Wo Aktien handeln?

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Wer auf der Suche nach der passenden Plattform für den Aktienhandel ist, dem werden unzählige Möglichkeiten geboten. Dabei ist nicht jede Plattform für jeden Anleger die passende Wahl. Die richtige Entscheidung ist ausschlaggebend für den Erfolg oder Misserfolg des Aktienhandels. Also wo sollte man mit Aktien handeln?

Aktienhandel mit der Hausbank

In der Vergangenheit war die Hausbank die offensichtliche Wahl. Gemeinsam mit einem Bankberater können Anleger hier ein passendes Portfolio erstellen. Das Portfolio wird anschließend durch einen hausinternen Mitarbeiter verwaltet. Darüber hinaus ist es möglich, Orders zum Kauf oder Verkauf von Aktien an die Bank weiterzugeben. Diese Methode bietet Vor- und Nachteile:

Vorteile Aktienhandel mit der Hausbank:

  • Persönlicher Kontakt mit dem Bankberater
  • Finanzielle Möglichkeiten sind bekannt
  • Einfache Verwaltung

Nachteile Aktienhandel mit der Hausbank:

  • Hohe Kosten
  • Geringer Einfluss auf die Depotverwaltung
  • Wenig Transparenz
  • Aktienhandel mit einem Online-Broker
Gängige Praxis ist es, dass ein persönliches Risikoprofil erstellt wird. Anhand dieses Profils wird eine Depotmischung vorgeschlagen. (#1)

Gängige Praxis ist es, dass ein persönliches Risikoprofil erstellt wird. Anhand dieses Profils wird eine Depotmischung vorgeschlagen. (#1)

Der moderne Aktienhandel wird immer häufiger durch Online-Broker abgewickelt. Anleger aller Anlageklassen haben hier die Möglichkeit, ein maßgeschneidertes Depot zu eröffnen und individuell zu verwalten. Jede volljährige Person kann ein eigenes Depot mit nur wenigen Klicks eröffnen. Abhängig vom Anbieter, wird eine Mindesteinlage erfragt. Für Kleinanleger gibt es Finanzpartner, die bereits Depots für wenige hundert Euro eröffnen. Anleger mit ausreichend Kapital können sich an Spezialisten mit einer Mindesteinlage von 100.000 Euro oder mehr wenden.

In beiden Fällen ist es Standard, dass ein persönliches Risikoprofil erstellt wird. Anhand dieses Profils wird eine Depotmischung vorgeschlagen. Risikoarme Portfolios setzen auf stabile Aktienfonds mit guten Rendite-Chancen. Wer bereit ist, hohe Verluste in Kauf zu nehmen, kann sich für Aktien mit vergleichsweise starken Schwankungen entscheiden. Einige Anbieter erlauben dem Anleger dabei nur eine Anpassung in eine geringere, nicht aber eine höhere Risikoklasse.

Vorteile Aktienhandel mit Online-Broker:

  • Schnelle und unkomplizierte Depoteröffnung
  • Geringe Mindesteinlagen möglich
  • Geringe Verwaltungskosten

Nachteile Aktienhandel mit Online-Broker:

  • Kein persönlicher Ansprechpartner – Telefonhotline
  • Individuelle Finanzsituation ist nicht bekannt
  • Anlagetyp bestimmen: wo Aktien handeln?

Anleger mit einem hohen Investitionskapital und wenig Interesse an einer aktiven Beteiligung am Handel sind bei ihrer Hausbank gut aufgehoben. Auf Wunsch werden sämtliche Anlage-Entscheidungen durch den Börsenmakler der Bank getroffen. Der Anleger wird lediglich über die aktuellen Renditen bzw. Verluste informiert. Da alles über ein Finanzinstitut abgewickelt wird, steht das Kapital außerdem schnell und unkompliziert zur Verfügung.

Anleger mit einem hohen Investitionskapital und wenig Interesse an einer aktiven Beteiligung am Handel sind bei ihrer Hausbank gut aufgehoben. (#2)

Anleger mit einem hohen Investitionskapital und wenig Interesse an einer aktiven Beteiligung am Handel sind bei ihrer Hausbank gut aufgehoben. (#2)

Für Einsteiger sind Online-Broker eine gute Wahl. Hier werden dem Anleger alle wichtigen Tools und Informationen an die Hand gegeben. Einem erfolgreichen Aktienhandel steht somit nichts im Weg. Besonders interessant ist dieser Bereich für Kleinanleger. Steht ein geringes Anlagekapital zur Verfügung, lässt sich dies mit dem passenden Depot effizient vermehren.

Die Online-Broker arbeiten sowohl mit passiver, als auch mit aktiver Depotverwaltung. Passive Depots sind auf eine Langzeitstrategie ausgelegt. Die Summe der Gewinne und Verluste aus Marktschwankungen über einen langen Zeitraum ist auf eine Zielrendite ausgelegt. Anpassungen der Depots sind nur in wenigen Fällen notwendig – zum Beispiel, wenn sich das Anlageziel ändert. Um sich zu entscheiden, wo Aktien am besten zu handeln sind, ist es daher wichtig, die eigene Risikobereitschaft und sein Anlageziel zu kennen.


Bildnachweis: © Shutterstock-Titelbild Kamira, -#1 NicoElNino, -#2 Astrid Gast

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About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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