Volksfürsorge steht für Optimismus und knüpft an die guten Ergebnisse der letzten Jahre an

27.03.2003 | Köln
"Das Jahr 2002 war nicht nur für die Versicherungsbranche generell, sondern auch für die Gesellschaften der Volksfürsorge Versicherungsgruppe selbst, eines der schwierigsten Geschäftsjahre überhaupt.

Während das Neugeschäft der Volksfürsorge Deutsche Lebensversicherung AG und der Volksfürsorge Deutsche Sachversicherung AG - nach dem außergewöhnlich erfolgreichen Vorjahr - gehalten bzw. weiter gesteigert werden konnte, war die Situation am Kapitalmarkt und damit verbunden die negative Kursentwicklung an den Börsen alles andere als erfreulich". Dies unterstrich der Vorstandsvorsitzende der Volksfürsorge, Dr. Joachim Lemppenau, auf der Bilanzpressekonferenz in Hamburg. Das habe auch die Ergebnisse beeinflusst und zeige sich vor allem an der Entwicklung der Reserven der Lebensversicherer branchenweit. Allerdings habe die Volksfürsorge im Gegensatz zu vielen anderen Versicherungsunternehmen mit einer hohen freien Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RFB) ein gutes Sicherheitspolster. Dr. Lemppenau: "Trotz der Schwierigkeiten am Kapitalmarkt stehen wir für Optimismus und knüpfen in 2003 an die guten Ergebnisse der letzten Jahre an. Wir sind und bleiben eine feste Größe im Markt."

Die Geschäftsergebnisse der ersten beiden Monate in 2003 sind wieder erfreulich. In der Lebensversicherung erreichte der eingelöste Neuzugang beim Jahresbeitrag

(44,1 Mio. €) ein Plus von 7,4 %. Auch Riester-Verträge waren mit rd. 20.000 Stück gut vertreten. Die Beitragssumme der im Januar und Februar abgeschlossenen Verträge steigerte sich um 20,4 % auf 1,1 Mrd. €. Die Sachversicherung verzeichnete - wie im Vorjahr - rd. 370.000 Anträge im Neu- und Ersatzgeschäft, darunter allein für die SUH-Sparten (Sach, Unfall, Haftpflicht) knapp 200.000 Anträge.

Volksfürsorge Deutsche Lebensversicherung AG

Im Neugeschäft 2002 erzielte die Gesellschaft einen laufenden Jahresbeitrag von 275,8 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Zuwachs um 1,7 %, wenn der Vorjahreswert um den Sondereinfluss des provisionsfreien Großkundengeschäfts mit dem Landesbetrieb Krankenhäuser Hamburg (LBK) bereinigt wird. Die Beitragssumme der Neuabschlüsse stieg um 11,8 % auf 6,62 Mrd. €. Auch die Stückzahl der eingelösten Versicherungsscheine erhöhte sich sehr deutlich um 8,4 %. Schwerpunkt des Neugeschäfts sind nach wie vor fondsgebundene Versicherungen. Jeder zweite in 2002 abgeschlossene Vertrag gehört in diese Kategorie. Einen wichtigen Beitrag leistete hier die im Oktober 2002 eingeführte Kinder-Rentenversicherung "Best Invest Future". Sie ermöglicht mit Hilfe des Zinseszins-Effekts schon mit geringen Monatsbeiträgen die Schaffung eines Grundstocks für die spätere Altersversorgung der Kinder.

Die Vertragsabgänge durch Ablauf und Leistungsfälle lagen mit 93,4 Mio. € laufendem Jahresbeitrag um 10,7 % über dem Vorjahreswert. Diese Zunahme ist insbesondere durch den Ablauf der Beitragszahlungsdauer von Rentenversicherungen begründet.

Der Bestand wuchs auch 2002 weiter an. Der laufende Jahresbeitrag stieg um 1,8 % auf 2,14 Mrd. €.

Der Bestand an Kapitalanlagen belief sich zum Jahresende auf 23,4 Mrd. €. Für einige ausgewählte Aktienpositionen und Fondsanteile wurde erstmals der § 341 b HGB genutzt und sie damit dem Anlagevermögen zugeführt. Das Kapitalanlageergebnis betrug 1,1 Mrd. € (Vj. 1,5 Mrd. €). Die Nettoverzinsung erreichte 4,54 % (Vj. 6,74 %). Für die im Geschäftsbericht auszuweisenden Bewertungsreserven werden nach HGB die stillen Reserven/Lasten der zum Anschaffungswert zu bilanzierenden Kapitalanlagen berücksichtigt. Das sind im Wesentlichen Immobilien, Dividendenwerte und festverzinsliche Produkte. Hierbei haben sich die im Vorjahr noch ausgewiesenen Reserven von 1,0 Mrd. € in Lasten von 0,9 Mrd. € gewandelt. Nimmt man die stillen Reserven der hierin nicht berücksichtigten Namenspapieren hinzu, so verfügt die Gesellschaft insgesamt über einen leicht positiven Betrag.

Die Verwaltungskostenquote (bezogen auf die gebuchten Bruttobeiträge) konnte erneut gesenkt werden. Nach 3,9 % in 2001 beträgt sie jetzt noch 3,8 %. Der Abschlusskostensatz bleibt mit 5,7 % auf Vorjahresniveau.

Der Rohüberschuss erreichte, bedingt durch den Rückgang der Nettoverzinsung der Kapitalanlagen 520 Mio. € (Vj. 1,1 Mrd. €). Davon wurden 280 Mio. € (Vj. 270 Mio. €) als Direktgutschrift an die Kunden weitergegeben. Der RfB wurden 190 Mio. € zugeführt (Vj. 760 Mio. €). Per Saldo beläuft sich die RfB jetzt auf 2,83 Mrd. € (Vj. 3,12 Mrd. €).

Aufgrund der überdurchschnittlich guten Ergebnisse der vergangenen Jahre beläuft sich die freie RfB zum Jahresende 2002 auf einen Betrag von 1,44 Mrd. € (Vj. 1,70 Mrd. €). Dieses Sicherheitspolster umfasst 50,7 % (Vj. 54,3 %) der gesamten RfB. Damit ist die Volksfürsorge überdurchschnittlich gut dotiert und kann ihren Kunden die für das Thema Altersvorsorge so wichtige Sicherheit weiterhin gewährleisten.

Volksfürsorge Deutsche Sachversicherung AG

Die Volksfürsorge Deutsche Sachversicherung AG hatte im Hinblick auf das Neugeschäft wieder ein sehr gutes Jahr. Rund 788.000 Verträge wurden insgesamt neu abgeschlossen. Das sind 18,0 % mehr als im schon guten Vorjahr. Die Beiträge des selbst vermittelten Neugeschäfts konnten um 6,7 % auf 163,1 Mio. € gesteigert werden. Den steilsten Anstieg verzeichnete dabei die Wohngebäudeversicherung mit einem Plus von 35,7 %. Auch Glas (+ 30,6 %), Allgemeine Haftpflicht (+ 17,3 %) und Hausrat (+ 16,7 %) weisen zweistellige Zuwächse aus. In der Kfz-Versicherung stiegen die Neugeschäfts-Beiträge nach dem hervorragenden Vorjahr erneut um 4,7 %.

Insgesamt betrug der Bestand Ende 2002 über 5 Millionen Verträge. Das sind 3,0 % mehr als im Vorjahr. Auch die gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen nahmen um 5,6 % auf 678,9 Mio. € zu. Wesentlichen Anteil daran hatte wieder die Kraftfahrt-Sparte mit einem Plus von 12,4 % auf 336,1 Mio. €.

Rd. 750.000 Schäden wurden in 2002 gemeldet. Das sind gut 91.000 oder 13,9 % mehr als im Vorjahr. Ursächlich für diesen enormen Anstieg waren die Überschwemmungs-Katastrophen an Elbe und Donau sowie die schweren Herbststürme. Die Versicherungsleistungen stiegen um 15,6 % auf 595,9 Mio. €. Die Geschäftsjahres-Schadenquote - Schadenaufwand in Relation zu den verdienten Beiträgen - verschlechterte sich entsprechend auf 87,4 % (Vj. 80,1 %). Daraus ergibt sich ein versicherungstechnischer Verlust von 18,9 Mio. €, nachdem 2001 noch ein versicherungstechnischer Gewinn zu verzeichnen war.

Bei der "Fahrer-Plus", die im Juli 2002 neu eingeführt wurde, handelt es sich um eine Innovation am Markt. Mit dem neuen Schadenersatzrecht hat jeder, der bei einem Verkehrsunfall zu Schaden kommt, gegen irgendjemanden einen Ersatzanspruch - nur der Fahrer nicht. Diese Lücke wurde mit der "Fahrer-Plus" als Ergänzung zur Kfz-Haftpflichtversicherung äußerst preisgünstig geschlossen. Die bisherigen Abschlusszahlen (45.000 Stück bis Feb. 2003) sind erfreulich.

Seit dem vergangenen Jahr bietet die Volksfürsorge alle Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung (bAV) an. Mit der "Volksfürsorge Pensionsfonds AG" und der "AMB Generali Pensionskasse AG" stehen hauseigene Lösungen zur Verfügung. Der größte Teil der Kunden bevorzugt nach wie vor den Weg über die Unterstützungskasse. Die "Unterstützungskasse zur Förderung der betrieblichen Altersversorgung e.V." (ufba) verzeichnete bei den Trägerunternehmen in den letzten beiden Jahren ein Wachstum um 152 % auf jetzt 3.016 Mitglieder. Mit 35 Mio. € Jahresbeitrag wird die Altersversorgung für rd. 25.500 Mitarbeiter der Trägerunternehmen gesichert.

In einem Spezialgebiet der bAV - Umdeckung öffentlich-rechtlicher Versorgungsleistungen - sieht die Volksfürsorge für sich große Chancen. Im Hinblick auf die schwierige finanzielle Situation der Kommunen gewinnt dieser Schritt, den der Landesbetrieb Krankenhäuser Hamburg (LBK) und weitere namhafte Institutionen bereits vollzogen haben, auch volkswirtschaftlich erheblich an Bedeutung.

Ein wichtiger Abschluss wurde Anfang 2003 verbucht. Die Volksfürsorge erhielt den Zuschlag für die Übernahme der betrieblichen Altersversorgung des Universitätsklinikums Leipzig (UKL). Es gab eine europaweite Ausschreibung für die Umstellung der bisher über die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) geregelten Altersversorgung auf ein kapitalgedecktes System. Rückwirkend zum 1. Januar 2003 wird die Uniklinik für ihre rd. 3.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Altersvorsorge über die Unterstützungskasse der Volksfürsorge regeln. Hierfür werden vom Arbeitgeber insgesamt 125 Mio. € an Beiträgen aufgebracht. Dieser Abschluss ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum führenden Unternehmen in Sachen betrieblicher Altersversorgung.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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