Bitfarms: kanadisches Bitcoin-Mining-Unternehmen sieht Notierung an Nasdaq in Reichweite

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Das kanadische Bitcoin-Mining-Unternehmen Bitfarms hat bekannt gegeben, dass es die erforderlichen Verfahren fast abgeschlossen hat, um schon in Kürze an der Nasdaq-Börse gelistet zu werden.

Securities Exchange Commission prüft Bitfarms Zahlen für 2020

In einer Presseerklärung teilte Bitfarms mit, dass das Unternehmen die Börsennotierung aktiv weiterverfolgt, nachdem es die jährlichen Informationen für 2020 bei der Securities Exchange Commission eingereicht hatte.

Wenn die Securities Exchange Commission (SEC) den Bitfarms-Antrag akzeptiert, wird das Unternehmen zu einem weiteren Krypto-Unternehmen, das an der Börse gelistet wird. Am 14. April 2021 ging die Krypto Börse Coinbase live an der Nasdaq. Bitcoin selbst bewegt sich bei einem Allzeithoch von fast 65.000 US-Dollar.

US-amerikanische institutionelle Investoren und Bitfarms

Vor der möglichen Notierung hatte Bitfarms zunächst einen Plan für eine Privatplatzierung von Aktien bei institutionellen US-Investoren ausgearbeitet, um 31,3 Mio. USD aufzubringen. Der Erlös fließt in den Kauf zusätzlicher Bitcoin Miner und den Ausbau der Infrastruktur.

„Mit dieser zusätzlichen Finanzierung können wir weiter wachsen. Wir freuen uns, unsere institutionelle Präsenz in den USA weiter auszubauen“, so Emiliano Grodzki, CEO von Bitfarms.

Bitfarms investiert in Bitcoin Miner von MicroBT

Der Erklärung fügte der CEO von Bitfarms hinzu, dass Bitfarms zwei Crypto-Mining-Geräte der neuen Generation von MicroBT gekauft hatte. Die neuen Bitcoin-Miner werden bis August voll einsatzbereit sein. Bitfarms gab außerdem bekannt, dass es im Jahr 2021 über 650 Bitcoins mit einem Wert von rund 41 Millionen US-Dollar bei einem Kurs von 63.000 US-Dollar abgebaut und behalten hat.

Darüber hinaus erwartet das Unternehmen mit Reparaturen und Käufen von Bitcoin Minern, dass die gesamte Hash-Rate bis August auf ca. 1,6 EH / s erhöht wird. Basierend auf dem aktuellen Bitcoin-Preis kann die Hash-Rate etwa 9,5 Bitcoin pro Tag zu Tage fördern.

Derzeit erweitert das Unternehmen sein Inventar täglich um etwa 7,5 BTC. Unter Berücksichtigung der Schwierigkeiten beim Mining erwartet Bitfarms, dass der Lagerbestand innerhalb der nächsten 50 Tage auf 1.000 Bitcoin ansteigen wird.

Kryptoverbot in der Türkei

Während Kryptowährungen in der ganze Welt boomen, hat sich die Zentralbank in der Türkei dazu entschlossen, Zahlungen mit Bitcoin oder Ether ab Ende April zu untersagen. Diese überraschende Entscheidung wurde zum Ende der Woche getroffen. Zahlungen mit Bitcoin und Co. sind mittlerweile sehr verbreitet, so kann man beispielsweise bei Tesla sein Auto damit bezahlen. Umso befremdeter reagieren Menschen auf das Kryptoverbot der Türkischen Zentralbank.

Crypto-Crime-Bericht von Chainalysis: kriminelle Transaktionen unbedeutend

Die türkische Regierung begründet ihre Entscheidung mit der möglichen Verwendung von Bitcoin für illegale Zwecke. Dem entgegen steht der Crypto-Crime-Bericht von Chainalysis, dem New Yorker Blockchain Analyse Unternehmen. Chainanalysis hatte berichtet, dass der Anteil krimineller Transaktionen an alle Krypto-Transaktionen sich im Jahr 2020 weiter zurückentwickelt hat. Chainanalysis nannte einen Anteil von nur 0,34%.

Türkische Zentralbank spricht von „signifikanten Risiken“

Die Türkische Regierung bemängelte auch die fehlende Regulierung und die nicht vorhandene Aufsicht. Vordergründig hebt man in der Türkei auch auf die großen Kursschwankungen ab. Die Zentralbank spricht hier von „signifikanten Risiken“. Spiegel Online berichtete, dass das Verbot der Kryptowährungen im Amtsblatt der Türkei veröffentlicht wurde.

Bitcoin drückt Kurs der türkischen Lira

Die beiden Kryprowährungen Bitcoin oder Ether setzen die türkische Lira aktuell stärker unter Druck. Für viele Bürger des Landes erscheinen wohl die Kryptowährungen ein sicherer Hafen für ihre Gelder zu sein. Diese Form der Absicherung gegen die Schwäche der offiziellen Währung der Türkei und gegen die Inflation ist nun weggefallen.

Kein Verbot der Altcoins

Zunächst reagierte der Bitcoin-Kurs mit einem Nachgeben auf die Verlautbarung der türkischen Zentralbank. Doch der Kurs erholte sich wieder auf einen Kurs von 62.000 US-Dollar. Von dem Verbot der Zentralbank sind vor allem die Zahlungsabwickler betroffen. Diese dürfen ab Ende April keine Transfers in Kryptowährungen mehr nehmen. Wer bereits Bitcoin besitzt, darf diese weiter halten. Man darf gespannt sein, wie sich das Verbot der Kryptowährungen auf den Kurs der Landeswährung auswirkt.

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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