UNIQA hat Interesse an Slovenica und Adriatic
In den vergangenen Tagen hat die UNIQA Group Austria ein nicht bindendes Offert für die mehrheitliche Übernahme der beiden slowenischen Versicherungen Slovenica und Adriatic abgegeben. Die beiden privaten Versicherungen Slovenica und Adriatic halten gemeinsam einen Marktanteil von rund 14% am weit entwickelten und überschaubaren slowenischen Versicherungsmarkt. Die UNIQA Group Austria konzentriert sich in ihrer Expansionsstrategie auf den zentraleuropäischen Raum und ist bereits in allen strategischen Zielländern mit Ausnahme von Slowenien vertreten.
Nach der Prüfung der bisher vorliegenden Informationen über die beiden Unternehmen hat UNIQA ein unverbindliches Offert zur Übernahme von 98% der Slovenica und 51% der Adriatic abgegeben. Im nächsten Schritt werden die Angebote von dem mit der Abwicklung beauftragten Investmenthaus Deloitte & Touche in Zusammenarbeit mit dem Anbieter KD Holding geprüft und eine "shortlist" erstellt. Die Wirtschaftlichkeit eines solchen Projektes lässt sich erst nach einer Detailprüfung konkret beurteilen.
Für die UNIQA Group Austria, die langjährige Erfahrung auf dem ost- und mitteleuropäischen Versicherungsmarkt hat, ist es wichtig, dass alle Gesellschaften, die sich im In- und Ausland der Gruppe anschließen, die lokale Identität nicht verlieren. Aufgabe des Konzerns ist es, Werkzeuge zu schaffen, die es unter Nutzung der Synergien gleichzeitig erlauben, den lokalen Besonderheiten und Bedürfnissen zu entsprechen. Auch für Slowenien kommt - im Falle des Erwerbs - für UNIQA nur eine sehr stark mit dem Land und den lokalen Institutionen verflochtene Lösung in Frage. Auch in den anderen Ländern ist UNIQA immer den partnerschaftlichen Weg gegangen und hat die allerbesten Erfahrungen damit gemacht.
Slovenica d.d.
Das Unternehmen mit Sitz in Ljubljana wurde 1993 gegründet und ist heute mit einem Marktanteil von rund 5% bzw. Prämieneinnahmen von 44,3 Mio. Euro der fünft größte Versicherer in Slowenien. Der Hauptanteil des Portefolios entfällt auf den Kfz Bereich, ein relativ geringer Teil auf die Personenversicherung. Die Slovenica, die als eine der ersten Gesellschaften private Pensionsversicherungen angeboten hat, beschäftigt rund 370 Mitarbeiter - Mehrheitseigentümer ist mit 98% die KD Holding.
Adriatic d.d.
Die viertgrößte Versicherung Sloweniens hat ihre Zentrale in Koper, befindet sich zu mehr als 51 % im Besitz der Slovenica und erzielte 2001 Prämieneinnahmen von 94,5 Mio. Euro - das entspricht einem Marktanteil von knapp unter 10%. In der privaten Krankenversicherung, die die Adriatic derzeit als einzige Versicherung im Privatbesitz anbietet, hält das Unternehmen einen Marktanteil von mehr als 44%. Die Adriatic wurde 1990 gegründet und beschäftigt rund 660 Mitarbeiter
Slowenischer Versicherungsmarkt
Die 15 Versicherungsunternehmen - zwei davon sind reine Rückversicherer - die auf dem slowenischen Versicherungsmarkt vertreten sind, erwirtschafteten 2001 Prämien in der Höhe von 1,1 Mrd. Euro (+19,3%). Die Ausgaben für Versicherungen pro Kopf liegen zwar mit 522 Euro deutlich unter den EU Werten (Ö: 1.443 Euro), sind aber in Zentral- und Osteuropa im oberen Bereich. Trotz des bedeutenden Wachstums in den letzten Jahren trägt der Markt mit rund 2 Mio. Einwohnern noch großes Potential, vor allem im Bereich der Lebensversicherung. Als Vorbereitungsmaßnahmen für einen baldigen EU-Beitritt sind die staatlichen Rahmenbedingungen bereits weitgehend EU-Standards angeglichen worden.
Quelle: Pressemeldung UNIQA Versicherungen AG
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