General Dynamics European Land Systems beauftragte Rheinmetall Anfang 2026 mit der Lieferung modularer CT-025-Türme, der Oerlikon KBA 25 mm Hauptbewaffnung und Simulatoren im Wert von mehreren hundert Millionen Euro. Die Montage in Bremen und die Rüstung in Rom sichern eine europaweite Wertschöpfung. Digitale Feuerleitanlagen mit inertialer Stabilisierung und hochauflösender Sensorik garantieren treffsichere Bekämpfung von Boden- und Luftzielen. AGFS- und AGDUS-Simulatoren ergänzen praxisnahe Ausbildung in der Rheinmetall Battlesuite innerhalb digitaler Trainingsplattformen.
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GDELS vertraut auf Rheinmetall für modulare Aufrüstung des Luchs-2
Rheinmetall erhielt Anfang Februar 2026 in Kaiserslautern den Zuschlag von General Dynamics European Land Systems, um das Luchs-2-Programm mit CT-025-Türmen, Oerlikon KBA 25-Millimeter-Kanonen sowie AGFS- und AGDUS-Simulatoren auszustatten. Der Auftrag umfasst die Serienfertigung, technische Integration und umfassende Trainingstools für realitätsnahe Ausbildung. Mit einem Volumen im mittleren dreistelligen Millionenbereich bekräftigen GDELS und Bundeswehr ihren Glauben an Rheinmetalls System- und Technologiekompetenz für verlässliche Einsatzfähigkeit. Die ersten Einheiten sollen 2029 zeitnah einsatzbereit sein.
Unbemannter CT-025-Turm bietet Anpassungsfähigkeit für logistische und operative Erfordernisse
Bis einschließlich 2031 liefert Rheinmetall Electronics in Bremen insgesamt 274 Exemplare des CT-025-Hauptturms aus. Dieses unbemannte, modular aufgebaute Waffensystem bildet die Basisplattform für unterschiedlichste Einsatzprofile. Die modulare Architektur erlaubt den schnellen Austausch von Funktions- und Leistungsmodulen, um logistische Abläufe zu optimieren. Zudem unterstützt die Plattform die Integration weiterer technologischer Upgrades. Dank dieser Flexibilität können sich die Einheiten effizient an sich wandelnde Einsatzanforderungen und Umgebungsbedingungen anpassen und maximale Systemverfügbarkeit sichern helfen.
Turmluke bietet zusätzlichen ballistischen Schutz und erhöht maximale Crew-Überlebensfähigkeit
Ausgestattet mit einem stabilisierten Tag- und Nachtsichtmodul bietet der CT-025 präzise Zielerkennung und Verfolgung von Boden- und Luftzielen, darunter auch Drohnen. Die Feuerleitanlage ist vollständig digitalisiert und vereint inertiale Systeme zur Waffenstabilisierung, einen integrierten Ballistikprozessor sowie GVA/NGVA-konforme Schnittstellen für zuverlässige Treffer unter Marschbedingungen. Eine schützende Turmluke erhöht die Überlebensfähigkeit. Der Munitionsraum wurde entsprechend unterschiedlicher Einsatzszenarien optimiert, um logistische Effizienz und Kampfdauer zu verbessern. Modularität ermöglicht schnelle künftige Software-Updates ohne Hardwareänderung.
CT-025 bleibt durch digitale Upgrades und offene Schnittstellen erweiterbar
Die offene, modulare Architektur des CT-025 ermöglicht eine direkte Anbindung an die Rheinmetall Battlesuite und etabliert einen durchgängigen, digitalen Gefechtsverbund. Der integrierte Capability Store stellt KI-basierte Sensordatenfusion, automatische Zielverfolgung und flexible Software-Bibliotheken bereit, die per Over-the-Air-Update eingespielt werden. Hardwareänderungen entfallen, während die Einsatzfähigkeit erhöht wird. Dieser workfloworientierte Ansatz minimiert Logistikaufwand, vermindert Ausfallzeiten und garantiert, dass das System jederzeit erweiterbar, anpassbar und technologisch führend bleibt. Es minimiert Unterbrechungen und erhöht Effizienz.
Dreifacher Feuermodus und Doppelgurtzuführung maximieren sofort Kampfkraft und Flexibilität
Entwickelt von Rheinmetall Italia in Rom, ist die Oerlikon KBA 25 eine 25-mm-Maschinenkanone im NATO-Standardkaliber 25 × 137 mm mit über 6000 produzierten Exemplaren. Ausgestattet mit drei Feuermodi und einer Doppelgurtzuführung erreicht sie bis zu 600 Schuss pro Minute. Die neuartige Annäherungszünder-Munition steigert ihre Effektivität gegen moderne Drohnen. Dank minimiertem Rückstoß lässt sich das Waffensystem problemlos in leichte gepanzerte Fahrzeuge und fahrbare Aufklärungssysteme integrieren. Kompakte Bauweise, Zuverlässigkeit und vereinfachte Wartung sichern durchgehende Einsatzfähigkeit.
Rheinmetall Electronics startet 2028 AGFS-Auslieferung für neue Fahrzeuggebundene Spähtrupp-Trainingsmodule
Rheinmetall Electronics stellt sechs vernetzte Gefechtssimulationssysteme (AGFS) für die Ausbildung fahrzeuggebundener Spähtrupps bereit. Das Referenzmodell, verfügbar ab Mitte 2028, bildet Fahrmechanik, Sensorik und ballistische Parameter mit hoher Genauigkeit nach. Die modular konzipierten AGFS-Einheiten lassen sich flexibel kombinieren und in simulierte Gefechtsübungen einbinden. Durch den konsequenten „Train as you fight“-Ansatz erfahren die Teilnehmer eine realitätsnahe Schulung unter Berücksichtigung taktischer Abläufe und technischer Systeminteraktionen. Einsatzrelevante Sensorprofile und ballistische Rechenmodelle werden kontinuierlich aktualisiert.
Realitätsnahe Schießausbildung bis Großübungszentrum ermöglicht der neue laserbasierte AGDUS-Duellsimulator
Die nahtlose Integrierung des AGDUS-Duellsimulators in neue Gefechtsfahrzeuge basiert auf laserbasierter Übungstechnologie, die originalgetreue Anzeige- und Bedienelemente der Puma- und Lynx-Familie nutzt. Damit erhalten Operatoren ein authentisches Bedienerlebnis und realistisches Feedback. Das System ist für Großübungen im Gefechtsübungszentrum konzipiert und bietet modulare Szenarien sowie Mehrfahrzeug-Trainings. Laserimpulse simulieren Treffer, während das Trainingstool Echtzeitdaten auswertet und Berichte erstellt, um Stärken und Schwächen im Schussverhalten transparent zu machen. Mit dieser Kombination aus Simulation und Datenanalyse erreichen Einheiten ein höheres Level an Feuerkompetenz.
Digitale Battlesuite ermöglicht KI-gestützte Zielverfolgung und schnelle missionstaktische Software-Upgrades
Das Konzept vereint modulare Turmtechnik, digitale Feuerleitkompetenz und NATO-konforme 25 mm-Hauptbewaffnung in einer Plattform. Rheinmetall nutzt offene Softwarearchitektur, um per Battlesuite KI-gestützte Zielverfolgung und Ballistikoptimierung einzuspielen. Die Oerlikon KBA 25 mm garantiert hohe Feuerrate und austauschbare Munitionstypen. Gleichzeitig simulieren AGFS- und AGDUS-Systeme Fahrzeugfunktionen und Waffeneinsatz in komplexen Gefechtsszenarien. Die Produktion in Bremen und Rom sichert Lieferkettenstabilität, steigert Ausbildungseffizienz und fördert europäische Innovationspartnerschaften mit Fokus auf Skalierbarkeit, Interoperabilität, nachhaltige Modernisierung und operative Robustheit.

