Eine aktuelle Marktstudie verdeutlicht, dass knapp ein Drittel der Fachkräfte-Analysten rückläufige Beschäftigtenzahlen im Verarbeitenden Gewerbe vermerkt. Bis Ende 2025 sank die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in diesem Bereich um 177.000 auf 6,5 Millionen Arbeitsplätze. Betrachtet man alle Wirtschaftszweige gemeinsam, ergibt sich ein Rückgang von 108.000 Stellen, weil Zuwächse in anderen Branchen die Verluste nicht ausgleichen konnten. Um Beschäftigungspotenziale zu kreieren, vernetzt die Bundesagentur für Arbeit über regionale Arbeitsmarktdrehscheiben Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Strukturwandel zeigt Wirkung: Weniger Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe 2025
Mit Stand 31. Dezember 2025 waren im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands insgesamt 6,5 Millionen sozialversicherungspflichtige Erwerbstätige beschäftigt. Dieser Anteil entspricht nahezu einem Fünftel aller Sozialversicherungspflichtigen im Land. Im Vergleich zum Vorjahr resultierte ein Rückgang um 177.000 Stellen. In der Summenbetrachtung aller Branchen zeigte sich ein Minus von 108.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen, da Zuwächse außerhalb der Industrie die Verluste im Verarbeitenden Gewerbe nicht vollständig ausgleichen konnten. Sie verdeutlichen Bedarf an Schutz- und Entwicklungskonzepten.
Statistik: Metallindustrie reduziert Mitarbeiterzahl um 24.000 im Jahresvergleich drastisch
Die Quartalsstatistik zeigt für den Bereich Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen bis Ende 2025 einen Rückgang um 52.000 sozialversicherungspflichtige Stellen. In der Metallindustrie gingen 24.000 Arbeitsplätze verloren, im Maschinenbau sank die Zahl der Beschäftigten um 28.000. Diese Entwicklungen demonstrieren die laufende Anpassung im Verarbeitenden Gewerbe und verdeutlichen die Bedeutung ganzheitlicher Transformationsstrategien. Nur durch eng aufeinander abgestimmte Qualifizierung, Innovationsförderung und Arbeitsmarktförderung können die Branchen ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern.
Innovative Drehscheiben-Konzepte unterstützen Transformation im Verarbeitenden Gewerbe nachhaltig effektiv
Mit dem Aufbau regionaler Arbeitsmarktdrehscheiben aktiviert die Bundesagentur für Arbeit eine flexible Lösung für den Strukturwandel im Verarbeitenden Gewerbe. Lokale Wirtschaft und Arbeitsverwaltung arbeiten Hand in Hand, um Bedarfe an Fachkräften und vorhandene Kapazitäten systematisch zu erfassen. Anschließend werden Personalpools bedarfsorientiert umverteilt und durch begleitende Schulungen Qualifikationslücken geschlossen. Auf diese Weise reduzieren sich Personalengpässe, Beschäftigte finden zügig neue Einsatzorte und Betriebe bleiben auch in Transformationsphasen leistungsfähig.
Regional verankerte Arbeitsmarktknotenpunkte der Bundesagentur für Arbeit führen zu einer erheblichen Verkürzung der Besetzungszeiten im Verarbeitenden Gewerbe. Qualifizierte Fachkräfte werden schnell identifiziert und passgenau vermittelt. Parallel dazu werden Mitarbeitende bei fachlichen Weiterbildungen unterstützt und dabei begleitet, neue Branchen zu erschließen. Dieses koordinierte Vorgehen gleicht Personalengpässe aus und begünstigt den Strukturwandel. Insgesamt leisten diese Instrumente einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit deutscher Betriebe.

