Das seit 2020 laufende Kooperationsprojekt von SPRIND und GICON erreicht in Schipkau einen technologischen Meilenstein: Der Aufbau eines 365 Meter hohen Teleskopmastes mit Stahlgitterstruktur für Höhenwindenergie. Durch ausfahrbare Segmente werden Turbinen in Strömungen positioniert, die konstanter und leistungsstärker sind als bodennahe Winde. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Ingenieuren in Dresden und Leipzig legt damit den Grundstein für Energiesouverständigkeit und langfristig kostengünstigen Strom. Es ermöglicht skalierbare Dunkelflautenabsicherung und effiziente höhere Netzstabilität.
Inhaltsverzeichnis: Das erwartet Sie in diesem Artikel
Interdisziplinäres Ingenieurteam nutzt die stabilen Windstärken oberhalb konventioneller Windparks
Die Nutzung von Winden oberhalb konventioneller Rotorhorizonte verspricht gleichmäßigere und stärkere Windkräfte. Vor diesem Hintergrund hat SPRIND bereits 2020 die Erschließung dieser Höhenwindressourcen als Kernthema festgelegt. Unter der wissenschaftlichen Anleitung von Prof. Horst Bendix aus Leipzig und Prof. Jochen Großmann aus Dresden verbindet das Unternehmen unterschiedliche ingenieurtechnische Kompetenzen. Ziel ist die Entwicklung zuverlässiger Höhenwindenergieanlagen, die die konstanten Strömungen in größeren Höhen effizient und wirtschaftlich umsetzen und so die Stromproduktion optimieren.
GICON-Gründer Großmann und Prof. Bendix treiben Höhenwindrad Schipkau voran
Prof. Horst Bendix verantwortete als Leiter Forschung und Technik bei Kirow in Leipzig entscheidende Innovationsschritte im Schwermaschinenbau und engagierte sich später als Hochschullehrer und unabhängiger Berater. In Dresden gründete Prof. Jochen Großmann die GICON-Gruppe, einen Zusammenschluss von Ingenieurdienstleistern mit hoher Spezialisierung. Ihr koordiniertes Fachwissen verbindet wirtschaftliche Effizienz mit ingenieurtechnischem Tiefgang. Diese Symbiose bildet die Basis des Höhenwindrads in Schipkau, das durch multifunktionale Turbinenarchitektur neue Leistungsdimensionen erreicht und effizient und Ressourcenschonung gewährleistet.
Stahlgittermast vor Ort aufgebaut dann teleskopisch ausgefahren für Energiegewinnung
Ausgehend von interdisziplinärer Forschung kombiniert das System einen ausfahrbaren Mast mit Stahlgitterkonstruktion, um Höhenwindressourcen nutzbar zu machen. Einzelne Segmente des Turms werden im Werk vorgefertigt, zum Standort transportiert und dort per mechanischem Teleskopprinzip stufenweise auf 365 Meter ausgefahren. Durch die modulare Bauweise lassen sich Montagezeiten verkürzen und Risiken bei Transport und Aufbau minimieren. Diese Innovation erlaubt erstmals kommerzielle Höhenwindanlagen mit verbesserter Ausnutzung starker, stabiler Windströmungen und steigert gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit.
Neuartiger Teleskopmast hebt Windturbine auf 365 Meter, Effizienz steigt
Mit einer Turmhöhe von 365 Metern hebt sich diese Anlage deutlich von allen gegenwärtigen Windrädern ab und setzt neue Höhenrekorde. Der deutsche Standort gilt als wichtiger Eckpfeiler der nationalen Klimastrategie und demonstriert politische Verlässlichkeit. Durch das Zusammenwirken von SPRIND und GICON wird die Machbarkeit dezentraler, hocheffizienter Energieversorgung eindrucksvoll belegt. Diese Pilotanlage schafft Voraussetzungen für gesteigerte Energiesouveränität und offenbart das Potenzial von Höhenwindstrom als langlebige, stabile, umweltfreundliche, wirtschaftliche und skalierbare Energiequelle.
SPRIND und GICON setzen Verankerungen, Turmmontage startet dieses Jahr
Im zweiten Halbjahr 2025 wurde durch GICON, SPRIND und regionale Bautrupps das Fundament für das Höhenwindrad gegossen. Präzise wurden die ersten Ankerbolzen des Stahlgitterturms verankert, während parallel die letzte Feinjustierung der Turmmontageflächen durchgeführt wird. Im nächsten Schritt wird die Rotorhalterung montiert, gefolgt von der Installation der Turbine und dem telescopischen Ausbau des Mastes. Diese Phase definiert einen hohen Innovationsgrad und rückt die geplante Inbetriebnahme in unmittelbare Reichweite und garantierte Zeitpläne.
Dauerhafte dezentrale Stromversorgung dank häufiger Höhenwindressourcen und rentabler Serienproduktion
Das Prototypprojekt demonstriert das enorme Potenzial von Höhenwindenergie als stabile und kontinuierliche Stromquelle. Erst eine flächendeckende Serienfertigung ermöglicht signifikante Reduzierungen der Stromgestehungskosten und garantiert, dass Dunkelperioden verlässlich überbrückt werden können. Die im Entwicklungsprozess gewonnenen Daten und Best Practices sollen zügig auf andere Standorte ausgeweitet werden. Aufgrund der häufigeren, stärkeren Winde in großen Höhen bieten HWEA ausgezeichnete Voraussetzungen, um kostengünstige, sichere und unabhängige Energieversorgung langfristige Planungssicherheit generierend und flankierend.
Skalierbare Produktion von Höhenwindenergieanlagen verspricht langfristig niedrigere Stromkosten bundesweit
SPRIND und GICON bündeln in Schipkau Ingenieurswissen und Wirtschaftsmanagement, um ein neuartiges Höhenwindrad von 365 Metern Höhe zu errichten. Die Kombination aus Stahlgittermast und ausfahrbarem Teleskopmechanismus gewährleistet den Zugang zu stärkeren Höhenwinden. Diese technische Innovation verbessert die Energieausbeute, reduziert Wartungsaufwand und Kosten und demonstriert die Machbarkeit neuer Windenergiekonzepte. Der Erfolg dieser Pilotanlage ebnet den Weg für eine Serienproduktion und stärkt die Unabhängigkeit der deutschen Energieversorgung.

