Mehr Mitarbeiter und Projekte - ABO Wind wächst in der Krise
Aktuell bearbeiten die Planer Projekte mit einer Kapazität von rund 1.300 Megawatt in sieben europäischen Ländern sowie in Argentinien und Uruguay. Damit befinden sich 600 künftige Windkraftanlagen in Planung. Als einer der Pioniere hat ABO Wind von 1996 bis heute rund 250 Anlagen errichtet.
Im Krisenjahr bescheidenen Überschuss erwirtschaftet
Während die mittel- und langfristigen Perspektiven des Unternehmens besser denn je sind, ist das Ergebnis des vergangenen Jahres von der Finanzkrise geprägt. Der Überschuss der ABO Wind AG in Höhe von 713.000 Euro bleibt deutlich hinter dem des Rekordjahres 2008 zurück, als 4,8 Millionen Euro erwirtschaftet worden waren. Auch der Umsatz ist mit 11,6 Millionen Euro weniger als halb so groß wie
2008 (25,2 Millionen Euro). Der ABO Wind-Konzern, zu dem auch die ausländischen Planungstöchter sowie die Eurowind AG gehören, weist für das Vorjahr 27.000 Euro Überschuss aus - 2008 waren es 869.000 Euro. Der Umsatz ist von 27,8 auf 19,8 Millionen Euro gesunken.
Der Einbruch ist insbesondere auf Verzögerungen bei der Projektfinanzierung zurückzuführen. Im Zuge der Krise sind die Anforderungen der Banken deutlich gestiegen, was zu erheblichem Mehraufwand führte. Auch die Genehmigungen vor allem französischer Behörden haben mehr Zeit in Anspruch genommen, so dass sich einige Projekte in das folgende Geschäftsjahr verschoben haben. Erschwerend kam im vergangenen Jahr hinzu, dass Investoren zurückhaltend agierten. Einige versuchten die Gunst der Stunde zu nutzen und Windparks unter Wert zu erwerben. ABO Wind konnte und kann es sich leisten, solche Angebote abzulehnen. Seit Jahresbeginn 2010 ist auch die Bereitschaft der Investoren wieder deutlich größer, Windparks zu vernünftigen Preisen zu kaufen. So hat ABO Wind im ersten Quartal 2010 bereits drei Windparks in Deutschland und Frankreich veräußert, nachdem 2009 nur ein Projekt verkauft worden war. Damit zeichnet sich ab, dass 2010 wieder ein besseres Jahresergebnis erreicht wird. Für 2011 ist der Anschluss an den Gewinn des Jahres 2008 anvisiert.
Windparks mit 100 Megawatt gehen ans Netz
Auch der Bau neuer Windparks ist wieder in Schwung gekommen. Nachdem ABO Wind 2009 lediglich elf Windenergieanlagen mit 22 Megawatt Leistung angeschlossen hat, befinden sich aktuell 28 Anlagen mit 66,5 Megawatt Leistung im Bau. Zwei kleinere deutsche Windparks sind in diesem Jahr bereits fertiggestellt worden, mehrere weitere Baugenehmigungen liegen vor oder werden für die nächsten Wochen erwartet. Insgesamt ist für 2010 mit der Inbetriebnahme von rund 100 Megawatt Windkraft in Irland, Deutschland und Frankreich zu rechnen.
Starke Position in Irland
Den Löwenanteil bringen die beiden irischen Großprojekte Glenough (32,5 Megawatt) und Gortahile (20 Megawatt). ABO Wind war es als einzigem ausländischen Projektentwickler unter den schwierigen Bedingungen der Finanzkrise gelungen, 2009 Finanzierungen für irische Windparks zu erwirken. Aufgrund der nun erreichten Marktstellung ist auch in den nächsten Jahren mit guten Geschäften in der Republik Irland zu rechnen, die aufgrund der exzellenten Windbedingungen, der attraktiven Einspeisevergütung und des großen Flächenpotenzials viele Möglichkeiten bietet und dauerhaft zu den wichtigsten Märkten der ABO Wind gehören wird.
Projekte der Eurowind laufen besser als prognostiziert
Primär versteht sich ABO Wind als Projektentwickler, der Windparks und Biogasanlagen plant, finanziert, errichtet, an Investoren veräußert und in deren Auftrag die technische und kaufmännische Betriebsführung übernimmt. Als zusätzliches Geschäftsfeld baut das Unternehmen seit 2008 ein internationales Windkraft-Portfolio mit fünf Parks in Deutschland, Frankreich und Irland und einer Kapazität von 57 Megawatt auf, das im Bestand des Konzerns verbleibt. Eigentümerin ist das Tochterunternehmen Eurowind AG. Vier der fünf Windparks sind nun in Betrieb, für drei liegen bereits für einen Zeitraum von mehr als einem Jahr Ertragsdaten vor. Diese zeigen, dass die Anlagen im Schnitt zehn Prozent mehr Strom produzieren, als von den Gutachtern prognostiziert worden war. Damit zeichnen sich für ABO Wind hohe Erlöse aus der Eurowind-Beteiligung in den kommenden Jahren ab.
Pionierarbeit in Argentinien
So wie ABO Wind als einer der Pioniere seit 1996 an der Erfolgsgeschichte der Windkraft in Deutschland mitschreibt, arbeitet das Unternehmen nun daran, der effizientesten unter den erneuerbaren Energien in Argentinien zum Durchbruch zu verhelfen. Da Strom dort Mangelware ist und der Wind ebenso kräftig wie stetig weht, ist Argentinien wie geschaffen dafür, dessen Kraft zur klimafreundlichen Stromerzeugung zu nutzen. ABO Wind hat nun einen der ersten großen Windparks (50 Megawatt) annähernd zur Baureife entwickelt. Die Chancen stehen gut, das Projekt gemeinsam mit Partnern vor Ort zu realisieren und damit zu einer verlässlichen und klimafreundlichen Energieversorgung des Landes beizutragen.
Biogasanlage erfolgreich umgebaut
Die mit drei Planern vergleichsweise kleine Abteilung Bioenergie hat sich ein neues Geschäftsfeld erarbeitet, das ebenfalls gute Perspektiven bietet. Als einer der Ersten hat ABO Wind eine bestehende Biogasanlage, die unter technischen und wirtschaftlichen Problemen litt, aufgekauft und von Grund auf neu konzipiert. Im Zuge des "Repowerings" erhielt die Anlage unter anderem ein neues Wärmekonzept sowie ein Satelliten-Blockheizkraftwerk. ABO Wind hat die Energieerzeugung und den Wert der Anlage deutlich gesteigert. Weitere Repowering-Projekte sollen folgen.
Bürger investieren in erneuerbare Energien
Im November 2009 und im April 2010 hat ABO Wind Genussrechte emittiert, die es Anlegern ermöglichen, mit Summen ab 2.500 Euro an den guten Aussichten der erneuerbaren Energien zu partizipieren. Das Genussrechtskapital dient der Vorfinanzierung von Biogas- und Windkraft-Projekten. Das Biogas-Genussrecht ist nach zweieinhalb Jahren kündbar und bringt 6,5 Prozent Zinsen. Wer in Windkraft investiert, legt sich zwei Jahre länger fest und erhält 8 Prozent. Mehr als 600 Anleger haben ABO Wind bislang rund 9 Millionen Euro anvertraut. Insgesamt sollen 12 Millionen Euro eingeworben werden. Die gute Resonanz der Anleger verbessert die Möglichkeiten der ABO Wind, in größerer Unabhängigkeit von den Launen der Finanzmärkte Projekte zu realisieren und nach Fertigstellung zu angemessenen Preisen zu veräußern.
In der Krise gewachsen
In der Zeit der Krise ist das wichtigste Kapital der Firma deutlich gewachsen: 145 qualifizierte und motivierte festangestellte Mitarbeiter arbeiten international für ABO Wind. 52 der Frauen und Männer - vor allem Planer, Kaufleute und Bauingenieure - sind am Hauptsitz des Unternehmens in Wiesbaden tätig. 32 arbeiten in Heidesheim bei Mainz, wo insbesondere Betriebsführer und Windgutachter ihre Büros haben. Weitere 61 Mitarbeiter beschäftigt ABO Wind in den Dependancen in Frankreich, Spanien, Irland, Schottland und Argentinien. In den vergangenen Monaten hat ABO Wind insbesondere die Planungsgruppe Deutschland sowie die Finanzierungsabteilung in Wiesbaden ausgebaut, um die sich aktuell bietenden Chancen zu nutzen. Das Wachstum bestätigt einen Trend, die Windenergie-Branche gilt insgesamt als Job-Maschine. Gut 90.000 Menschen sind derzeit in Deutschland mit Planung und Bau von Windkraftanlagen und ihrem Betrieb beschäftigt - mehr als etwa im Kohlebergbau.
Quelle: Pressemeldung ABO Wind AG
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