H2Pro erhält USD 22 Millionen für grünen Wasserstoff

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Die Finanzierungsrunde von H2Pro ist abgeschlossen und das offenbar erfolgreich. 22 Millionen US-Dollar stehen dem israelischen Wasserstoff-Tech-Unternehmen H2Pro nun mehr zur Verfügung.

H2Pro und der „grüne Wasserstoff“

Grünen Wasserstoff will H2Pro durch Wasserspaltung aus erneuerbaren Energien herstellen. Dieses Verfahren ist die einzige umweltfreundliche Option zur Wasserstoffgewinnung. H2Pro nähert sich damit der Produktion von grünem Wasserstoff sehr pragmatisch. Mit einem eigens entwickelten Wasserspaltgerät strebt H2Pro die Herstellung von grünem Wasserstoff zum magischen Preis von einem US-Dollar pro Kilogramm an. Das Wasserspaltgerät von H2Pro soll einen Wirkungsgrad von 95 % (das entspräche 42 kWh/kg H2) entwickeln. Das Gerät arbeitet dabei mit sehr hohem Druck von 50 bar oder mehr. Auf der Gegenseite kostet das Wasserspaltgerät weniger als ein Elektrolyseur.

Gelingt es H2Pro, den angestrebten Herstellungspreis zu erreichen, wäre dieser grüne Wasserstoff tatsächlich der kostengünstigste grüne Wasserstoff auf diesem Erdball. Mit hinein spielt in diesem Fall die erwartete Senkung der Kosten für erneuerbare Energien.

E-TAC: High Tech für günstigen Wasserstoff

Mit E-TAC (Electrochemical – Thermally Activated Chemical) setzt H2Pro auf ein Verfahren, bei dem mittels Elektrizität Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff gespalten wird. Anders als bei der Elektrolyse werden bei E-TAC Sauerstoff und Wasserstoff in getrennten Schritten abgespalten.

Diese prozesstechnische Trennung vereinfacht zudem den gesamten Fertigungsprozess. Das technische Equipment ist wesentlich unaufwändiger und auch der Energieaufwand und damit der Strom-/Energieverbrauch im gesamten Prozess, vergleicht man E-TAC mit der Elektrolyse.

„Wasserstoff ist ein wichtiger Teil eines jeden Plans, um Klimaneutralität zu erreichen. Er wird bereits ausgiebig genutzt und wird in Zukunft eine noch größere Rolle spielen, da er fossile Brennstoffe in vielen Anwendungen ersetzen kann, aber im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen kein CO2 produziert“, sagte H2Pro-CEO Talmon Marco, „leider wird Wasserstoff heute aus fossilen Brennstoffen hergestellt, was zu großen Mengen an CO2-Emissionen führt. Wir wissen seit über 200 Jahren, wie man Wasser mit Strom durch Elektrolyse spalten kann. Auf der Grundlage dieses Know-hows haben wir eine Technologie mit einem Wirkungsgrad von 95 % und geringeren Investitionskosten entwickelt, die die Einführung von grünem Wasserstoff in den Mainstream deutlich beschleunigen kann“.

Einigkeit im Investorenkreis

Mit dem Abschluss der neuerlichen Investorenrunde fließen 22 Millionen US-Dollar von den Investoren Breakthrough Energy Ventures (BEV), Breakthrough Energy Ventures Europe (BEV-E), IN Venture und Sumitomo Corporation CVC. Die bestehenden Investoren sind jedoch auch mit von der Partie. Dazu zäheln iAngels, TPY Capital, Contrarian Ventures und Bazan. Neu im Keis der Investoren sind Horizons Ventures, New Fortress Energy (NFE) und OurCrowd.

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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