Zufriedenstellendes Ergebnis 2000

04.04.2001 | Köln
Die Thuringia Versicherungs-Aktiengesellschaft, München, ein Unternehmen der AM-Gruppe, stellte auf ihrer Hauptversammlung am 04. April 2001 für ihr 147. Geschäftsjahr ein durchaus zufriedenstellendes Gesamtergebnis vor.

Im Gesamtgeschäft sind die Beitragseinnahmen brutto um 48,6 Mio DM auf 1.086,2 Mio DM gestiegen. Nachdem das Beitragsvolumen im Vorjahr nur geringfügig gestiegen war, ist in 2000 ein deutlicher Zuwachs der Prämieneinnahme (+ 4,7 %) - getragen von der Bestandserhöhung in Kraftfahrt und einer sehr guten Neugeschäftsentwicklung - zu verzeichnen.

Im selbst abgeschlossenen Geschäft hat sich die Beitragseinnahme besonders erfreulich entwickelt und ist mit einem Plus von 6,0 % weit stärker als im Vorjahr gestiegen. Besonders hervorzuheben ist der Prämienzuwachs von 10,9 % in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung und 13,4 % in der Fahrzeugvollversicherung. Diese Sparten werden in der Werbung um neue Kunden auch deshalb forciert, da sie als "Türöffner" für Folgegeschäft gelten.

Schaden

Im Schadenverlauf des direkten Geschäfts hat sich die Situation gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Geschäftsjahres-Schadenquote über alle Versicherungszweige hinweg ist von 88,0 % auf 84,8 % gesunken. Besonders deutliche Verbesserungen der Schadenquote zeigen sich in den Zweigen Hausrat, Wohngebäude, Allgemeine Haftpflicht, Allgemeine Unfall und Kraftfahrzeug-Haftpflicht. Höhere Schadenquoten ergaben sich dagegen in den Zweigen Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser und in der Fahrzeugvollversicherung.

Kosten

Im Bereich der Kosten sind die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb im selbst abgeschlossenen Geschäft um 0,7 % -Punkte auf 33,7 % gestiegen. Eine Kostenentlastung wird in den Folgejahren erwartet, wenn die derzeit laufenden Strukturprojekte abgeschlossen sind.

Indirektes Geschäft

Die Brutto-Beitragseinnahme des in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäfts ist gegenüber dem Vorjahr um 1,5 % gestiegen.

Versicherungstechnisches Ergebnis

Das gesamte versicherungstechnische Geschäft schließt vor Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen nach einem Verlust von 12,4 Mio DM im Vorjahr mit einem Verlust von 30,0 Mio DM in 2000. Nach Entnahmen aus der Schwankungsrückstellung und ähnlichen Rückstellungen von 21,4 Mio DM (Vorjahr: Entnahme von 19,7 Mio DM) ergibt sich ein Verlust von 8,6 Mio DM (Gewinn im Vorjahr: 7,3 Mio DM). Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen haben per 31.12.2000 einen Stand von 123,2 Mio DM erreicht, die Schadenrückstellungen betragen 176 % der Schadenzahlungen.

Allgemeines (Finanz-)Geschäft

Der Gewinn im nichtversicherungstechnischen (Finanz-) Geschäft ist vor gewinnabhängigen Steuern um 4,9 Mio DM geringer als im Vorjahr. Die Erträge aus Kapitalanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken.

Stark gestiegen sind dagegen die Erträge aus dem Abgang von Kapitalanlagen, die mit 118,8 Mio DM um 62,2 Mio DM höher sind als im Vorjahr. Allein 103,1 Mio DM stammen dabei aus Gewinnrealisierungen durch Aktienverkäufe, welche vorwiegend zu Beginn des Jahres bei hohen Börsenkursen durchgeführt wurden.

Die stillen Reserven bei den Kapitalanlagen sind im Geschäftsjahr 2000 leicht gesunken. Die Differenz zwischen den Zeitwerten und Buchwerten der "zu Anschaffungswerten ausgewiesenen Kapitalanlagen" betrug 2000 540 Mio DM. Davon entfielen 171 Mio DM auf Grundvermögen, 363 Mio DM auf Dividendenwerte (Aktien, Beteiligungen und Investmentfonds) und rd. 6 Mio DM auf festverzinsliche Wertpapiere. Bezogen auf die gesamten Kapitalanlagen ergibt sich damit eine Reservequote bei den Kapitalanlagen von rund 35 %.

Nach Steuern erbrachte das allgemeine Geschäft mit 66,8 Mio DM einen leicht höheren Ertrag als im Vorjahr (rd. 66 Mio DM).

Insgesamt verbleibt nach Steuern ein Jahresüberschuss von 58,2 Mio DM (Vorjahr 73,3 Mio DM). Dieses Ergebnis erlaubt es, den anderen Gewinnrücklagen weitere 5,5 Mio DM (Vorjahr 36,4 Mio DM) zuzuführen, wodurch das Eigenkapital ohne den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres auf 275,8 Mio DM steigt. Gleichzeitig konnte der Hauptversammlung von Aufsichtsrat und Vorstand vorgeschlagen werden, an die Aktionäre je voll eingezahlte Stückaktie eine erhöhte Dividende von 16,51 DM sowie einen zusätzlichen Bonus von 8,49 DM auszuschütten.

Außerdem wurde vorgeschlagen, das derzeit gezeichnete Kapital von

59,3 Mio Euro aus Gesellschaftsmitteln auf 65,2 Mio Euro zu erhöhen. Die Erhöhung soll ohne Ausgabe neuer Aktien durch Umwandlung von Teilen der Kapitalrücklage in gezeichnetes Kapital erfolgen.

Ausblick 2001

In den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2001 sind die Beitragseinnahmen im selbst abgeschlossenen Geschäft mit einem Plus von 12,1 % gegenüber dem Vorjahr weiter deutlich gestiegen. Dies sind überzeugende Erfolge einer klaren Vertriebsstruktur und einer schlagkräftigen Außendienst-Mannschaft, die sich auf dem immer schwieriger werdenden Markt konsequent behauptet. Durch die Erweiterung des Internet-Auftritts sollen neue Zielgruppen erreicht und der Vertrieb unterstützt werden. Die Brutto-Schadenbelastung ist gegenüber dem Vorjahr um 2,3 %-Punkte gesunken, lediglich in den Versicherungszweigen Feuer und Betriebsunterbrechung ist ein deutlicher Anstieg der Schadenbelastung zu beobachten. Die Kostenbelastung ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Zusammenfassend stellte Vorstandsvorsitzender Norbert Müller mit Blick auf die überzeugenden Vertriebserfolge und die gute Rückstellungspolitik der Gesellschaft auch für das Geschäftsjahr 2001 ein Ergebnis in Aussicht, das die Ausschüttung einer angemessenen Dividende und eine weitere Verstärkung des Eigenkapitals ermöglicht.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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