„Banken in Deutschland: Aktuelle Übersicht (2019)“

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Ein starkes Investment braucht einen starken Partner, der in Form der Banken in Deutschland zur Verfügung steht. Oder zur Verfügung stehen sollte, denn die aktuelle Geldpolitik macht es so mancher Bank schwer.

Banken in Deutschland: Schwieriges Pflaster und großer Wettbewerb

Die Landesbanken und Banken in Deutschland haben es schwer, denn auch sie sind den Veränderungen der modernen Zeit unterworfen. Sie sollen Leistungen bringen, die sie immer schwerer selbst finanzieren können, denn die aktuelle und schon länger andauernde Niedrigzinslage lässt die Einnahmen der Banken schwinden.

Geht es der Wirtschaft gut, wird diese investieren, Unternehmen und Privatpersonen geben ihr Geld großzügiger aus. Kredite werden von den Partnern von smava derzeit besonders günstig vermittelt, was die Investitionsfreude bei Firmen und privaten Investoren erhöht. Die Zahl der Banken sinkt allerdings dennoch, was unter anderem an Konzernzusammenschlüssen und Neuorientierungen liegt. Immer mehr Banken steigen ins Onlinegeschäft ein und bieten den gewohnten kompletten Service via App oder Software.

Interessant: Waren es in 2004 noch 2.401 Kreditinstitute, sank deren Zahl bis 2011 auf 2.080. Ende 2017 waren es sogar nur noch 1.823 Banken und die Tendenz ist weiterhin abnehmend.

Der Wettbewerb auf dem Finanzmarkt ist groß, denn die Branchenriesen setzen sich neben den alternativen Anbietern immer mehr durch. Der Trend geht wie bereits erwähnt zum Onlinebanking und speziell zum Banking über Apps. Zahlreiche Bankfilialen in Deutschland werden nicht mehr benötigt und aus Kostengründen geschlossen. Dennoch fühlen sich die Bankkunden gut beraten, denn gleichzeitig wird der Onlineservice stetig weiter ausgebaut. Einfacher und bequemer als heute war es noch nie, Kredit- und Kontogeschäfte selbst zu erledigen.

Die Banken stehen allerdings unter Druck und das nicht nur in Deutschland. Experten sind der Meinung, dass es große Umbrüche geben müsste, damit die Geschäftsführung so mancher Bank aufwache und dem Trend der Zeit folge. Die Digitalisierung bereitet hier Kopfzerbrechen, denn sie sorgt für einen Kundenschwund. Immer mehr bisher treue Kunden wenden sich an den Bankberater, der auf ihrem Smartphone erscheint, und wickeln ihre Bankangelegenheiten online ab.

Gleichzeitig hält die Bankenaufsicht die Hand über allem, was gemacht wird, und die strenge Regulierung sorgt dafür, dass das Bankgeschäft immer noch stark bürokratisiert betrieben werden muss. Schätzungen gehen mittlerweile davon aus, dass in 10 bis 15 Jahren von den heutigen Banken nur noch rund 150 übrig bleiben werden.

Bisher ist es in Deutschland sehr auffällig, wie viele Kreditinstitute es gibt. Nachzulesen ist es in allen Statistiken zur Anzahl der Banken, dort erscheinen riesige Zahlen. Nicht alle sind für Privatpersonen offen, einige davon sind reine Unternehmerbanken. Dennoch: Lange Zeit war es ein Vorteil, einen derartig großen Wettbewerb unter den Kreditinstituten zu haben. Doch dieses kleinteilige System wird nun zum Problem. Dadurch gibt es in Deutschland Schwierigkeiten, die es anderswo nicht gibt, so zum Beispiel in Frankreich.

Dort sind einige wenige Kreditinstitute auf dem Markt vertreten, diese sind aber deutlich größer als die deutschen Vertreter. Bei uns hingegen gibt es traditionell viele kleine Institute und natürlich noch mehr Bankfilialen. Es mag sein, dass in der Wirtschaft eine möglichst große Konkurrenz das Geschäft belebt, in der Welt des Bankwesens ist das weniger der Fall. In Deutschland verdienen Banken und Landesbanken kaum noch Geld, zumal die Kosten für die Bankgeschäfte im internationalen Vergleich sehr gering ausfallen. Diese sind damit keine sichere Einnahmequelle, auch wenn die Bankkunden über das ständige Steigen der Preise entsetzt sind.

Um neue Lösungen zu finden, steht nun die Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank im Raum, die von Olaf Scholz, seines Zeichens nach deutscher Finanzminister, in die Diskussion gebracht worden war. Ob sich damit die Probleme für deutsche Banken wirklich beheben lassen und aus solchen Zusammenschlüssen weltweit agierende Finanzinstitute entstehen, die tatsächlich erfolgreich sind und nicht wie jüngst die Deutsche Bank das Handtuch werfen müssen, bleibt allerdings noch in der Schwebe.

Fakt ist auf jeden Fall, dass auch in Krisenzeiten die Einlagensicherung immer noch gegeben ist, was dem Sicherheitsbedürfnis der Anleger entgegenkommen dürfte. Auch wenn manche Geschäftsführung einzelner Banken eben diese Einlagensicherung gern zurückfahren würde, lässt dies die Bankenaufsicht natürlich nicht zu.

Die im Folgenden aufgelisteten Banken in Deutschland sind nach ihrer Bilanzsumme sortiert, welche für das Jahr 2012 angegeben ist.

Die im Folgenden aufgelisteten Banken in Deutschland sind nach ihrer Bilanzsumme sortiert, welche für das Jahr 2012 angegeben ist.(#01)

Übersicht über Banken in Deutschland

Die im Folgenden aufgelisteten Banken in Deutschland sind nach ihrer Bilanzsumme sortiert, welche für das Jahr 2012 angegeben ist. Interessant ist, dass die Bilanzierungssumme nichts über die Größe der Bank selbst aussagt, denn zum Beispiel die Zahl der Mitarbeiter ist bei Banken mit niedriger Bilanzsumme ähnlich hoch wie bei höherer Summe. Auswählt wurden die folgenden Bankbeispiele aus den ersten 50 größten deutschen Kreditinstituten.

Privatbanken und ihre Eckdaten

  • Deutsche Bank AG
    2.012.329 Euro
    98.219 Mitarbeiter
  • Commerzbank AG
    635.878 Euro
    53.601 Mitarbeiter
  • Unicredit Bank AG
    348.300 Euro
    19.247 Mitarbeiter
  • Postbank AG
    193.822 Euro
    19.230 Mitarbeiter
  • Hypothekenbank Frankfurt AG
    173.021 Euro
    1.014 Mitarbeiter
  • ING-DiBa AG
    120.289 Euro
    3.178 Mitarbeiter
  • Deutsche Pfandbriefbank AG
    97.056 Euro
    1.044 Mitarbeiter
  • Dexia Kommunalbank Deutschland AG
    48.719 Euro
    82 Mitarbeiter
  • Aareal Bank AG
    45.734 Euro
    2.289 Mitarbeiter
  • BHW Bausparkasse AG
    41.273 Euro
    406 Mitarbeiter
  • Volkswagen Bank AG
    39.220 Euro
    864 Mitarbeiter
  • Santander Consumer Bank AG
    37.101 Euro
    3.808 Mitarbeiter
  • SEB AG
    35.634 Euro
    1.076 Mitarbeiter
  • Deutsche Hypothekenbank
    34.578 Euro
    420 Mitarbeiter
  • Berlin-Hannoversche Hypothekenbank AG
    34.205 Euro
    333 Mitarbeiter
  • IKB Deutsche Industriebank AG
    31.432 Euro
    1.489 Mitarbeiter
  • DVB Bank SE
    23.805 Euro
    558 Mitarbeiter
  • Wüstenrot Bausparkasse AG
    23.124 Euro
    2.093 Mitarbeiter
  • Mercedes-Benz Bank AG
    20.940 Euro
    1.481 Mitarbeiter
  • BMW Bank GmbH
    20.559 Euro
    1.300 Mitarbeiter
  • HSBC Trinkaus & Burkhardt AG
    20.048 Euro
    2.528 Mitarbeiter
Sparkasse Köln Bonn

Banken in Deutschland die Sparkasse Köln Bonn(#02)

Öffentlich-rechtliche Banken und ihre Eckdaten

  • KfW Bankengruppe
    511.622 Euro
    5.440 Mitarbeiter
  • Landesbank Baden-Württemberg
    336.326 Euro
    11.642 Mitarbeiter
  • Bayerische Landesbank
    286.823 Euro
    9.932 Mitarbeiter
  • Norddeutsche Landesbank Girozentrale
    225.550 Euro
    4.280 Mitarbeiter
  • Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale
    199.301 Euro
    6.284 Mitarbeiter
  • NRW Bank
    149.086 Euro
    1.258 Mitarbeiter
  • HSH Nordbank AG
    130.606 Euro
    3.123 Mitarbeiter
  • Deka Bank Deutsche Girozentrale
    129.744 Euro
    4.040 Mitarbeiter
  • Landesbank Berlin Holding AG
    118.298 Euro
    5.802 Mitarbeiter
  • Landeswirtschaftliche Rentnerbank AG
    88.398 Euro
    256 Mitarbeiter
  • Landeskreditbank Baden-Württemberg Förderbank
    70.630 Euro
    1.225 Mitarbeiter
  • DKB Deutsche Kreditbank AG
    66.761 Euro
    1.320 Mitarbeiter
  • Bremer Landesbank Kreditanstalt Oldenburg Girozentrale
    35.584 Euro
    1.064 Mitarbeiter
  • Sparkasse Köln Bonn
    28.781 Euro
    4.661 Mitarbeiter
  • Kreissparkasse Köln
    24.031 Euro
    3.952 Mitarbeiter
  • LfA Förderbank Bayern
    22.649 Euro
    314 Mitarbeiter
  • Westdeutsche Immobilien Bank AG
    19.959 Euro
    378 Mitarbeiter
  • IBB Investitionsbank Berlin-Brandenburg
    19.936 Euro
    640 Mitarbeiter
  • Landesbank Saar
    18.740 Euro
    518 Mitarbeiter
  • Investitionsbank Schleswig-Holstein
    17.976 Euro
    521 Mitarbeiter
Deutschland steht bezüglich seiner Banken im Umbruch und muss davon ausgehen, dass die deutsche Bankenlandschaft nicht mehr lange so sein wird wie bisher bekannt.

Deutschland steht bezüglich seiner Banken im Umbruch und muss davon ausgehen, dass die deutsche Bankenlandschaft nicht mehr lange so sein wird wie bisher bekannt.(#03)

Genossenschaftliche Banken und ihre Eckdaten

  • DZ Bank AG
    407.236 Euro
    28.227 Mitarbeiter
  • WGZ Bank AG Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank
    96.082 Euro
    1.561 Mitarbeiter
  • DG Hyp Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG
    54.368 Euro
    428 Mitarbeiter
  • Bausparkasse Schwäbisch-Hall AG
    47.895 Euro
    679 Mitarbeiter
  • WL Bank AG Westfälische Landschaft Bodenkreditbank
    41.837 Euro
    322 Mitarbeiter
  • Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG
    37.888 Euro
    2.360 Mitarbeiter
  • Münchener Hypothekenbank eG
    36.643 Euro
    410 Mitarbeiter

Deutschland steht bezüglich seiner Banken im Umbruch und muss davon ausgehen, dass die deutsche Bankenlandschaft nicht mehr lange so sein wird wie bisher bekannt. Neue Anbieter drängen auf den Markt und verdrängen alteingesessene Kreditinstitute, die ihre Kunden nicht mehr zufriedenstellen können. Gegen die Digitalisierung ist nämlich auch jede Bank innerhalb Deutschland machtlos.

Sicherlich kann der Weg zum Teil mitgegangen werden, indem das Onlinebanking immer weiter ausgebaut wird. Dennoch sind es die kleinen Apps, die den Banken den Rang ablaufen und in Deutschland dafür sorgen, dass immer weniger Menschen zu den Bankfilialen gehen. Es braucht keinen Berater vor Ort mehr und selbst die älteren Menschen, die bisher immer noch als großer Halt für das Bestehen altbewährter Systeme galten, orientieren sich um.

In dem Maße, wie die Mobilität per Smartphone und Tablet deutlich vergrößert wird, wird das Angebot einer Bank beschränkt. Es werden weniger Mitarbeiter benötigt, was auch bei den Landesbanken interessant ist. Hier sind vergleichsweise wenig Mitarbeiter beschäftigt und das, obwohl beispielsweise Förderanträge und Unternehmen dort betreut werden.

Was aus der momentan in den Raum geworfenen Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank werden wird, ist bislang noch nicht sicher. Klar ist aber, dass es auch ein Branchenriese nicht zwingend leichter hat, denn auch dieser muss sich angesichts der wachsenden Internetkonkurrenz mehr und mehr behaupten können.

Es sind neue Lösungen gefragt, die die Kunden bei der Stange halten und dafür sorgen, dass diese eben nicht nur noch über Apps gehen und ihre Bankgeschäfte dort anlegen. Außerdem muss ein Umschwung aus der Wirtschaft kommen, denn mit den anhaltenden Niedrigzinsen ist es unmöglich, ausreichende Gewinne einzufahren. Solange fast jede Bank innerhalb Deutschlands beständig mit Verlusten rechnen muss, ist auch der Ausbau der eigenen Leistungen im Sinne der Digitalisierung nicht ganz einfach.

Eine Zusammenarbeit aus Kreditinstituten, Bankenaufsicht, Politik und Wirtschaft wird vonnöten sein, um die Krise der Kreditinstitute zu beheben und diese zu neuem Erfolg zu führen. Solange das nicht gegeben ist, wird der Weg auch weiterhin bergab gehen und die Zahl der Kreditinstitute nicht nur aus Vernunftgründen immer geringer werden. Sie werden schlichtweg pleite sein.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: eugeniusro -#01: kavalenkava -#02: Vytautas Kielaitis -#03: _Lutsenko_Oleksandr

About Author

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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