Raiffeisen schon in Sochi

14.11.2007 | Wien
In Sochi und der Region Krasnodar werden sich in den nächsten Monaten und Jahren enorme Chancen eröffnen.

Allein für die Errichtung der für die Abhaltung der Spiele notwendigen Infrastruktur wurden umgerechnet 8,78 Milliarden Euro budgetiert. "Die Optionen, die sich für österreichische Unternehmen in Sochi und Krasnodar ergeben, sind enorm", sagte RZB-Firmenkundenvorstand Karl Sevelda. "Krasnodar ist nach Moskau und der Moskauer Region das Gebiet mit der höchsten Populationsdichte und ist bereits jetzt sieben Jahre vor den olympischen Spielen eine boomende Wirtschaftsregion."

Die RZB ist die einzige westliche Bank, die schon heute eine Filiale in Sochi hat. Sochi, der zentrale Veranstaltungsort der Olympischen Winterspiele 2014, gehört zur Region Krasnodar so wie auch die Raiffeisenfiliale in Sochi zur Regionaldirektion Krasnodar gehört. Auch in Krasnodar ist die RZB seit Jahren präsent. "Die Russische Wirtschaft wächst mit Wachstumsraten von 6 bis 7 Prozent jährlich und für das kommende Jahr werden sogar 7,5 Prozent Wachstum erwartet", beschreibt Karl Sevelda die Dynamik der russischen Wirtschaft. "Direkte Auslandsinvestitionen sind seit dem Vorjahr um 40 Prozent auf 173 Milliarden US-Dollar gestiegen und Investments aus Österreich belaufen sich derzeit auf 2,6 Milliarden Euro. Bereits heute sind rund 400 österreichische Firmen mit einer eigenen Niederlassung oder Repräsentanz in Russland vertreten."

"Wenn man nach Sochi kommt, könnte man meinen, die Olympischen Winterspiele finden schon in zwei Jahren statt. An jeder Ecke der Stadt wird gegraben und gebaut", beschreibt Natalya Gribkova, als Raiffeisen-Regionaldirektorin in Krasnodar auch für Sochi verantwortlich, die Atmosphäre an der Schwarzmeerstadt. Ein Drittel der Investitionen fließt in die Infrastruktur. Bislang fehlt es in Sochi noch an vielem, was die Olympiastadt für die Austragung benötigt: dazu zählt neben einem leistungsfähigen Telekommunikationsnetz, das für geschätzte 400 Millionen Euro ausgebaut werden muss, eine entsprechende Energieversorgung, die Straßen- und Schienenwege wie auch eine entsprechende Wasserversorgung und Kanalisation.

"Österreichische Firmen verfügen über ein hohes Maß an Know How, das gerade jetzt gefragt ist. Und die RZB verfügt über hervorragende Kontakte und Kenntnis des Marktes", beschreibt Karl Sevelda die Möglichkeiten und Chancen für österreichische Unternehmen. "Und wir wollen der Bankpartner in Sochi für die österreichischen Unternehmen sein." Denn es ist damit zu rechnen, dass in vielen Bereichen westliche Hilfe erwünscht und gesucht sein wird. Schon jetzt sind die Verflechtungen zwischen der russischen und der österreichischen Wirtschaft sehr eng. Der österreichische Export nach Russland hat sich seit 1999 verfünffacht und stieg im Vorjahr um 32 Prozent auf 2,25 Milliarden Euro. Russland liegt bereits an Platz elf der österreichischen Exportdestinationen.

RZB-Analysten haben festgestellt, dass es für österreichische Unternehmen ein breites Betätigungsfeld rund um die Winterspiele geben wird. Zum einen betrifft das den Kernbereich der Investitionen, also die Infrastrukturprojekte wie Wasseraufbereitung, Trinkwasserversorgung, Abfallwirtschaft, öffentliche Beleuchtung, Verkehrsleitsysteme, Sicherheitstechnik, Straßenbau und Tunnelbau, Hafenanlagen, Mineralwasserabfüllung und den Gesundheitssektor (Krankenhäuser, Thermen/Wellness). Ebenso sind aber Bereiche im weiteren Umfeld der Winterspiele betroffen: Lebensmittelverarbeiter, Baugewerbe, Baumaschinen, Baumaterialien, Lebensmittelhandel, Automobilsektor und Konsumgüter.

Die RZB selbst ist schon seit 1990 in Russland vertreten. Damals gründete sie eine Repräsentanz in Moskau. Im Jahr 1997 eröffnet die RZB eine Tochterbank in Moskau. Und als im Jahr 1998 Russland von der Finanzkrise erfasst wurde, war die RZB mit ihrer Tochter "Raiffeisenbank Austria" die einzige Bank aus dem Westen, die dem Markt treu blieb und als erste Bank rekapitalisierte – also Eigenkapital nachgeschossen hat. Im Jahr 2006 schließlich erwarb die Raiffeisen International in Russland die Impexbank und ist mittlerweile die siebtgrößte Bank in Russland.

Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) ist das Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe, der größten Bankengruppe Österreichs. Sie ist in Österreich als führende Kommerz- und Investmentbank tätig und betrachtet auch Zentral- und Osteuropa (CEE) als ihren Heimmarkt. Die RZB ist die einzige österreichische Bank mit einem globalen Geschäftsstellennetzwerk, das sich über alle wichtigen Finanzmetropolen der Welt erstreckt. Darüber hinaus ist sie mit Filialen und Repräsentanzen in weiten Teilen Asiens vertreten.

Über ihre börsenotierte Tochter Raiffeisen International Bank-Holding AG betreibt die RZB eines der größten Bankennetzwerke in CEE. 18 Märkte der Wachstumsregion Europas werden durch Tochterbanken, Leasingfirmen, zwei Repräsentanzen und eine Reihe anderer Finanzdienstungsunternehmen abgedeckt, in über 3.000 Geschäftsstellen mehr als 13 Millionen Kunden betreut.

Die Bilanzsumme der RZB betrug zum 30. Juni 2007 126,1 Milliarden Euro, ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Jahresende 2006. Der Periodenüberschuss vor Steuern betrug 846 Millionen Euro, um 46 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode 2006.

Quelle: Pressemeldung Raiffeisen Zentralbank Österreich AG

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