RZB und RI beschließen Transaktionsdetails zur geplanten Verschmelzung

19.04.2010 | Wien
Die Transaktionsstruktur sieht eine Verschmelzung der von der RZB abzuspaltenden Geschäftsbereiche auf die Raiffeisen International vor; Der aus den indikativen Bewertungsverhältnissen resultierende Anteil der RI-Streubesitzaktionäre würde zwischen 21,2 und 22,0 Prozent liegen; Beschlüsse von Aufsichtsräten und Hauptversammlungen der beteiligten Gesellschaften sowie alle aufsichtsrechtlichen Genehmigungen stehen noch aus

Die Vorstände von Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) und Raiffeisen International Bank-Holding AG (RI) haben heute beschlossen, die Verschmelzung wesentlicher Teile des Bankbetriebs der RZB mit der RI den jeweiligen Aktionären zur Beschlussfassung vorzulegen. In diesem Zusammenhang wurden nunmehr insbesondere auch die vorläufigen Bewertungsspannen der zu verschmelzenden Einheiten sowie weitere Details zur Transaktionsstruktur festgelegt. Demnach sollen die Geschäftsbereiche der RZB, welche für die Verschmelzung vorgesehen sind, in einem ersten Schritt von der RZB in eine 100-prozentige Tochtergesellschaft abgespaltet werden, die unmittelbar anschließend auf die RI verschmolzen wird. Die RI, welche künftig den Namen Raiffeisenbank International AG führen soll, soll durch die Verschmelzung eine österreichische Banklizenz erhalten und wie bisher börsenotiert sein. Die Transaktion umfasst nicht die Funktionen der RZB als Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe Österreich sowie damit verbundene Geschäftsbereiche und Beteiligungen der RZB.

Die für die zu verschmelzenden Einheiten festgelegten vorläufigen Bewertungsspannen werden durch den derzeitigen Stand der von Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH (Deloitte) bzw. BDO Austria GmbH (BDO) durchgeführten Unternehmensbewertungen bestätigt. Das Management geht auf dieser Basis von einem Anteil des RI-Streubesitzes zwischen 21,2 und 22,0 Prozent (bisher 27,2 Prozent, jeweils inklusive Aktien im Eigenbestand) nach Durchführung der Transaktion aus. Unter Berücksichtigung dieser Annahmen würde sich der auf die bisherigen RI-Aktionäre entfallende Gewinn pro Aktie 2009 auf Basis einer Pro-forma-Berechnung von tatsächlich 0,99 EUR durch die Verschmelzung auf 1,50 EUR bis 1,55 EUR pro Aktie erhöhen.

Die genannten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wurden von den Vorständen der RZB (BDO) bzw. der RI (Deloitte) beauftragt, nach dem Ertragswertverfahren ermittelte Unternehmensbewertungen gemäß internationalen Bewertungsstandards durchzuführen. Die Angemessenheit des noch nicht vorliegenden endgültigen Austauschverhältnisses muss aufgrund des österreichischen Verschmelzungsrechts zudem von einem gerichtlich zu bestellenden unabhängigen Verschmelzungsprüfer - gleichfalls eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - bestätigt werden.

"Die Publikation der Bewertungseffekte zum jetzigen Zeitpunkt unterstreicht unser Bemühen um einen möglichst hohen Grad an Transparenz. Dies und das Bewertungsverfahren, das nach strengen und international anerkannten Vorgaben erfolgt, sollen das Vertrauen des Kapitalmarktes in Raiffeisen weiter stärken", sagte Walter Rothensteiner, Vorstandsvorsitzender der RZB und Aufsichtsratsvorsitzender der RI.

Nach erfolgtem Zusammenschluss soll eine personelle Kontinuität gegeben sein. Der Vorstand der Raiffeisenbank International AG soll sich wie folgt zusammensetzen: Herbert Stepic (CEO), Karl Sevelda (stellvertretender CEO, Corporate Banking), Martin Grüll (CFO), Johann Strobl (CRO), Aris Bogdaneris (Retail Banking), Patrick Butler (Global Markets), Peter Lennkh (Network Management) und Heinz Wiedner (COO). Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisenbank International AG soll Walter Rothensteiner sein.

"Wir sind überzeugt, dass wir den Schritt der Fusion zum richtigen Zeitpunkt setzen und dadurch noch besser als bisher auf die Herausforderungen und Chancen der Zukunft vorbereitet sein werden. Wir formen eine Bank mit starker Emerging Markets-Ausrichtung und klarem Fokus auf Zentral- und Osteuropa, die hervorragend im österreichischen Kundengeschäft positioniert ist und weiterhin von der Stärke ihres Kernaktionärs profitieren wird", ergänzte Herbert Stepic, CEO der Raiffeisen International und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der RZB.

Die erforderlichen Beschlüsse der Aufsichtsräte und der jeweiligen Hauptversammlungen mit Dreiviertelmehrheit der beteiligten Gesellschaften sowie alle aufsichtsrechtlichen Genehmigungen stehen noch aus.

Die Publikation der Geschäftszahlen des ersten Quartals von RZB und RI soll jeweils am 30. Mai 2010 erfolgen. Die ordentliche Hauptversammlung der RI, in der unter anderem auch über die Verschmelzung abgestimmt werden soll, ist für den 8. Juli 2010 geplant. Die zur Abstimmung über die Verschmelzung erforderlichen Unterlagen werden voraussichtlich gleichfalls ab dem 30. Mai 2010 öffentlich zur Verfügung stehen.

Quelle: Pressemeldung Raiffeisen Zentralbank Österreich AG

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