Thuringia Versicherung beteiligt Aktionäre stärker an gutem Ergebnis

03.04.1998 | Köln
Auch für ihr 144. Geschäftsjahr legt die Thuringia Versicherungs-Aktiengesellschaft, München, ein Unternehmen der Aachener und Münchener Gruppe, mit dem Jahresabschluß 1997 wieder ein zum Vorjahr deutlich verbessertes Gesamtergebnis vor.

Ursächlich für diese erneute Ergebnisverbesserung sind der erzielte versicherungstechnische Gewinn und insbesondere kräftig gestiegene Erträge aus dem Finanzbereich. Dieses Ergebnis ermöglicht es der Gesellschaft, der Hauptversammlung am 25. Mai 1998 eine Dividendenerhöhung von 25 % auf 30 %, eine zusätzliche Bonus-Ausschüttung von 10 % sowie eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln um DM 14,64 Millionen vorzuschlagen.

Die vereinnahmten Brutto-Beiträge stiegen 1997 um 1,4 % auf DM 1,08 Milliarden (Vorjahr DM 1,06 Milliarden). Dieser Beitragszuwachs resultiert aus einem wettbewerbsbedingten Beitragsrückgang im direkten Geschäft um 2,6 % und einer Beitragssteigerung um 10,9 % im indirekten Geschäft. Der Schwankungsrückstellung werden DM 5 Millionen zugeführt.

Der Schadenaufwand im selbstabgeschlossenen Geschäft erhöhte sich um 4 Prozentpunkte auf 64,8 %.

Die Kosten für den Versicherungsbetrieb im selbstabgeschlossenen Geschäft blieben mit DM 223,6 Millionen im Vorjahresvergleich nahezu unverändert. Die Gesellschaft erwartet aus den von ihr 1997 eingeleiteten Strukturmaßnahmen einen spürbaren Entlastungseffekt erstmals für das Jahr 1999.

Das gesamte versicherungstechnische Geschäft schließt nach Schwankungsrückstellung mit einem Gewinn von DM 14,4 Millionen (Vorjahr: DM 10,3 Millionen).

Einen wesentlichen Beitrag zu dem positiven Gesamtergebnis leistete das nichtversicherungstechnische (Finanz-)Geschäft. Der Zuwachs aus laufenden Kapitalerträgen und vor allem deutliche Gewinne aus dem Aktienhandel führten 1997 zu einer kräftigen Steigerung der Erträge nach Steuern von DM 17,4 Millionen auf DM 27,4 Millionen.

Der gesamte Jahresüberschuß von DM 41,8 Millionen (Vorjahr: DM 27,8 Millionen) erlaubt es der Gesellschaft nach der Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln im Vorjahr aufgrund der wiederum verbesserten Ertragslage der Hauptversammlung neben der Dotierung der Gewinnrücklagen mit DM 12,5 Millionen eine Erhöhung der Dividende von 25 % auf 30 %, eine zusätzliche Bonus-Ausschüttung von 10 % und eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von DM 73,2 Millionen auf DM 87,84 Millionen vorzuschlagen. Neue Aktien sollen im Verhältnis 5 : 1 ausgegeben werden und ab 1998 voll gewinnberechtigt sein.

Die Thuringia weist für das Geschäftsjahr 1997 erstmals die stillen Reserven bei den Kapitalanlagen aus. Die Differenz zwischen den Zeitwerten und den Buchwerten der zu "Anschaffungswerten ausgewiesenen Kapitalanlagen" betrug Ende 1997 rund DM 482 Millionen. Im einzelnen entfielen von der Gesamtsumme auf Grundvermögen DM 163 Millionen, auf Dividendenwerte (Aktien, Beteiligungen und Investmentfonds) DM 290 Millionen und auf festverzinsliche Wertpapiere rund DM 29 Millionen. Bezogen auf die gesamten Kapitalanlagen ergibt sich damit eine Reservequote bei den Kapitalanlagen von rund 30 %.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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