Solar Millennium AG veräußert weitere Anteile am spanischen Kraftwerksprojekt Ibersol
Zugleich hat Solar Millennium Genussrechte an ihrer Beteiligungsgesellschaft Ibersol Kraftwerks GmbH, die 17 Prozent an dem spanischen Kraftwerksprojekt Ibersol hält, an den Ibersol Fonds, veräußert. Der zugehörige Emissionsprospekt wurde in der vergangenen Woche von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigt.
Bei Ibersol handelt es sich um das vierte von Solar Millennium in Südspanien entwickelte Kraftwerksprojekt. Das Parabolrinnen-Kraftwerk soll mit einer Leistung von 50 Megawatt in der südspanischen Provinz Extremadura realisiert werden und nach etwa zweieinhalb Jahren Bauzeit 2013 ans Netz gehen. Neben der ExtremaSol Kraftwerksgesellschaft sind weiterhin Solar Millennium und Ferrostaal an diesem Solarkraftwerksprojekt beteiligt.
Die ExtremaSol Kraftwerksgesellschaft wird sich an der Baufinanzierung des Kraftwerks Ibersol beteiligen. Die dazu nötigen Mittel plant die Gesellschaft über die Herausgabe einer eigenen Anleihe zu finanzieren. Diese soll sich auch an institutionelle Investoren und Family Offices richten. Die Anleihe soll an der Börse eingeführt werden. Sie kann damit, wie bereits die zuletzt begebene Unternehmensanleihe von Solar Millennium, börsentäglich gehandelt werden.
Mit dem Ibersol Fonds eröffnet Solar Millennium Privatanlegern eine weitere Möglichkeit, direkt von den Erträgen eines solarthermischen Kraftwerks zu profitieren. Das Unternehmen prognostiziert für diesen Genussrechtsfonds eine Gesamtausschüttung von 275 Prozent inklusive Kapitalrückzahlung (vor Ausgabeaufschlag und vor Abgeltungsteuer).
Oliver Blamberger, Finanzvorstand von Solar Millennium: "Neben den nun erfolgten Verkäufen planen wir nach dem Vorbild von Andasol 3 und im Sinne unseres Geschäftsmodells weitere Anteilsverkäufe an Investoren." Die Finanzierungsstrategie von fertig entwickelten Kraftwerksprojekten passt Solar Millennium stets der aktuellen Marktlage und Nachfrage an. Die Gesellschaftsstruktur für das Kraftwerksprojekt Ibersol ist so angelegt, dass weitere Investoren in das Projekt einsteigen können. So sind beim spanischen Vorgängerprojekt Andasol 3 über eine ähnliche Finanzierungsstruktur unter anderem die Stadtwerke München, RheinEnergie und RWE Innogy beteiligt. Die Verhandlungen zum Einstieg weiterer institutioneller Investorengruppen in Ibersol sind nach Einschätzung des Vorstands auf einem guten Weg.
Dr. Norbert Hagen, Sprecher des Vorstands der I.C.M. InvestmentBank zu den Vertriebsaussichten der geplanten Anleihe: "Mittels einer intensiven Marktbeobachtung während der letzten Monate haben wir festgestellt, dass es ein hohes Interesse an einer solchen Anlageform gibt. Ich bin zuversichtlich, dass wir die geplante "Strom"-Anleihe zur Finanzierung unseres Kraftwerksanteils schnell platzieren können."
Wie auch die Schwesterprojekte Andasol 1, 2 und 3 in der Provinz Andalusien soll Ibersol über große thermische Speicher verfügen, wodurch die Betriebsstunden und damit die Menge des produzierten Stroms gegenüber einem Solarkraftwerk ohne Speicher nahezu verdoppelt werden können. Das Kraftwerk ist im Wesentlichen baugleich mit dem andalusischen Solarkraftwerk Andasol 3, das sich derzeit im Bau befindet und 2011 ans Netz gehen soll. Für das rund zwei Quadratkilometer große Kraftwerk Ibersol sind der Einsatz von Kollektoren mit einer Gesamtlänge von rund 90 Kilometer und einer Kollektorfläche von etwa einer halben Million Quadratmeter geplant - das entspricht der Fläche von rund 70 Fußballfeldern. Das Projekt wurde zusammen mit Andasol 3 Ende 2009 durch die spanische Regierung präregistriert. Somit ist die Vergütung des erzeugten Stroms nach dem spanischen Einspeisegesetz für erneuerbare Energien gesichert.
Über den Kaufpreis der Anteile durch die ExtremaSol Kraftwerks GmbH wurde Stillschweigen vereinbart.
Quelle: Pressemeldung Solar Millennium AG
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