eingeführt
Für Beamte und Beamtenanwärter bietet die CENTRAL seit dem 1. August 2000 mit den Tarifen KBE und KBEA einen neuen Versicherungsschutz. Die beiden in Euro geführten Produkte sehen keine Erstattung von stationären Wahlleistungen vor und richten sich damit vor allem an Beihilfeberechtigte in den Bundesländern, in denen aufgrund staatlicher Sparmaßnahmen stationäre Wahlleistungen nicht mehr beihilfefähig sind.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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