SCHOTT bleibt zuversichtlich trotz schwierigen Umfelds

05.03.2009 | Mainz
Breites Produktportfolio, Präsenz in wichtigen Märkten und hohe Eigenkapitalausstattung sind gute Voraussetzungen, im Geschäftsjahr 2008/2009 die Wirtschaftskrise zu meistern.

Die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise dämpft auch die Geschäftserwartungen des internationalen Technologiekonzerns SCHOTT. Der Absatzrückgang bei wichtigen Kundengruppen wie der Automobil- und Halbleiterindustrie sowie der Optik führte in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2008/2009 natürlich auch bei SCHOTT zu schwächeren Auftragseingängen. Dennoch bleibt das Unternehmen aufgrund der soliden Finanzstruktur und dem vielversprechenden Potenzial vieler Produkte zuversichtlich. "SCHOTT verfügt über ein breites Produktportfolio und ist in vielen Regionen präsent. Das sind gute Voraussetzungen, die Krise zu meistern", betonte der Vorsitzende des Vorstandes, Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, auf der Bilanzpressekonferenz in Mainz. Der Konzernumsatz wird zumindest auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2007/2008 erwartet (2,23 Mrd. Euro), bei gleichzeitig verringertem EBIT (2007/2008: 289 Mio. Euro).

Hohe Investitionen und Inbetriebnahme neuer Fertigungen

Um seine Position als einer der führenden Technologiekonzerne auf dem Gebiet der Spezialgläser und anderer High-Tech-Werkstoffe zu stärken, wird SCHOTT im laufenden Geschäftsjahr wieder hohe Investitionen in Sachanlagen tätigen. Dabei liegt der Fokus auf Solar und Pharmaceutical Systems. Gegenwärtig wird am Standort Mainz eine neue Fertigung für Spezialglasröhren aufgebaut, die im Herbst in Betrieb geht. Im April wird eine neue Flachglasproduktion in der Tschechischen Republik anlaufen. Im Mai erfolgt in den USA die Einweihung eines neuen Solarwerks und in Jena die Eröffnung einer Solarwaferfertigung für die Photovoltaik im Rahmen des Joint Ventures mit der WACKER Chemie AG. Weiterhin gute Perspektiven sieht SCHOTT bei der Nutzung der Solarenergie durch Photovoltaik und solarthermische Parabolrinnenkraftwerke. Mit Hilfe des Joint Ventures WACKER SCHOTT Solar GmbH deckt SCHOTT die gesamte Wertschöpfungskette von Wafern über Zellen bis Solarmodule, auf der Basis einer gesicherten Rohstoffversorgung mit Silicium, ab. SCHOTT ist weltweit Markt- und Technologieführer bei Solarreceivern, einer Schlüsselkomponente für solarthermische Parabolrinnenkraftwerke, und liefert aktuell für Kraftwerksprojekte in Spanien, Nordafrika und im Nahen Osten.

Geschäftsjahr 2007/2008: SCHOTT steigert Umsatz und Gewinn

SCHOTT verzeichnete ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2007/2008. Der Konzernumsatz stieg um 4 % auf 2,23 Mrd. Euro. Ohne die Wechselkursveränderungen, vor allem des Euro gegenüber dem US-Dollar, wäre der Konzernumsatz sogar um 50 Mio. Euro höher ausgefallen. Der Zuwachs ist neben einem Wachstum in verschiedenen Unternehmensbereichen auf die dynamische Entwicklung des Geschäftsbereichs Solar zurückzuführen. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) stieg um 22 Mio. Euro auf 289 Mio. Euro. Bei der Vorlage der Bilanz zeigte sich Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer auch sehr zufrieden über das gute Konzernergebnis von 182 Mio. Euro. Der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit verbesserte sich ebenfalls, und zwar um 12 % auf 254 Mio. Euro. Deutlich gestiegen ist auch das Eigenkapital des SCHOTT Konzerns. Es betrug zum Bilanzstichtag 929 Mio. Euro gegenüber 724 Mio. Euro im Vergleichszeitraum. Die Eigenkapitalquote kletterte von 31 % auf 36 %. Bei den Investitionen in Sachanlagen blieb SCHOTT mit 289 Mio. Euro auf hohem Niveau. Der Schwerpunkt lag beim Ausbau der Solarkapazitäten. Durch die Erweiterung der Geschäftsaktivitäten, vor allem bei Solar sowie bei Pharmarohr und Pharmaverpackung, stieg die Zahl der Mitarbeiter um fast 700 auf insgesamt 17.363.

Quelle: Pressemeldung SCHOTT AG

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