NORD/LB präsentiert Liste der größten Unternehmen in Sachsen-Anhalt

18.01.2007 | Hannover/Braunschweig
Die Deutsche Bahn AG führt die Rangliste der größten Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt trotz des andauernden Beschäftigungsabbaus unverändert an. Den zweiten Platz belegen die Deutsche Post AG, die sich wieder an der Befragung beteiligte, und die Dow Gruppe Deutschland. Dies zeigt die aktuelle Analyse der NORD/LB Norddeutsche Landesbank, die die in Sachsen-Anhalt tätigen Unternehmen nach Beschäftigtenzahl und Umsatz untersucht.

Viertgrößter Arbeitgeber ist die Deutsche Telekom AG Sachsen-Anhalt. Es folgen die EDEKA Märkte Sachsen-Anhalt, die MIBRAG Mitteldeutsche Braunkohlen GmbH, die K+S Kali GmbH, das Mitteldeutsche Druck- und Verlagshaus GmbH & Co. KG und die Stadtwerke Halle GmbH. Den zehnten Platz belegt die Otto GmbH & Co. KG Versandzentrum.

Die 100 größten Unternehmen beschäftigten im Jahr 2005 gut 84.400 Mitarbeiter und stellten damit rund 12 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Sachsen-Anhalt. Damit haben die größten Arbeitgeber im Land ihre Position gegenüber dem Vorjahr leicht ausbauen können. Insgesamt haben 15 Unternehmen mehr als 1.000 Vollzeitmitarbeiter, drei weniger als im Vorjahr.

Das Verarbeitende Gewerbe ist in Sachsen-Anhalt weiterhin der bedeutendste Sektor; sein Anteil nahm im Vorjahresvergleich um etwa vier Prozentpunkte auf rund 37 Prozent zu. Leicht an Gewicht abgenommen hat dagegen der Dienstleistungssektor, der mit einem Anteil von 13 Prozent der Beschäftigten jetzt hinter dem Verkehrsgewerbe (19 Prozent) und dem Bereich Bergbau/Energie mit 14 Prozent rangiert.

Drei Umsatzmilliardäre im Land

In der Rangliste der umsatzstärksten Unternehmen in Sachsen-Anhalt haben die beiden führenden Unternehmen ihre Spitzenposition erneut kräftig ausgebaut. Dabei konnte sich die TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH noch deutlicher steigern als die Dow Gruppe Deutschland und so den ersten Platz der Rangliste erobern.

Die EDEKA Märkte Sachsen-Anhalt nehmen mit großem Abstand dahinter die dritte Position ein. Das weitere Verfolgerfeld ist gegenüber dem Vorjahr enger zusammengerückt. Die MKM Mansfelder Kupfer und Messing GmbH sowie die Ilsenburger Grobblech GmbH profitierten von der weltweit steigenden Nachfrage nach Metallerzeugnissen und den damit einhergehenden Preissteigerungen. Beide Unternehmen steigerten ihren Umsatz um 75 bzw. 51 Prozent und konnten sich so die Ränge vier und fünf sichern. Es folgen die Salutas Pharma GmbH und die MITGAS GmbH, die ebenfalls ein zweistelliges Umsatzwachstum berichteten. Die Positionen acht bis zehn erreichten die Novelis Deutschland GmbH, die Domo Caproleuna GmbH und die Bayer Bitterfeld GmbH.

Das Verarbeitende Gewerbe dominiert mit acht Notierungen unter den Top Ten - davon wiederum vier aus der chemischen und drei aus der Metallindustrie - auch in diesem Jahr die Umsatzrangliste. 47 Unternehmen, fünf mehr als im Vorjahr, erzielten einen Umsatz von mehr als 100 Mio. Euro, drei davon sind Umsatzmilliardäre. Erreichten bei der letzten Erhebung nur 85 Firmen die für die Aufnahme in das Ranking notwendige Umsatzschwelle von 50 Mio. Euro, so konnte die Rangliste der umsatzstärksten Unternehmen in diesem Jahr auf ebenfalls 100 Einträge ausgedehnt werden.

Magdeburg und Halle sind regionale Zentren großer Unternehmen

Die regionale Verteilung der 100 größten Unternehmen zeigt im Vergleich zum Vorjahr nur leichte Veränderungen. Nach wie vor stechen die Zentren sowie die mittleren und südöstlichen Landkreise hervor. Dabei steht Magdeburg als Einzelstandort mit 17 Unternehmen nur noch knapp vor Halle mit 15 Notierungen. Der relative Vorsprung dieser beiden Städte gegenüber den anderen Standorten hat sich insgesamt aber noch verstärkt, da Merseburg in diesem Jahr nur noch mit vier statt mit sechs Einträgen verzeichnet ist. Daneben verfügen nur noch Bernburg, Leuna, Stendal, Wittenberg und Wolfen über mehr als zwei Unternehmenssitze. Zwischen den Ansiedlungszentren Magdeburg, Halle und Harz verteilen sich die Betriebe räumlich recht homogen. Der nördliche Landesteil ist dagegen weiterhin stark von Landwirtschaft und Kleingewerbe geprägt und weist nur wenige große Unternehmen auf. Während in den Zentren ein relativ ausgewogener Branchenmix zu beobachten ist, ist in den Regionen um Bitterfeld und Merseburg primär das Verarbeitende Gewerbe mit der Chemischen Industrie ansässig.

Die NORD/LB Regionalwirtschaft

Die NORD/LB Regionalwirtschaft ist ein Expertenteam innerhalb der NORD/LB, das sich mit regionalökonomischen Analysen und Konzepten zur Standortentwicklung befasst. Die Kernkompetenz liegt in der Erbringung umfassender konzeptioneller Dienstleistungen, die neben der Analyse und Strategieentwicklung auch konkrete Projekte zur Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Regionen vorsehen. Das Profil der NORD/LB Regionalwirtschaft zeichnet sich durch die Bündelung von Kompetenzen im Bereich der harten Standortfaktoren (u.a. Gewerbepark-Konzepte, Hightech-Standortstrategien, Standort-Management) und weichen Standortfaktoren (u.a. Kulturtourismus, Garten-Marketing) aus.

Download der vollständigen Publikation "Die 100 größten Unternehmen in Sachsen-Anhalt" unter www.nordlb.de/regionalwirtschaft -> Regionalanalysen.

Bei Bedarf erstellen die Experten der NORD/LB für Sachsen-Anhalt auch individuelle regionale Ranglisten mit Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, deren Mitarbeiterzahl über 200 und deren Umsatzvolumen über 40 Mio. Euro liegen.

Quelle: Pressemeldung NORD/LB Norddeutsche Landesbank Girozentrale

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