NORD/LB steigert operatives Ergebnis deutlich
Die Vertrauenskrise auf den weltweiten Finanzmärkten hat vergleichsweise geringe Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns: Das Ergebnis nach Risikovorsorge und Bewertung bleibt mit 538,9 (547,3) Mio. Euro nahezu stabil. "Unser wachstumsorientiertes und auf unsere Kernkompetenzen fokussiertes Geschäftsmodell zahlt sich im operativen Geschäft immer mehr aus. Gleiches gilt für unsere Risikopolitik und die sorgfältige Diversifikation unserer Ertragsquellen, die die Auswirkungen der aktuellen Finanzkrise gut abfedern", erklärte der Vorstandsvorsitzende der NORD/LB, Dr. Hannes Rehm.
Der sich bereits im Halbjahresergebnis abzeichnende Trend steigender Erträge bei zugleich sinkenden Kosten und einer guten Risikoposition setzte sich auch im 9-Monats-Ergebnis fort. Der Zinsüberschuss stieg deutlich um 12,6 Prozent auf 1.043,3 (926,8) Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss legte um 14,1 Prozent auf 146,3 (128,2) Mio. Euro zu. Das Handelsergebnis ging zwar im Zuge der allgemeinen Verunsicherung auf den Kapitalmärkten deutlich auf -2,8 (26,6) Mio. Euro zurück, allerdings zeigt sich bereits im Oktober auch hier wieder eine spürbare Erholung.
Die Verwaltungskosten konnten weiter gesenkt werden und liegen mit 649,4 (659,8) Mio. Euro rund 1,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Insbesondere der darin enthaltene Rückgang der Personalkosten um rund fünf Prozent belegt erneut die nachhaltige Wirkung des Kostensenkungsprogramms der NORD/LB.
Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertung konnte angesichts der guten Ertrags- und Kostenentwicklung um 14,4 Prozent auf 592,1 (517,6) Mio. Euro gesteigert werden. Weil vor dem Hintergrund der guten konjunkturellen Lage mehr Risikorückstellungen aufgelöst werden konnten als neu gebildet werden mussten, erreichte die Position Risikovorsorge für das Kreditgeschäft bei weiterhin konservativer Bewertung mit 15,7 (-5,7) Mio. Euro einen positiven Saldo. Das Bewertungsergebnis hingegen ging deutlich auf -68,9 (35,4) Mio. Euro zurück. Dieser Rückgang ist zum größten Teil auf die internationale Finanzkrise zurückzuführen, die sich zum Ende des dritten Quartals mit rund 85 Mio. Euro auf das Bewertungsergebnis für das Wertpapiergeschäft der NORD/LB auswirkt. Angesichts der aktuellen Verwerfungen an den Kapitalmärkten bewertet die Bank diese Größenordnung als vergleichsweise überschaubar.
Vor diesem Hintergrund blieb das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge und Bewertung im Wesentlichen stabil und lag mit 538,9 (547,3) Mio. Euro nur geringfügig unter dem Vorjahreswert. Der Return-on-Equity belief sich auf 11,1 (Jahresultimo 2006: 10,4) Prozent, die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 52,3 (52,7) Prozent. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 6,9 Prozent auf 217,2 (203,1) Mrd. Euro, das Kreditvolumen konnte um 6,2 Prozent auf 176,8 (166,4) Mrd. Euro gesteigert werden.
"Unser 9-Monats-Ergebnis zeigt, dass wir die Finanzkrise bislang gut bewältigt haben. Die Auswirkungen auf den Konzern sind dank unserer Ertragsstärke, aber auch dank unseres gut diversifizierten Portfolios vergleichsweise gering", erklärte Rehm. Die NORD/LB sei nach wie vor in keinerlei Subprime-bezogene Geschäfte involviert. "Die NORD/LB hat selbstverständlich wie alle Banken die Folgen der allgemeinen weltweiten Marktentwicklung zu spüren bekommen, aber unsere Lage ist auch in diesem schwierigen Umfeld außerordentlich solide mit einer weiterhin klaren Wachstumsperspektive bei den operativen Erträgen", so Rehm. Auch die aktuelle Geschäftsentwicklung im Oktober bestätige diese Wachstumsperspektive nachdrücklich. Rehm schloss daher nicht aus, dass der NORD/LB Konzern zum Jahresabschluss "nicht nur an sein gutes Vorjahresergebnis anknüpfen wird, sondern dieses auch wieder übertreffen könnte."
Quelle: Pressemeldung NORD/LB Norddeutsche Landesbank Girozentrale
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